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Test: Texte schreiben mit Nisus Writer Pro 2.1

02.04.2015 | 14:31 Uhr |

Die bewährte Textverarbeitung ist vor allem für Wissenschaftler und Autoren eine interessante Alternative zu Microsoft Word und Konsorten.

Neben Microsoft Word und Apple Pages gibt es auf dem Mac einige weniger bekannte Textverarbeitungen, eine der ältesten davon ist Nisus Writer . Die aktuelle Version 2.1 unterstützt erstmals Apple Sandbox , Versionsverwaltung und iCloud - allerdings gibt es iCloud-Unterstützung nur unter OS X 10.10 oder in der Nisus-Writer-Version im App Store .

Gut für wissenschaftliche Arbeiten geeignet

Die Stärke von Nisus Writer Pro ist die Unterstützung so gut wie aller fortgeschrittenen Funktionen für längere Texte und wissenschaftliche Arbeiten. So beherrscht Nisus Writer unter anderem das Verfolgen von Änderungen, die Einbindung von Kommentaren und unterstützt die Literaturverwaltung Endnote . Sehr umfangreich sind die Formatierungsoptionen, so kann man beispielsweise das Aussehen der Fußnoten genau vorgeben. Eine Vorschaufunktion zeigt bei der Nutzung von Formatierungsstilen das spätere Aussehen, eine Navigatorleiste auf der linken Seite sorgt für Übersicht in langen Dokumenten.

Nisus Writer eignet sich für wissenschaftliche Arbeiten und bietet umfangreiche Funktionen, die man für den normalen Büro-Alltag nicht braucht.
Vergrößern Nisus Writer eignet sich für wissenschaftliche Arbeiten und bietet umfangreiche Funktionen, die man für den normalen Büro-Alltag nicht braucht.

Die Bedienung

Der schnelle Zugriff auf Funktionen erfolgt über eine Werkzeugpalette am rechten Programmrand. Text-Tabellen werden unterstützt, ebenso Textkästen, Grafiken und die Einbindung von Bilddateien. Gliederungsfunktionen stehen zur Verfügung, ebenso kann man Inhaltsverzeichnisse und Register erstellen. Die Suchfunktion unterstützt zudem reguläre Ausdrücke. Frühere Versionen unterstützten außerdem Apple Script , dies musste für die Sandbox-Unterstützung leider eingeschränkt werden. Ein umfangreicher Thesaurus ist zwar integriert, dieser beherrscht aber nur die englische Sprache. Auf eine Grammatik-Prüfung muss man ebenfalls verzichten, dafür bietet das Tool gute Analysefunktionen und eine komfortable Auto-Korrektur. Mit Papyrus Autor kann das Tool in diesen Bereichen nicht mithalten. Gut: ODT und Word-Dokumente importiert Nisus wahlweise mit dem Konverter von Libre Office oder dem Konverter von OS X, ein Export ist als Word-Dokument und ePub möglich. Intern nutzt Nisus das RTF-Format , was beim Datenaustausch mit Word-Nutzern bei komplexen Dokumenten zu Problemen führen kann.

Makro-Funktion mit Fehlern

Eine Besonderheit ist eine eigene Makro-Sprache. Doch leider weist die Makro-Funktion selbst in der aktuellen Betaversion 2.1.1 noch Fehler auf. So produziert in unserem Test schon die Nutzung der mitgelieferten Makros Fehlermeldungen, möglicherweise ein Problem der deutschsprachigen Version. Mit Nisus Writer Express gibt es zwar eine funktionsreduzierte Version, diese ist aber mit einem Preis von 50 Euro kaum preiswerter. Hinweis: Die Version im App Store war bei Redaktionsschluss noch auf dem Stand der Vorversion.

Empfehlung Nisus Writer Pro

Der Nisus Writer ist eine der funktionsreichsten Textverarbeitungen auf dem Mac und eine interessante Alternative zu Word und Pages. Benötigt wird der gebotene Funktionsumfang aber wohl nur von wenigen Nutzern und für die meisten Büroanwender ist ein Komplettpaket wie iWork und Office sinnvoller. Ärgerlich ist außerdem die fehlerhafte  Makro-Funktion, die der Hersteller zusammen mit weiteren kleinen Fehlern schnell in Ordnung bringen sollte.

Nisus Writer Pro

Nisus, www.nisus.com

Preis: € 80, CHF 84

Leistung (50%)   2,0

Ausstattung (30%)  1,8

Bedienung (10%)    2,0

Dokumentation (10%)    2,0

Vorzüge: Viele Funktionen, gute Konfigurierbarkeit

Nachteile: Mängel bei der Makro-Funktion, nur Texttabellen, kein deutschre Thesaurus und keine Grammatikprüfung

Ab Mac OS X 10.7

Alternativen: Microsoft Word , Apple Pages , Papyrus Autor

1,9 Note: gut

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