1176982

Compressor 4

05.08.2011 | 16:37 Uhr |

Apples Compressor wurde um eine halbe Versionsnummer herauf gestuft und ist wie Motion 5 als Einzelprodukt verfügbar. Die Neuerungen der Version 4 sind allerdings wenig bemerkenswert.

Compressor 4
Vergrößern Compressor 4

Als Stapelkomprimierer im Final Cut Studio-Paket erfreute sich Compressor gerade im Bereich der Apple-eigenen Codecs wie ProRes oder MPEG-4 großer Beliebtheit. Wie alle anderen neuen Video-Programme von Apple greift Compressor jetzt auf die 64-Bit Architektur zurück und nutzt alle Prozessoren auch ohne die vorherige Definition eines internen Clusters optimal aus.

Auch die Verteilung von Encoding-Aufträgen auf mehrere Rechner ist einfacher geworden, da Cluster ohne den Master zusammengestellt werden können. Ist Compressor auf mehreren Rechnern installiert, wählt der Anwender die Einstellungen aus und definiert über den Rechnernamen und die IP-Adresse einfach alle anderen Macs, die in den Cluster-Verbund aufgenommen werden sollen.

Neben den bereits bekannten Formaten der älteren Versionen unterstützt Compressor 4 auch das so genannte HTTP Live Streaming zum Upload und der direkten Wiedergabe von Filmen auf Webseiten. Außerdem hat Apple die Voreinstellungen im Bereich MPEG-4 für einige Geräte und Streamings erweitert. Bestimmte Voreinstellungen für iPod, iPhone oder iPad hingegen sind aus den Job-Settings weggefallen, diese finden sich nur noch in reduzierter Form im Einstellungs-Bereich. Leider weniger vorteilhaft für langjährige Anwender ist, dass Compressor 4 keine benutzerdefinierten Settings der Vorversionen übernimmt. Wer also viele Kunden-, Format- oder Ziel-spezifischen Einstellungen definiert hat, muss diese erneut manuell festlegen.

Das Zusammenspiel mit Final Cut Pro X funktioniert hervorragend. Entweder man sendet ein Projekt in bekannter Manier, um dieses in Compressor zu öffnen und mit Einstellungen und Zielen zu definieren, oder man exportiert einen Film direkt aus Final Cut Pro X heraus, wo alle Compressor-Voreinstellungen zur Verfügung stehen.

Kaufempfehlung & Fazit

Compressor 4 ist auch als Einzelprodukt ein sehr brauchbares, in der Anwendung recht einfaches Programm für Anwender, die häufig Videos komprimieren müssen. Geschwindigkeit und Qualität sind gut, die Einstellungen für Web- und Disc-basierte Formate umfangreich, und auch die Zusammenarbeit mit Final Cut Pro X ist beispielhaft. Andreas Zerr

0 Kommentare zu diesem Artikel
1176982