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Test: Sandvox 2.7.4

01.02.2013 | 14:53 Uhr |

Mit dem Webseitengestalter Sandvox kann man ohne HTML-Kenntnisse ansehnliche Webauftritte umsetzen. Das klappt gut, doch das geht zu Lasten der Flexibilität

Interessant ist Sandvox für Heimanwender, kleine Firmen und  Vereine, denen ein Redaktionssystem wie Joomla oder Wordpress zu komplex ist. Ähnlich Apples eingestelltem Editor iWeb basiert das Programm auf einer Sammlung hochwertiger Vorlagen, die man nur noch mit Inhalten und Bildern füllen muss. Die 60 mitgelieferten Vorlagen sind gut gestaltet und bieten verschiedene Seitentypen wie Blog, Fotoalbum oder Kontaktformular. Weitere teils kostenpflichtige Designs sind über die Homepage und als Plug-ins verfügbar. Die Qualität ist überzeugend, eine Vorlage kann allerdings nur begrenzt angepasst werden. Der Vorteil: Man kann selbst nach der Veröffentlichung im Web noch problemlos eine andere Vorlage wählen. Interessant ist Sandvox beispielsweise für ein Webfotoalbum: Dazu wählt man die Seitenart Fotoalbum oder Diashow und muss nur noch Bilder per Drag-and-drop importieren.

Mithilfe des sogenannten Medienbrowsers kann man dabei direkt auf iPhoto-Bibliotheken und andere Medieninhalte zugreifen. Diashow und Album sind jedoch fest vorgegeben, man kann nur Größe und Position ändern. Interessant ist das Programm deshalb eher für kleinere Fotosammlungen. Nicht nur Fotos, Videos und Texte kann man kombinieren, über die Werkzeugleiste lässt sich eine Vielzahl an Seitenelementen ergänzen. Dazu gehören Knöpfe für Facebook, Twitter, Google +, man kann Youtube-Videos und Flickr-Fotosammlungen einbinden und den IM-Status anzeigen. Ein RSS-Feed wird unterstützt, das Einbinden von Google-Maps und ein Kontaktformular stehen zur Verfügung. Die einzelnen Objekte positioniert man per Drag-and-drop und konfiguriert sie über die Palette Informationen. Bei einigen Elementen wie den Google-Maps müssen wir die Konfigurationsoptionen aber einige Zeit suchen, die Erläuterungen sind etwas knapp geraten.

Im Unterschied zu Profi-HTML-Editoren wie Dreamweaver hat man keinen direkten Zugriff auf den Quelltext einer Seite, erst vor der Veröffentlichung per FTP oder als lokale Webseite generiert das WYSIWYG-Tool die fertigen HTML-Seiten. Man kann aber HTML- oder Javascript-Code in eine Seite einbinden und einzelne HTML-Seiten ergänzen. Gut gefällt uns die Unterstützung einer Kommentar-Funktion, dazu greift Sandvox auf die Webdienste Disqus, Intense Debate und Facebook zu. Speziell an iWeb-Nutzer richtet sich eine Import-Funktion für HTML-Seiten, mit der man komplette Webauftritte importieren kann. Diese Import-Funktion macht vor allem für den Import von Text und Bilddateien Sinn, ist aber von komplexen Auftritten schnell überfordert. Interessant für Profis: Per Terminal kann man einige Voreinstellungen ändern, etwa die verwendete jQuery-Version und es gibt ein Design-Kit für die Erstellung von Vorlagen.

Empfehlung: Sandvox

Ideal ist Sandvox, wenn man schnell und unkompliziert eine Webseite erstellen will und mit den mitgelieferten Vorlagen zufrieden ist. Überzeugen kann uns der Funktionsumfang und die einfache Bedienung. Für darüber hinaus gehende Anforderungen bieten Redaktionssysteme wie zum Beispiel Wordpress deutlich mehr Flexibilität.

Sandvox 2.7.4

Webseiten erstellen
Preis: € 70
Note: 1,8 gut
Leistung (50 %)   1,5
Ausstattung (30 %)   2,0
Bedienung (10 %)    2,0
Lokalisierung (10 %)    2,0
Vorzüge: Einfache Bedienung, gute Unterstützung von Social Media
Nachteile: Kein direkter Zugriff auf HTML-Code, Vorlagen nur beschränkt anpassbar
Alternative: Goldfish, Rapidweaver, Dreamweaver.
Ab OS X 10.6
Karelia Software
www.karelia.com

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