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Test: Quip 1.2

30.07.2015 | 17:30 Uhr |

Mit der Plattformübergreifend nutzbaren Office-Anwendung lassen sich Texte und Tabellen verwaltet. Die Anwendung bietet zudem eine gute Gruppenfunktionen.

Bisher war die Office-Anwendung Quip nur per Mobil-App oder Browser verfügbar, seit kurzem ist über den App-Store auch eine Desktop-Version zu haben. Nach einer obligatorischen Anmeldung steht eine übersichtliche Oberfläche für das Verwalten von Textdateien aller Art, Tabellendokumenten und PDFs zur Verfügung. Den Schwerpunkt legen die Entwickler auf Gruppenfunktionen, man kann Dokumente bequem kommentieren und eine integrierte Chat-Funktion nutzen.

Funktionen ruft man per Kontextmenü auf, eine Kommentarfunktion ist ständig aktiv. Mit Word oder Pages kann das Tool allerdings nicht mithalten. Die Textverarbeitungsfunktion unterstützt beispielsweise keine Fußnoten oder Stilvorlagen und erinnert eher an Notizenprogramme wie One Note als herkömmliche Textverarbeitungen. Funktionsarm ist die Tabellenfunktion. Rechenfunktionen bietet sie nämlich nicht und Formeln importierter Excel-Dateien kann das Tool nicht anwenden. Exportiert man eine vorher importierte Excel-Datei mit Formeln, bleiben zwar die Formeln erhalten, Formatierungen gehen dabei aber verloren. Interessant ist diese Funktion deshalb eher für das Sichten von Tabellen oder reine Text-Tabellen wie für die Erfassung von Daten und Terminen.  Import aus Evernote, Dropbox, Google, Box und Basecamp ist möglich, bei Textdokumenten die Einbettung von Bilddateien, Tabellen, Listen und Code-Schnipseln. Hauptkonkurrent von Quip sind wohl weniger Microsoft Office und iWork als Googles Docs und Evernote. Neben der kostenlos nutzbaren Basisversion gibt es eine Business-Version für 12 US-Dollar pro Monat. Hier stehen beispielsweise gemeinsame Ordner zur Verfügung. Die Desktop-Version macht einen guten Eindruck, Synchronisation mit anderen Geräten funktioniert problemlos. Probleme stellen wir nur bei der Anmeldungsfunktion fest: Bei der Eingabe von Benutzername und Kennwort reagiert das Tool manchmal verzögert.

Empfehlung Quip

Für Arbeitsgruppen ist Quip gut geeignet, mit Google Office-Paket gibt es allerdings eine starke Konkurrenz. Schwäche von Quip ist aktuell vor allem die funktionsarme Tabellenfunktion, Google Docs aber auch iWork sind hier klar überlegen. Vor allem Heimanwender sind wohl mit einer Lösung wie iWork besser bedient.

Quip

Preis: Kostenlos

Note: 2,0 gut

Leistung (50%)   2,0

Ausstattung (30%)  2,0

Bedienung (10%)    2,4

Dokumentation (10%)    2,0

Vorzüge: Übersichtliche Oberfläche, gute Kollaborationsfunktionen

Nachteile: Funktionsarme Textverarbeitung und Tabellenfunktion

Alternativen: iWork, Google Docs

Ab OS X 10.9

Quip

www.quip.com

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