1000301

Das iPhone 3G im Vergleichstest

18.08.2008 | 15:06 Uhr |

Alle reden vom iPhone 3G und seinen Stärken. Wie sich diese Vorteile im Vergleich zu angeblichen iPhone-Killern machen, klären wir in einem Praxistest.

Um kein Handy der Welt existiert ein derartiger Hype wie um Apples zweites Mobiltelefon, das iPhone 3G. Tageszeitungen widmen dem Gerät ganze Seiten, Nachrichtensender kündigen im Ticker den Verkaufsstart an und Menschen stehen Schlange. Eine Million iPhones weltweit veräußert Apple angeblich bereits am ersten Wochenende.

Aber erfüllt das iPhone 3G die hohen Erwartungen? Hat es dank Neuerungen wie Navigation per GPS oder Surfen in UMTS-Geschwindigkeit die Nase vorn? Um das herauszufinden, lassen wir Apples Kult-Handy gegen zwei Konkurrenten antreten, Samsungs SGH-F700V (Qbowl) und Nokias N95 8GB. Wir vergleichen Bedienungsfreundlichkeit, Datenaustausch, Surfen, Nachrichten, GPS, Musik, Bilder, Videos und Zubehör.

Bedienung

Elegant die Urlaubsbilder mit dem Zeigefinger zur Seite wischen, beim Surfen per Scherenbewegung mit Daumen und Zeigefinger die Webseite vergrößern oder verkleinern und per simpler Berührung durch die Menüs navigieren, das iPhone war und ist der König der intuitiven Bedienung. Sogar an das Scrollen von Kästen auf Webseiten (wie die Textbox bei einem Kommentar) hat Apple gedacht. Hier nutzt man zwei Finger, um nur den Kasteninhalt statt der ganzen Webseite nach oben zu schieben. Kritik müssen sich die iPhone-Entwickler aber bei der Größe der virtuellen Tasten anhören. Die Buchstaben der digitalen Tastatur sind zu klein. Wer dickere Finger hat, trifft oft den falschen Buchstaben. Dazu aber ein Tipp: Buchstaben länger gedrückt halten und den Finger solange verschieben, bis der gewünschte Buchstabe auftaucht. Das iPhone registriert den Tastendruck erst, wenn man den Finger wieder hebt.

Das Qbowl verfügt ebenfalls über eine berührungsempfindliche Bedienungsoberfläche. Allerdings oft nur in der Theorie. Bereits die Bestätigung der PIN funktioniert in unserem Test nur sporadisch, auch das Scrollen gehorcht selten den Wünschen des Nutzers. Gut beim Qbowl hingegen ist die vibrierende Rückmeldung, wenn ein Menüpunkt ausgewählt wurde. Auch gut: Wie das iPhone kann das Qbowl von der hochkantigen zur querformatigen Ansicht wechseln. Während man das iPhone einfach um 90 Grad dreht, müssen Qbowl-Besitzer die QWERTZ-Tastatur an der Seite ausfahren. Diese verfügt über ausreichend große Tas-ten, auch der Abstand zwischen ihnen reicht, um nicht aus Versehen zwei Buchstaben auf einmal zu drücken.

Das Nokia N95 8GB kann man nicht per Berühren des Bildschirms bedienen. Stattdessen befinden sich Knöpfe unter dem Display und eine Nummerntastatur wird nach vorne ausgefahren. Das ist nicht neu, aber funktional. Pfiffig: Schiebt man den unteren Teil des Handys nach oben, erscheint über dem Bildschirm die Steuerung für die Musik.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1000301