Von Thomas Bergbold - 14.01.2011, 11:38

Test Synology Disk Station DS211j

Disk Station DS211j

Moderne Netzfestplatten werden zu voll ausgestatteten Servern. Neben Basisfunktionen wie File- und Medienserver bringt der DS211j die Unterstützung für Time Machine

Disk Station 211j

Der DS211j von Synology ist ein kleines Ausstattungswunder unter den Netzwerkspeichern. On Board sind: ein Fileserver für FTP, SMB, Webdav und Apples AFP, ein Medienserver für iTunes und DLNA-Kompatible Medienplayer, ein Web-Server mit PHP und MySQL sowie Photo-Blogs, einem Surveillance-Server für bis zu fünf Überwachungskameras oder für Backups die Time Machine-Unterstützung. Und das schöne ist, das man nicht nur mit seinem Mac oder Mediaplayer auf das DS211j zugreifen kann, sondern auch mit dem iPhone, iPod Touch oder Android-Mobiltelefon. Hierfür gibt es spezielle Apps wie DS Audio um die auf dem DS211j gespeicherte Musik abzuspielen oder auch DS photo+ mit dem man Fotos und Videos anzeigen beziehungsweise hochladen kann. Wenn man die DS211j für den Zugriff aus dem Internet konfiguriert, klappt das sogar von Außerhalb.
So viele Funktionen muss man natürlich auch in den Griff bekommen. Hier hat Synology mit dem neuen Betriebssystem DSM3.0, das es auch für ältere DS-Netzwerkspeicher gibt, einige Fortschritte getan. Geblieben ist die einfache Ersteinrichtung mit dem mitgelieferten Synology Assistant. Hierbei wird nicht nur die Festplatte vorbereitet, sondern auch das Betriebssystem überspielt. Die Einstellungen und die Einrichtung von Benutzern, Gruppen und Freigaben erfolgt dann über einen Webbrowser. Der Web-Zugriff wird durch die Unterstützung von Bonjour vereinfacht und die Benutzeroberfläche gefällt durch ausreichende Schnelligkeit, Optik und Übersichtlichkeit. Die Fenster, der personalisierbare Web-Desktop, die Stichwortsuche oder auch die Anwendungen wie der Audioplayer oder der Taskmanager erinnern an ein modernes Betriebssystem. On Top kommt dann auch noch ein Multitasking.
Die Hardware der Einstiegsserie von Synology ist auf der Höhe der Zeit. Zwei USB-Anschlüsse auf der Rückseite und einer an der Vorderseite sind für Datenspeicher oder Postscript-Drucker. Auf der Rückseite ist auch der nur leicht zu hörende Lüfter. Zwei Festplatten der Größen 2,5" oder 3,5" können als schnelles RAID 0, als sicheres RAID 1 oder als Einzellaufwerke und JBOD konfiguriert werden. Vor dem Kauf der Festplatten sollte man auf jeden Fall die Kompatibilitätsliste auf der Homepage ansehen. Strom spart ein einstellbarer Ruhezustand der Festplatte und ein zeitgesteuertes Ein-/Aus-Schalten.
Die Transferrate ist im RAID 0 mit 24,5/69,8MB/s (Schreiben/Lesen) und RAID1 mit 20,6/69,8MB/s (Schreiben/Lesen) gut. Ebenso problemlos funktioniert im Test über mehrere Wochen die Time Machine Funktion. Sichern und Wiederherstellen verläuft ohne Probleme.
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