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Test: Rechner sperren mit Sesame

15.01.2015 | 09:22 Uhr |

Bluetooth-Gerät für mobile Arbeiter, das einen Mac automatisch sperren und entsperren kann.

Im WLAN-Cafe, dem Lesesaal oder dem Großraumbüro kann Sesame für mehr Datensicherheit sorgen. Das Bluetooth-Gerät funktioniert wie ein drahtloser Schlüssel und sperrt den Mac beim Verlassen des Arbeitsplatzes automatisch. Kommt man später wieder in die Bluetooth-Reichweite seines Macs, entsperrt das Gerät den Rechner wieder. Als Zugriffsschutz dient dabei die Bildschirmsperre des Systems. Das flache Gerät selbst ist recht unauffällig gestaltet. Es wiegt nur 25 Gramm und erinnert an einen größeren USB-Stick. Eine flache Knopfzelle sorgt für Energie, laut Hersteller hält sie ein Jahr. Kompatibel ist das Gerät aber nur mit neueren Macs mit Unterstützung von Bluetooth Low Energy.  Einen guten Eindruck macht die zugehörige Software. Während der Konfiguration kann man das Gerät auf eine bestimmte Entfernung kalibrieren, drei verschiedene Entsperrmethoden stehen zur Wahl. Die komfortabelste Methode ist die automatische Entsperrung. Beim Drücken einer beliebigen Tasten sieht man kurz den Anmeldebildschirm, dann wird von der Bediensoftware das Kennwort eingegeben und man hat seinen Schreibtisch vor sich. Das funktioniert allerdings nur unter OS X 10.10 sofort, Nutzer mit OS X 10.9 müssen auf die Anmeldung bis zu zehn Sekunden warten. Um mehr Sicherheit zu erreichen, kann die Entsperrung auf Wunsch erst nach Eingabe eines Passworts erfolgen, Sesame ist dann nur für das Sperren zuständig. Als dritte Option gibt es eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Hier sieht man den Anmeldeschirm erst, wenn sich der Mac mit dem Sesame-Gerät verbunden hat. Wegen möglicher Verbindungsprobleme würden wir diesen Modus aber nicht empfehlen. Die Software bietet einige zusätzliche Optionen. So ist das automatische Stummschalten von iTunes während der Sperre möglich, ebenso das Setzen des Skype- und Nachrichten-Status auf abwesend.

In unserem längeren Praxistest funktioniert das Sperren zuverlässig, die Anmeldung an einem Mac Mini von 2012 leider nicht immer sofort. Um dieses offenkundige Verbindungsproblem zu beheben, muss man das Gerät aber nur kurz schütteln oder aus ein paar Zentimetern Höhe auf den Tisch fallen lassen - der Bluetooth-Sender wird nämlich durch Bewegung aktiviert. Trotz einiger Verzögerungen beim Entsperren finden wir das Konzept insgesamt recht überzeugend und bedeutend praxistauglicher als iPhone-Apps wie Token Lock oder Bluetooth Screen Lock.

Empfehlung Sesame

Sesame ist nicht perfekt, vor allem auf das Entsperren kann man sich nach unseren Erfahrungen nicht hundertprozentig verlassen. Für die Arbeit im Lesesaal oder in anderen öffentlichen Bereichen ist aber die Sperrfunktion wichtiger und Sesame besser als gar kein Zugriffsschutz.

Sesame

Preis: Euro 50

Note: 2,3 gut

Leistung (50%)   2,5

Ausstattung (30%)   2,0

Bedienung (10%)    2,0

Dokumentation (10%)    2,0

Vorzüge: Lange Laufzeit, komfortable Software

Nachteile: Verbindungsprobleme möglich, hoher Preis

Alternativen: Token Lock, Bluetooth Screen Lock

Sesame

www.atama.io

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