1942050

Test: Silicon Power T11 - Thunderbolt SSD im Miniformat

08.05.2014 | 14:15 Uhr |

Externe Thunderbolt-Laufwerke kommen langsam in Schwung. Der schnelle Anschluss eignet sich besonders für SSDs. Silicon Power bringt mit der T11 eine externe Thunderbolt-SSD, deren Gehäuse besnders klein ausfällt. Lesen Sie unseren Praxistest.

Nur etwa halb so groß wie eine herkömmliche 2,5-Zoll Festplatte ist die T11 von Silicon Power. Möglich ist das, weil der Hersteller auf eine Standard-SSD verzichtet und die Flash-Chips direkt auf eine eigene Platine lötet – zusammen mit dem Thunderbolt-Controller. Das spart jede Menge Platz. 120 GB Kapazität liefert unser Testgerät, es gibt auch eine Version mit 240 GB. Der Thunderbolt-Port ist dabei an der Vorderseite herausgeführt, aber leider nicht durchgeschleift. Eine blaue, schlitzförmige LED gibt Zugriffe optisch bekannt. Ein kurzes weißes Thunderbolt-Kabel mit den typischen großen Steckern liegt bei.

Im Test zeigt sich die T11 zunächst als sehr schnell. Lesen und Schreiben geht mit über 300 MB/s vonstatten, davon träumt jede herkömmliche magnetische Festplatte. Doch im Dauerbetrieb zeigt sich eine Schwäche. Obwohl das Aluminium-Gehäuse ein guter Wärmeleiter ist, wird die T11 intern sehr heiß. Bereits nach 20 Minuten Dauerlast gibt der S.M.A.R.T-Controller Werte um die 100 Grad Celsius für den internen Controller-Chip aus. Auch wenn die Außentemperatur mit gut 40 Grad noch in Ordnung geht, solche Temperaturwerte sind klar an der Grenze der Spezifikationen, und das macht sich dann auch in der Praxis bemerkbar. Im Dauertest sinkt die Schreibrate auf unter 30 MB/s. Das ist fatal, wenn man beispielsweise Echtzeit-Audio oder -Videodaten speichern muss. Erst nach ein paar Minuten Pause und Abkühlung liefert die T11 wieder ihre volle Schreibleistung. Auf Nachfrage beim Hersteller versichert man uns, dass dieses Verhalten normal ist und die Platte durch die hohe Temperatur nicht geschädigt werde. Dennoch bleibt bei uns ein ungutes Gefühl zurück.

Empfehlung

Als schneller Speicher zum Transport von Daten und kleineren Datensicherungen eignet sich die T11 von Silicon Power gut. Im Dauerbetrieb sollte man sie jedoch nicht einsetzen, vor allem dann nicht, wenn es auf konstante Schreibraten ankommt, wie beispielsweise beim Audio- oder Videorecording.

Silicon Power T11

Hersteller: Silicon Power
Preis: zirka € 200, CHF 244
Note: 2,8 befriedigend
Leistung (50 %)                                2,2      
Qualität/Ausstattung (20 %)            3,8
Handhabung (15 %)                         1,3
Ergonomie (15 %)                            5,0
Vorzüge: sehr kompakte Abmessungen, geringes Gewicht, einfacher Anschluss, Stromversorgung über Thunderbolt, hohe Transferraten, geräuschlos
Nachteile: wird im Dauerbetrieb extrem heiß und verliert dann deutlich an Schreibleistung
Größe (L x B x H) 74 x 62 x 15 mm; Gewicht 65 g; Anschlüsse 1x Thunderbolt; Garantie 3 Jahre
Alternativen: Elgato Thunderbolt Drive +

0 Kommentare zu diesem Artikel
1942050