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Safari 5 im Test

08.06.2010 | 18:33 Uhr |

Mit Safari 5 hat Apple eine Version seines Browsers veröffentlich, die bessere Performance verspricht. Überzeugen kann die neue Version aber vor allem im Bereich Javascript, Seiten lädt Safari 5 kaum schneller.

safari logo icon abstract aufmacher
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Für Mac-Anwender ist bei Safari 5 kein langes Zögern nötig, der Browser bietet eine Reihe neuer Funktionen und ist deutlich schneller geworden. Nebenbei schließt das Update auch einige Sicherheitslücken.

Laut Apple soll vor allem die Javascript-Performance besser geworden sein. Wir haben dies ausführlich getestet und können dies bestätigen. Das Tempo, mit dem ein Browser Javascript-Befehle abarbeiten kann, ist für moderne Webseiten und Community-Seiten immer wichtiger geworden. Arbeitet man mit der Weboberfläche von Google Mail oder einer Facebook-Seite, sorgt im Hintergrund meist Java-Script für die Funktionalität. Je schneller der Browser diese Javascript-Befehle umsetzen kann, desto schneller kann man mit Web-2.0-Anwendungen arbeiten. Mit den letzten beiden Versionen von Chrome und Opera konnte Safari nicht mehr konkurrieren, die beiden Konkurrenten hatten ihre Javascript-Performance deutlich verbessert. Firefox ist in diesem Feld längst abgehängt, auch der Internet-Explorer kann mit den drei Browsern nicht mehr mithalten.

Test-Ergebnisse Safari 4.0.5

Tests

Safari 4.0.5.

M1

M2

M3

Mittelwert

10 Foto-Seiten (Sek Laufzeit

34

33

32

33

Sunspider (Sek Laufzeit)

444

432

435

437

V8 Benchmark

2077

2128

2135

2113

Peacekeeper (Score)

3631

3631

3650

3637

In dem Webkit-Test Sunspider zeigte Safari 5 wie von Apple versprochen eine deutlich verbesserte Performance und kann zu Opera und Chrome aufschließen. Mit 313 statt 432 Sekunden Laufzeit verbesserte sich die neue Version gegenüber Safari 4 um 38 Prozent, auch beim V8-Benchmark konnte Safari brillieren. Hier steigerte sich Safari sogar um 40 Prozent. Positiv das Ergebnis des dritten Benchmarks Peacekeeper, hier betrug die Verbesserung immer noch beeindruckende 23 Prozent. (Wir testeten mit einem Mac Mini 2,53, als Grundlage diente der mittlere von drei Messwerten.)

Test-Ergebnisse Safari 5

Tests

Safari 5

M1

M2

M3

Mittelwert

10 Foto-Seiten (Sek Laufzeit

34

34

33

34

Sunspider (Sek Laufzeit)

313

313

316

314

V8 Benchmark

2939

3128

2993

3020

Peacekeeper (Score)

4481

4481

3986

4316

Diese Tests sind allerdings auf die Javascript-Performance beschränkt und messen nicht das Rendering, das Tempo, in dem Safari eine Webseite öffnen und darstellen kann. Als Praxistest ließen wir deshalb die beiden Browserversionen zehn Foto-Newsseiten mit vielen Texten und Bilddateien laden. Für drei komplette Ladevorgänge benötigte Safari 4 insgesamt 99 Sekunden, Safari 5 dagegen mit 100 Sekunden sogar eine Sekunde länger. In diesem Aufgabenbereich kann Safari 5 offensichtlich nicht von der besseren Javascript-Performance profitieren. Trotzdem soll Safari in der täglichen Praxis mit einigen neuen Funktionen bessere Performance bieten. Der Cache wurde verbessert, der erneute Aufruf von bestimmten Seiten erfolgt dadurch schneller. Zusätzlich unterstützt das Tool jetzt DNS-Prefetching. Lädt man eine Webseite mit Verweisen zu anderen Seiten, fragt Safari automatisch im Hintergrund DNS-Server nach diesen Adressen ab. Klickt man später auf diesen Link, kann Safari diese Seiten dann schneller aufrufen. Der Tempogewinn lässt sich hier aber kaum messen.

Safari Reader hilft, die Seite lesefreundlicher darzustellen.
Vergrößern Safari Reader hilft, die Seite lesefreundlicher darzustellen.

Interessant ist die neue Safari-Version aber vor allem durch die neuen Funktionen. So gibt es die Option Reader, mit der eine Webseite in einer lesefreundlichen Ansicht geöffnet wird - diese Ansicht eignet sich auch gut für den Ausdruck.

Ähnlich wie Firefox-Addons und Opera Widgets helfen Erweiterungen in Safari den Browser persönlicher zu gestalten.
Vergrößern Ähnlich wie Firefox-Addons und Opera Widgets helfen Erweiterungen in Safari den Browser persönlicher zu gestalten.

Erstmals bietet Safari 5 die Unterstützung von Erweiterungen. Bisher gab es bereits Werbeblocker wie Adblock und Safari Stand, erstmals sollen diese Erweiterungen jetzt offiziell unterstützt werden. Gegenüber Firefox, Opera und Chrome war dies ein echter Schwachpunkt von Safari. Aktuell sind aber noch keine Erweiterungen verfügbar, ältere Safari-Erweiterungen können dagegen Probleme verursachen. Positiv ist auch die verbesserte Unterstützung von HTML5, die etwa mehr Optionen beim Abspielen von Videos ermöglicht.

Schade fanden wir allerdings, dass Apple zur Vorstellung des neuen Browsers keine passenden Erweiterungen präsentieren kann, diese sollen erst Ende dieses Sommers vorgestellt werden.

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