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Digieffects Simulate:Camera

06.05.2009 | 13:51 Uhr |

Ein weiterer Verschlimmbesserer: Die After Effects Plug-ins Simulate:Camera verändern eigentlich gute Filmaufnahmen in überbelichteten, verwackelten oder verdreckten Murks. Aber cool sieht‘s aus...

iDigieffetcs Simulate:Camera
Vergrößern iDigieffetcs Simulate:Camera
Die Einstellungen der Archive-Filters sind vielfältig und greifen bis hinunter zu den winzigsten Werten wie Kratzer-Tiefe, Staubfärbung und Verwacklungsgrad.
Vergrößern Die Einstellungen der Archive-Filters sind vielfältig und greifen bis hinunter zu den winzigsten Werten wie Kratzer-Tiefe, Staubfärbung und Verwacklungsgrad.

Mit Camera liefert der Plug-in Spezialist Digieffects eine weitere Sammlung der Simulate-Serie aus, die, ähnlich dem Damage-Set, gute und stabile Videoclips aussehen lassen, als lägen sie seit Jahrzehnten im feuchten Keller oder seien vom dreijährigen Sohnemann während eines Meteoriteneinschlags gefilmt.

Mittels OverExpose-Filter kann der Anwender ein Bild nachträglich überbelichten und dabei sowohl Färbungen als auch Helligkeit und Bloom-Effekte generieren (Original-Bild unten rechts).
Vergrößern Mittels OverExpose-Filter kann der Anwender ein Bild nachträglich überbelichten und dabei sowohl Färbungen als auch Helligkeit und Bloom-Effekte generieren (Original-Bild unten rechts).

Die Sammlung besteht aus den drei Effekten: Archive, Destabilize und OverExpose. Archive simuliert hierbei altes Filmmaterial und fügt dem Bild neben einer Vignette auch Staub, Kratzer sowie sonstige Verunreinigungen zu und färbt es sepia-mäßig ein. Ein zeitlich gut abgestimmter Jitter sorgt dafür, dass das Bild ab und an mal aus dem Rahmen zappelt. Unter den Filter-Einstellungen findet sich Optionen für jeden einzelnen Wert, so dass der Anwender die Farbe, das Gamma und die Körnungs-Färbung wählen kann, Anzahl und Farbe der Staubkörnchen, Timing des Jitters sowie die Anzahl und Tiefe der durchlaufenden Kratzer.

Der Archive-Filter simuliert altes Filmmaterial mit Vignette, Färbung, Staub, Körnung, Kratzer und Jitter (Original-Bild unten rechts).
Vergrößern Der Archive-Filter simuliert altes Filmmaterial mit Vignette, Färbung, Staub, Körnung, Kratzer und Jitter (Original-Bild unten rechts).

Der Effekt Destabilize verwackelt das Bild als wäre es aus der freien Hand gefilmt. Auch hier sorgen wieder unglaublich viele Einstellungsmöglichkeiten für eine Gestaltung nach eigenen Gusto. Neben der einfachen Verwackelung stehen Option für die Bewegung der RGB-Kanäle, der Erschütterung und des Zooms zur Verfügung, wenn man nicht nur über die X/Y-Achse schlingern möchte.

Schlussendlich liefert Digieffects auch den OverExpose-Effekt mit, der das Bild auf recht komplizierte Art überbelichtet. Nicht nur dass Helligkeit und Gamma hochgezogen sind, der Anwender findet auch einen frei definierbaren Bloom-Effekt sowie diverse Färbungs- und Intensitätskontrollen.

Empfehlung

Für 99 Dollar erhält man ein wirklich brauchbares Paket, wenn es darum geht, steife und häufig viel zu kontrastreiche digitale Aufnahmen künstlich zu verschlechtern und damit ein bisschen lebendiger zu gestalten. Hierbei braucht man natürlich nicht alle Optionen der Verschlechterung voll auszureizen; häufig hilft schon ein wenig Korn hier und etwas Überbelichtung dort. Alle Filter der Sammlung rendern qualitativ hochwertig und auf einem aktuellen Mac Pro fast in Echtzeit. Andreas Zerr

Feedback: Chris Moeller

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