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USB-Camcorder am Mac

04.02.2011 | 11:07 Uhr |

Vorbei sind die Zeiten, als Camcorder nicht nur groß, sondern auch schwer und kompliziert zu bedienen waren. Mit den "Flipcams" - kompakten USB-Camcordern - ist filmen und schneiden nicht schwerer als das Knipsen mit einer Kompaktkamera.

Die Cisco-Software Flipshare bietet einfachen Videoschnitt sowie Funktionen zum Teilen der Clips und den Versand als E-Mail ohne Anhang.
Vergrößern Die Cisco-Software Flipshare bietet einfachen Videoschnitt sowie Funktionen zum Teilen der Clips und den Versand als E-Mail ohne Anhang.

Das Zusammenspiel zwischen Computer und den neuen "Flip-Camcordern" begeistert schnell: Digitale Videos filmt man mit einer (fast) selbst erklärenden Kamera, die Bearbeitung in iMovie kann man an einem Nachmittag erlernen. Mehrere Hersteller bieten die Geräte zu Listenpreisen zwischen 150 bis 250 Euro an. Sie zeichnen Videos hochauflösend auf, die auch auf einem HD-Fernseher eine gute Figur machen. Der nötige HDMI-Anschluss ist in Kameras dieser Klasse eingebaut.

Am Anfang steht Cisco Flip

Die Camcorder der Flip-Reihe von Cisco gelten als die ersten Vertreter der ultraleichten USB-Videokameras und gaben der gesamten Geräteklasse den Namen. Das erste Modell, "Pure Digital Point & Shoot", kam bereits Mitte 2006 auf den Markt. Pure Digital wurde im März 2009 von Cisco übernommen. Die aktuellen Modellreihen Ultra HD und die etwas kleinere Mino HD zeichnen im Format MP4 (komprimiert als H.264 ) auf, mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel (720 p) und 50 Bildern pro Sekunde. Die Kameras arbeiten mit einem 1,6 Megapixel CMOS-Sensor, der schwache Lichtverhältnisse erkennt und über eine hohe Empfindlichkeit verfügt. Das Fixfokus-Objektiv erlaubt nur zweifaches Digitalzoom, die eingebaute Bildstabilisierung ist permanent aktiv. Gespeichert wird auf einem internen Flash-Speicherchip. Prägendes Merkmal aller Geräte ist der seitlich ausklappbare USB-Anschluss, mit dem man die Video-Clips direkt auf den Computer überspielen kann (gleichzeitig lädt man darüber auch den Akku). Das getestete Modell Flip Ultra HD verfügte über acht Gbyte nicht erweiterbaren Speicher. Alternativ zum Lithium-Ionen-Akku kann es auch mit drei Batterien ("AAA" oder "Micro") betrieben werden. Das 320 x 240 Pixel große LCD dient als Sucher sowie zum Sichten der Clips.

Die Bedienung ist denkbar einfach: Nach dem Anschalten ist das Gerät binnen vier Sekunden aufnahmebereit, aufgezeichnet wird mit dem großen roten Knopf in der Mitte, gezoomt mit dem Steuerkreuz, zum Abspielen gibt es einen Play-Knopf. Damit man die Clips am Computer bearbeiten, archivieren und teilen kann, bietet Cisco die kostenlose Software Flipshare für Mac-OS X 10.5 und 10.6 im Internet zum Download an.

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