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Test: TP-Link MR3040

10.07.2013 | 15:12 Uhr |

Mit dem mobilen Router von TP-Link kann man unterwegs sowohl über das Mobilfunknetz als auch über das Festnetz einen Internetzugang herstellen, dank Akku auch ohne Steckdose in der Nähe

Wer unterwegs mit Mac, PC, iPad und iPod Touch ins Internet möchte, hat mit dem mobilen WLAN-Router MR3040 von TP-Link mehrere Optionen. Denn das Gerät kann sich auf vier verschiedene Arten mit dem Internet verbinden und die Verbindung dann über ein eingebautes WLAN zur Verfügung stellen. So lässt sich der Router per Ethernet-Kabel mit einem lokalen Netz verbinden und verwendet dann den dort verfügbaren Internetzugang. Oder man schließt den Router direkt an ein DSL- oder Kabelmodem über Ethernet an. Die dritte Möglichkeit besteht darin, einen Surf-Stick an den USB-Steckplatz des Routers anzuschließen und dann das Mobilfunknetz zu nutzen. Und viertens kann sich der Router als Client mit einem anderen WLAN verbinden.

Konfiguration

Eingerichtet wird der Router per Browser. Das geht sowohl über den Anschluss per Ethernet an einen Mac oder per WLAN, und ist auch vom iPad aus möglich. Beim iPhone oder iPod Touch ist es wegen der kleinen Bedienelemente kein Vergnügen. Im ersten Schritt wählt man aus, welchen Modus man verwenden möchte und nimmt anschließend die dazu entsprechenden Einstellungen vor. Das geht entweder mit der Assistentenfunktion (Quick Setup) oder man wählt die Einstellungsseiten über die Liste am linken Rand der Bedienoberfläche aus. Die verfügbaren Optionen sind zahlreich, was Anwender ohne Vorkenntnisse vor das eine oder andere Rätsel stellen dürfte. Es gibt zwar ausführliche Hilfetexte, diese sind aber ebenso wie die Bedienoberfläche nur in Englisch verfügbar. Ein Handbuch kann man sich auf der Webseite von TP-Link besorgen, die mitgelieferte CD ist nur im Miniformat und darum auf einem Mac, sollte dieser überhaupt noch ein CD-Laufwerk besitzen, nicht verwendbar.

Da das WLAN, das im Frequenzband mit 2,4 GHz nach dem Standard 802.11b/g/n mit maximal 150 Mbit/s funkt, nicht ab Werk verschlüsselt ist, muss man dies unbedingt selbst tun, um nicht ungebetene Gäste auf dem Router zu haben, und wählt am besten den sichersten Standard WPA2 , der wie die älteren Varianten WPA und WEP unterstützt wird. Ebenfalls sollte man daran denken, das Standardpasswort für den Gerätezugang zu ändern. Da wir im Test zwischen den verschiedenen Verbindungsmodi wechseln, setzen wir den Router jeweils über die Reset-Taste zurück. Dadurch vermeidet man, mit falschen Einstellungen zu beginnen.

Testergebnisse

Im Test verbinden wir den Router per Ethernetkabel mit einer Airport-Basisstation, die für das lokale Netz den Internetzugang herstellt, sowie direkt mit einem DSL-Modem. In beiden Fällen steht der Internetzugang nach der Einrichtung sofort zur Verfügung. Während beim Zugriff auf das Internet nichts zu bemängeln ist und der Zugang (ca. 10 Mbit/s) genauso schnell funktioniert wie beim Zugriff direkt über die Airport-Station, ist die Datenübertragung von einem Mac zum anderen über den TP-Link-Router mit drei Megabyte pro Minute ausgesprochen langsam. Für den Test mit dem Mobilfunknetz verwenden wir einen Surfstick von Congstar . Dieser wird vom Router nach etwas Wartezeit erkannt und die Verbindung wird hergestellt. Mit einem älteren Surfstick der Telekom haben wir dagegen keinen Erfolg. Man kann also nicht davon ausgehen, dass jeder Surfstick am Router funktioniert.

Eine aktuellere Ausgabe des Routers mit der Bezeichnung „V2“ kann laut Hersteller auch mit LTE-Sticks verwendet werden, er ist an einem zusätzlichen Modus-Schalter zu erkennen. Ganz problemlos funktioniert die Mobilfunkverbindung aber nicht, denn während ein Mac und ein iPad auf das Internet zugreifen, bricht plötzlich die Verbindung ab und der Router meldet, dass der Stick abgezogen worden sei. Nach einer erneuten Verbindungsaufnahme tritt der Fehler aber nicht mehr auf. Surfen sowie Live-Fernsehen über den Browser sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPad klappt ohne spürbare Verzögerung. Gar keinen Erfolg haben wir jedoch mit der Option, den Router als Client mit einem anderen WLAN zu verbinden. Unsere Airport-Extreme-Station wird zwar erkannt, aber auch nach mehrfacher (korrekter) Eingabe des Passworts kommt keine Verbindung zu Stande.

Insgesamt hält der kleine Router mit einer Akkuladung (2000 mAh) im Test fünf Stunden und sieben Minuten durch, ein durchaus passabler Wert. Aufgeladen wird der Akku entweder über das mitgelieferte USB-Ladegerät oder durch den Anschluss an den USB-Port eines Mac oder PC.

Kaufempfehlung & Fazit

Wer für unterwegs eine möglichst flexible Lösung benötigt, um mit mehreren Geräten eine Verbindung zum Internet herzustellen, bekommt mit dem MR3040 eine preisgünstige und praktikable Lösung. Man sollte aber unbedingt ausprobieren, ob der eigene Surf-Stick mit dem Gerät funktioniert. Wer auf diese Flexibilität nicht angewiesen ist und nur einen Mobilfunkzugang benötigt, ist mit einem WLAN-Router mit eingebautem Mobilfunkmodem besser bedient.

TP-Link MR3040

Hersteller: TP-Link

Preis: € 41, CHF 51

Note: 2,4 gut

Leistung (40%)    3,0

Ausstattung (20%)    1,5

Handhabung (20%)    2,5   

Ergonomie (20%)    2,0   

Vorzüge: Gute Akku-Laufzeit, flexible Anschlussmöglichkeiten

Nachteile: WLAN ab Werk nicht verschlüsselt, Verbindung als Client zu anderem WLAN funktioniert im Test nicht

Technische Angaben: Maße (L x B x H) 100 x 62 x 16 mm, Gewicht inklusive Akku 94 g; Anschlüsse: 1x Fast Ethernet (WAN/LAN), 1x USB 2.0 für 3G-Modem, 1x Mico-USB als Stromanschluss

Alternative: Edimax 3G-6218n

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