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Test: Videos abspielen mit Playr 1.1

13.01.2015 | 08:46 Uhr |

Kostenpflichtiger Videoplayer mit umfangreicher Format-Unterstützung und Suchfunktion für Untertitel.

Die beiden Videoplayer VLC und Apples vorinstallierter Quicktimeplayer sind wohl die meistverwendeten Abspielprogramme auf dem Mac. Eine App wie der Videoplayer Playr muss da schon einige Sonderfunktionen bieten - noch dazu, wenn sie kostenpflichtig ist. Die aus Schweden stammende App Playr verspricht besonders niedrige Systemlast und besonders gute Unterstützung von Untertiteln. Dank ffmpeg als Grundlage kann der Player außerdem so gut wie alle Videoformate abspielen - inklusive H.265. Niedrige Systemlast erreicht der Player durch Hardware-Unterstütung, bei kompatiblen H.264-Videos beansprucht das Programm die CPU deutlich weniger als der Player VLC.

Die Hardwareunterstützung funktioniert allerdings nur beim Format H.264 und bei diesem Format ist der Quicktimeplayer noch sparsamer: Während VLC beim Abspielen eines Test-Videos 20 Prozent CPU-Last erzeugt, benötigt Playr beim gleichen Video zwar nur 14 Prozent, Apples Player aber gerade einmal 4 Prozent. Einen gemischten Eindruck hinterlässt die Unterstützung für Untertitel. Mehrere Formate werden unterstützt, das Tool kann bei jedem Videostart automatisch nach einer dem Video beiliegenden Untertiteldatei im gleichen Ordner suchen. Zusätzlich ist eine Suchfunktion integriert, die den Webdienst OpenSubtitles.Org nach Untertiteln durchsucht und automatisch einblendet. Anpassungen kann man dabei aber nicht vornehmen, die Untertitel müssen exakt zu der Videodatei passen. Für TV-Aufnahmen sind diese Untertitel deshalb meist nicht geeignet, die Titel in Online-Datenbanken orientieren sich eher an DVDs. Einige Bildeinstellungen wie Helligkeit und Sättigung kann man anpassen, mehrere Tonspuren werden unterstützt. Eine IMDB-Suchanfrage zu Filminformationen ist ebenfalls möglich. Insgesamt ist der Funktionsumfang aber mäßig. So gibt es keine Abspiellisten und auch das Bildformat kann man nicht ändern. Das kostenlose VLC bleibt deshalb für die meisten Anwender die bessere Empfehlung.

Empfehlung Playr

Playr ist kein schlechtes Programm, gegenüber seinen kostenlosen Konkurrenten bietet das Tool allerdings wenig Vorteile. Bei H.264-Videos schont der Quicktimeplayer CPU und Akku noch mehr, mit dem Funktionsumfang des VLC-Players kann Playr ebenfalls nicht mithalten.

Playr

Preis: Euro 4,49

Note: 2,1 gut

Leistung (50%)   1,9

Ausstattung (30%)   2,4

Bedienung (10%)    2,0

Dokumentation (10%)    2,0

Vorzüge: Gute Format-Unterstützung, Untertitel-Unterstützung

Nachteile: Wenig Funktionen

Alternativen: Quicktime Player, VLC

Ab OS X 10.9

Bitfield

www.bitfield.se

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