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Test: Produktiver arbeiten mit Quicksilver 1.0

27.03.2013 | 14:12 Uhr |

Tool für effizientes Arbeiten, das per Tastatur Programme startet, Adressen sucht und Aktionen startet

Quicksilver ist seit zehn Jahren als Produktivitäts-App bekannt, bislang jedoch im Betastadium befindlich. Jetzt ist Version 1.0 erschienen. Allerdings gibt es gegenüber früheren Versionen wenig Neuerungen zu berichten, abgesehen von Fehlerkorrekturen gehört dazu unter anderem Retina-Unterstützung. Ähnlich wie Spotlight basiert Quicksilver auf einem kleinen Suchfenster, das man über eine Tastenkombination aufruft – voreinstellt ist „Control-Space“. Schnell und ohne Maus kann man so Dateien finden und Programme starten. Der Funktionsumfang ist deutlich größer als bei Spotlight. Bereits bei der Eingabe listet die App mögliche Treffer auf, per Tab-Taste kann man für den Treffer zusätzlich eine Aktion wählen. Hat man mit der Eingabe von „Saf“ etwa das Programm Safari in der

Trefferliste aufgerufen, kann man es mit der Zeilenschaltung öffnen. Drückt man dagegen die Tab-Taste, wechselt man im Suchfenster zum Aktionen-Menü. Per Pfeiltaste oder Kontextmenü kann man hier eine alternative Aktion wählen. Zur Wahl stehen unter anderem „Öffnen mit“, „Anzeigen“ oder „Umbenennen“. Praktisch für die Verwaltung einer Datei sind Aktionen wie „Bewegen nach“, „E-Mail to“ oder „Als Plaintext einfügen“. Je nach Dateiart zeigt das Tool unterschiedliche Aktionen, über die Voreinstellungen von Quicksilver kann man die Anzeige oder Reihenfolge individuell festlegen. Im Unterschied zu Spotlight ist bei Quicksilver die Suche auf bestimmte Ordner begrenzt, etwa den Programme-, Download und Dokumente-Ordner. Eine weitere Stärke ist die Erweiterbarkeit durch Plug-ins, die es beispielsweise für iTunes, Safari, Mail oder die Verwaltung der Zwischenablage gibt. Mit dem iTunes-Plug-in kann man dann Listen mit zuletzt genutzten Songs, Genres und Alben aufrufen. Bei Safari ermöglicht das Plug-in den Zugriff auf Verlauf und Bookmarks. Die Menge dieser Plug-ins ist recht eindrucksvoll, leider sind viele davon veraltet – ist Quicksilver doch schon seit zehn Jahren auf dem Markt. Eine Besonderheit betrifft iTunes: Über die Voreinstellungen kann man Tastenbefehle für die Steuerung von iTunes festlegen.

Empfehlung: Quicksilver

Für Profis bietet Quicksilver einige interessante Optionen, wie den schnellen Zugriff auf Aktionen oder Adressdaten. Einige Einarbeitung ist jedoch erforderlich und der Aufruf der Zusatzfunktionen per Tab, Kontextmenü und Pfeiltaste erscheint nicht sehr intuitiv. Der schärfste Konkurrent von Quicksilver ist wohl Apples Spotlight, das bereits viele Funktionen von Quicksilver bietet und mit jeder Version besser wird. So unterstützt die aktuelle Version von Apples Suchfunktion Drag-and-drop und strukturiert die Trefferanzeige besser als frühere Versionen.

Quicksilver

Preis: kostenlos

Note: 2,2 gut

Leistung (50 %)   1,8

Ausstattung (30 %)   2,0

Bedienung (10 %)    2,2

Lokalisierung (10 %)    4,0

Vorzüge: Erweiterbar, Suche auf bestimmte Ordner begrenzbar

Nachteile: Komplexe Bedienung, ähnliche Funktionen wie Spotlight

Alternative: Spotlight, Launchbar

Ab OS X 10.6

Quicksilver

www.qsapp.com

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