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Test: RSS-Nachrichten lesen mit RSSOwl 2.2

16.05.2013 | 16:23 Uhr |

Funktionsreicher und kostenloser RSS-Reader, der eine etwas altbackene Bedienoberfläche aufweist

Die Internettechnologie RSS dient dem schnellen Abrufen und Sichten von News und scheint in Zeiten von Facebook und Twitter nicht mehr in Mode zu sein. Wie die große Empörung beim Abschalten des RSS-Dienstes Google Reader zeigte, ist sie aber immer noch recht beliebt. So kann man damit selbst bei schlechter Internetanbindung schnell viele Nachrichtenquellen sichten. RSSOwl ist ein plattformübergreifend nutzbares Tool, das einen guten Funktionsumfang bietet. Man kann per XML- oder OPML- RSS-Verzeichnisse importieren, für das Ergänzen einer neuen Quelle genügt oft das Eingeben der Internetadresse. Abschreckend mag für einige Nutzer allerdings das Design des RSS-Readers wirken, das auf Java basierende Tool ist recht altbacken gestaltet. Dafür ist die Oberfläche gut

aufgebaut und komfortabel. Man kann die RSS-Quellen in Ordner sortieren, Filterregeln erstellen und die News archivieren. Für die Anzeige der News stehen insgesamt fünf Anzeigemodi zur Verfügung. Ansprechend wirkt die Newspaper-Ansicht, die alle Meldungen inklusive Text und Bilddatei auflistet. Nach etwas Gewöhnung ist eine Steuerung per Tastenbefehl gut möglich, mit einem Benachrichtigungsfenster kann man sich über neue News informieren lassen. Die Weitergabe einer Nachricht ist bequem möglich, eine deutschsprachige Oberfläche kann manuell installiert werden. Interessant sind einige Erweiterungen, so gibt es eine Notizenerweiterung und man kann Newsgroup-Unterstützung nachrüsten. Tipp: Will man mehrere Nachrichtenquellen gleichzeitig auflisten, muss man sie in einem Ordner sammeln. Schade: Durch die baldige Abschaltung des Google Readers fehlt die Möglichkeit der Synchronisierung, beispielsweise um Katalog und Gelesen-Status zwischen Desktop und iPhone abzugleichen. Ob das Programm eine Google-Reader-Alternative wie Feedly unterstützen wird, hat der Programmierer laut Projekt-Homepage noch nicht entschieden. Unterstützung des Systemnachrichtendienstes könnte ebenfalls nicht schaden.

Empfehlung RSSOwl

Störend wirkt beim RSSOwl das einfallslose Design, Funktionsumfang und Komfort des RSS-Readers sind dagegen überzeugend. Für Nutzer eines RSS-Readers auf dem iPhone ist allerdings die fehlende Synchronisierungsfunktion ein großer Nachteil.

RSSOwl

Preis: kostenlos
Note: 2,0 gut
Leistung: (50 %)   2,0
Ausstattung: (30 %)   1,9
Bedienung: (10 %)    2,0
Dokumentation: (10 %)    2,0
Vorzüge: Guter Funktionsumfang, viele Ansichtsoptionen
Nachteile: Synchronisierung bisher nur über Google Reader
Alternative: Net Newswire, Vienna
Ab OS X 10.2
Benjami Pasero
www.rssowl.org

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