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Sorenson Squeeze 5 und Episode Pro 5

24.06.2008 | 13:14 Uhr |

Obwohl Apple mit dem Compressor einen Stapelkomprimierer quasi kostenlos mit Final Cut Studio und Final Cut Server ausliefert, stirbt der Markt der Drittanbieter in diesem Segment nicht aus.

Übersichtlich: Die Oberfläche von Squeeze 5 ist übersichtlich und bietet mit den Voreinstellungen, dem Vorschau- und dem Batch-Fenster alles was man für einen schnellen Überblick braucht.
Vergrößern Übersichtlich: Die Oberfläche von Squeeze 5 ist übersichtlich und bietet mit den Voreinstellungen, dem Vorschau- und dem Batch-Fenster alles was man für einen schnellen Überblick braucht.

Vielmehr kündigen Hersteller wie Sorenson oder Telestream immer neue, schnellere Versionen an, um dem Compressor zumindest in einem Bereich den Rang abzulaufen: Bei den Fremdformaten wie Flash, Windows Media und VC-1. Wir testen Sorenson Squeeze 5 und Episode Pro 5.

Squeeze 5

Formate: Über die neue Suchfunktion von Squeeze 5 lassen sich Formate schnell auffinden (in diesem Fall alle Voreinstellungen für Bluray Discs).
Vergrößern Formate: Über die neue Suchfunktion von Squeeze 5 lassen sich Formate schnell auffinden (in diesem Fall alle Voreinstellungen für Bluray Discs).

Seitens der Bedienungsoberfläche hat sich in Sorenson Squeeze 5 nicht viel geändert: Sie besteht noch immer aus nur einem mehr oder minder übersichtlichen Fenster mit der Eingabe-Auswahl (Import, Watch Folder oder Kamera-Aufnahme), der Zielformat-Auswahl und den Filter-Settings auf der linken Bildschirmseite, sowie den Vorschau- und Jobfenstern auf der rechten Seite. Neu hinzugekommen ist ein Suchfeld, mittels dessen der Anwender nach Formaten oder Stichworten innerhalb der Presets suchen kann, zum Beispiel nach Kunden- und Projektnamen, oder auch nach bestimmten Formaten.

Tiefgang: Wer tiefer in die Einstellungen der einzelnen Codecs vordringen möchte, findet ein mehr oder minder übersichtliches Optionsfenster in Squeeze.
Vergrößern Tiefgang: Wer tiefer in die Einstellungen der einzelnen Codecs vordringen möchte, findet ein mehr oder minder übersichtliches Optionsfenster in Squeeze.

Wer beispielsweise das Kürzel BD in das Suchfeld eingibt, erhält eine umfangreiche Auswahl an Voreinstellungen für das Bluray-Encoding, wobei man sich hier zwischen MPEG-1/2, MPEG-4 und Windows Media entscheiden kann, und zwar für die meisten gängigen HD-Größen und Frameraten. Neu hinzugekommen ist der Microsoft VC-1 Codec (SMPTE 421M) für Bluray, sowie Formate beziehungsweise Voreinstellungen für die Webportale Youtube und Brightcove, sowie das ATSC A52 Format (für Audio Multichannel Encoding bei Bluray-Discs).

Schlank: Einfacher als in Episode kann man die Benutzeroberfläche eines Stapelkomprimierers nicht gestalten. Bestimmte Fenster sind leider nur über Umwege zu erreichen.
Vergrößern Schlank: Einfacher als in Episode kann man die Benutzeroberfläche eines Stapelkomprimierers nicht gestalten. Bestimmte Fenster sind leider nur über Umwege zu erreichen.

In der Version 5 unterstützt Sorenson Squeeze das Encoding mehrerer Filme gleichzeitig, wobei die Anzahl der simultanen Berechnungen von der Anzahl der Prozessorkerne abhängt: Pro Core komprimiert Squeeze gleichzeitig 1,5 Filme. Qualitativ sehr hochwertig zeichnet sich die Version 5 durch die Nutzung des Main Concept H.264 Encoders für Flash 9 aus. Obwohl im Test die Berechnungszeit für einen 15-sekündigen HD-Film bei etwas über drei Minuten liegt, ist die Bildqualität das Warten durchaus wert. Bei einer Dateigröße von etwa 3 MB für 15 Sekunden HD-Video liegt der Flash-Encoder damit auch noch im guten Durchschnitt. Angenehm schnell vollzieht Squeeze auch die Berechnung eines Full-HD Films in das Microsoft VC-1-Format: Für eine 18-sekündige Quelle benötigt Squeeze gerade mal 3,5 Minuten, inklusive dem Audio-Encoding in ATSC A-52. Mit dieser Encoding-Geschwindigkeit ist Squeeze sogar rund 25 Prozent schneller als Episode.

Neben den neuen Formaten und Voreinstellungen hat Sorenson dem Stapel-Encoder auch ein paar neue Filter und Plug-ins spendiert. Für Video finden sich beispielsweise neue Watermarking-, Tönungs- und Scharfzeichnungsfilter, während man für die Audiobearbeitung VST-kompatible Plug-ins einbinden kann. Squeeze verfügt neuerdings auch über so genannte Pre-Processing-Filter, die das Videomaterial zunächst bearbeiten, bevor der eigentliche Komprimierungsprozess startet, was sich in einer deutlichen Qualitätssteigerung bemerkbar macht. Etwas undurchsichtig bleibt leider die Vielzahl der unterschiedlichen Squeeze-Versionen, mit denen man sich zunächst auseinandersetzen muss, bevor man eine Kaufentscheidung trifft.

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