Test Promise Pegasus R6 Thuderbolt
Promise Pegasus R6 - Thunderbolt Raid
Mit dem Promise Pegasus R6 erreicht uns das erste echte Thunderbolt-Peripheriegerät. Wir fühlen dem Sechsfach-Raid-System ordentlich auf den Zahn.
Sechs Festplatten mit je einem Terabyte residieren in dem stattlichen Gehäuse. Die rechnerische Gesamtkapazität von sechs Terabyte erreicht man jedoch nur im Raid-0-Betrieb. Hierbei verteilt das Gerät die Daten gleichmäßig auf alle Laufwerke. Das ergibt nicht nur die höchste Kapazität sondern auch die besten Datenübertragungsraten. Allerdings ist ein Raid-0 nicht ausfallsicher. Quittiert auch nur ein Laufwerk seinen Dienst, sind sämtliche Daten auf dem Raid unwiederbringlich verloren. Das ist besonders problematisch, da sich die Festplatteneinschübe mechanisch nicht gegen den Auswurf verriegeln lassen. Drückt man versehentlich auf einen Auswurfknopf und zieht das Laufwerk etwas heraus (Kleinkinder machen das besonders gerne), ist das Malheur auch schon passiert.
Test Promise Pegasus R6 Thunderbolt Raid
Das Promise Pegasus R6, unser Testgerät kommt mit sechs mal ein Terabyte fassenden Festplatten von Hitachi
Auf der Rückseite finden sich die Anschluss-Ports und zwei Lüfter.
Der Tunderbolt-Port ist durchgeschleift. Im Test schließen wir erfolgreich einen Monitor per Mini-Display-Port an.
Trotz der zwei eingebauten Lüfter bleibt das Gerät selbst unter Volllast vergleichsweise leise.
Die Einschübe lassen sich ohne Werkzeug öffnen. Ein mechanische Verrieglung, die gegen versehentliches Öffnen eines Slots schützt, gibt es leider nicht.
Eine defekte Platte kann man schnell austauschen. Als Raid-5 konfiguriert, dauert ein Rebuild etwa vier Stunden.
Das Thunderbolt-Kabel stammt von Apple. Es liegt den Gerät nicht bei, man muss es separat kaufen.
Die Datenraten liegen im Raid-5-Modus bei 280 MB/s beim Lesen und 370 MB/s beim Schreiben.
Im Raid-0-Modus liegen die Schreibraten noch etwas höher. Wir messen knapp 500 MB/s beim Schreiben. Die Leseraten bleiben seltsamerweise gleich.
Man sollte daher besser den Raid-Level 5 benutzen, mit dem das Pegasus R6 ab Werk ausgeliefert wird. Raid 5 verringert die Gesamtkapazität zwar auf fünf Terabyte und die Datenraten sinken etwas ab, jedoch darf eine der Festplatten ausfallen. Das Raid-System läuft dann weiter, allerdings etwas langsamer. Zumindest bleiben alle Daten erhalten. Man tauscht nun das defekte Laufwerk aus, und startet über die beiliegende Software die "Rebuild"-Funktion. Nach etwa vier Stunden ist der Datenstand wieder auf allen sechs Platten verteilt und die volle Leistung des System wiederhergestellt.
Wir provozieren diese Situation im Test, indem wir während des laufenden Betriebs eine der Platten herausziehen, sie auf einem anderen System neu formatieren und anschließend zurückstecken. Das Pegasus R6 verkraftet diesen Fall problemlos.
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