1040411

Suitcase Fusion 3

06.10.2010 | 13:51 Uhr |

Zum Lieferumfang von Suitcase Fusion 3 gehören nun Plug-ins für Indesign, Illustrator und Photoshop CS5. Damit ist diese Version der Schriftverwaltung die erste, die auch Photoshop unterstützt, denn es gibt auch ein Plug-in für Photoshop CS4 (32 Bit und 64 Bit).

Suitcase Fusion 3
Vergrößern Suitcase Fusion 3

Weitere Plug-ins stehen für Indesign und Illustrator CS4 und CS3 sowie für Xpress 7 und 8 zur Verfügung. Wir testen die Plug-ins von Xpress 8, Indesign CS5 sowie der Creative Suite CS4, Probleme treten dabei keine auf.

In der Web-Vorschau lassen sich den Elementen einer Webseite alternative Schriften zuweisen.
Vergrößern In der Web-Vorschau lassen sich den Elementen einer Webseite alternative Schriften zuweisen.

Zusätzlich hat Suitcase Fusion 3 noch eine Reihe weiterer Neuerungen aufzuweisen. Man kann nun Programmsets anlegen, die dort aufgenommenen Zeichensätze öffnet die Hintergrundanwendung Suitcase Fusion Core beim Start des des jeweiligen Programms. Die Schriften werden jedoch nicht automatisch geschlossen, wenn man die Anwendung beendet. Mit Word 2008 gibt es im Test ein Problem: Suitcase öffnet zwar die Schriften, Word zeigt sie jedoch nicht im Menü an. In anderen Anwendungen erscheinen die mit dem Start von Word geöffneten Fonts jedoch im Schriftmenü, sodass hier eher ein Fehler bei Word als ein Fehler bei Suitcase zu vermuten ist. Startet man Word erneut, erkennt das Programm die zuvor geöffneten Schriften.

Neu ist außerdem Quick Match. Mit diesem Befehl sucht Suitcase in der Bibliothek Schriftschnitte, die dem momentan markierten Schnitt ähnlich sind, und listet diese auf. Als Ergänzung zur schwebenden Vorschau, mit der man Schriften über ein anders Dokument legen kann, speichert Suitcase 3 den Vorschautext außerdem als PNG-Bild mit transparentem Hintergrund, das sich dann in andere Programme importieren lässt. Auch eine Option, die Schriftcaches zu löschen, gibt es nun.

Webschriften

Mit Suitcase Fusion 3 halten auch Webschriften Einzug in die Schriftverwaltung. Bei der mit Web Ink bezeichneten Funktion handelt es sich um einen Service, bei dem die Schriften beim Aufrufen der Webseiten von einem Extensis-Server geladen werden. Die meisten der angebotenen Fonts stammen von URW. Um den Service zu nutzen, legt man sich ein Web-Ink-Konto bei Extensis an und wählt dann zwischen mehreren Preis- und Nutzungsstufen. Erstere bestimmen, welche Schriften man verwenden kann, letztere legen die Zahl der Seitenaufrufe fest, die jeweils möglich sind. Für die untersten Preisstufen gibt es jeweils nur einen Font, die meisten sind im Standardmodus verfügbar.

Um die Schriften zu nutzen, stellt man in Suitcase die Verbindung zu Web Ink her, legt sich einen Ordner für die Webschriften an (Type Drawer) und gibt die URLs der Sites an, auf denen die Fonts verwendet werden sollen. Dem Type Drawer fügt man anschließend die zu verwendenden Zeichensätze hinzu und erzeugt abschließend über das Menü von Suitcase eine CSS-Datei mit den Font-Face-Aufrufen. Diese integriert man dann in die eigene Web-Site. Über die Web-Vorschau im Fenster von Suitcase hat man zudem die Möglichkeit, Webseiten wie in einem Browser aufzurufen und den Elementen auf der Seite eine andere Schrift zuzuweisen um zu sehen, wie sich die gewählte Schrift auf die Darstellung der Seite auswirkt. Geändert wird dabei auf der Seite nichts, es ändert sich nur die Darstellung im Suitcase-Fenster.

Empfehlung

Wer von der Creative Suite CS4 auf CS5 umsteigt, kommt an dem Update für Suitcase nicht herum, weil nur die neue Version die Plug-ins für CS5 beinhaltet. Ansonsten muss man entscheiden, ob Font-Caches löschen, Programmsets anlegen und Schriften vergleichen sowie die Webfonts einem den Preis für das Update wert sind.

Thomas Armbrüster

0 Kommentare zu diesem Artikel
1040411