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Test: Videos konvertieren mit iFFmpeg 3.7

04.06.2013 | 10:59 Uhr |

Funktionsreicher Video-Encoder für Anspruchsvolle, der auf ffmpeg basiert und viele Formate unterstützt

Für das Umwandeln von Videodateien hat Apple mit Compressor eine relativ günstige Lösung für Video-Profis im Angebot, die aber nur wenig Formate unterstützt. Eine interessante Alternative für Heimanwender ist die Software iFFmpeg, die auf dem Open-Source-Videoprojekt ffmepg basiert. Das Tool ist im Prinzip nur eine einfach bedienbare Oberfläche für das per Kommandozeile nutzbare ffmpeg, das man aus Lizenzgründen separat herunterladen und installieren muss. Das Stapelbearbeitung unterstützende Programm macht dabei über 250 Funktionen von ffmpeg verfügbar. Der hochwertige Encoder x264 garantiert bei der Erstellung von MP4-Dateien gute Bildqualität und schnelle Konvertierungen. So gut wie jedes Videoformat wird unterstützt, als Zielformat stehen neben Standards

wie MP4, DV und VP8 auch Profi-Formate wie Pro Res und DNxHD (Avid Nitris) zur Verfügung. Letztere Formate sollte man aber mit Vorsicht verwenden. So treten laut Avid-Forum bei DNxHD-Exporten offenbar Farbveränderungen auf, beim Pro-Res-Format laut Nutzerforen Gamma Shift. Schnelle auswählbare Presets für iOS-Geräte, Konsolen und Apple TV sind vorinstalliert, das Erstellen eigener Profile ist möglich. Sogar brennbare DVD-Dateien kann die Software erstellen und mehrere Videos zusammenfügen. Eine direkte Umwandlung von DVD-Ordnern oder AVDHD-Ordnern ist allerdings nicht möglich, kopiergeschütztes Material wird nicht unterstützt. Zusätzlich zu den Konvertierungsfunktionen stehen einige einfachere Bearbeitungsfunktionen zur Verfügung. So ist das Beschneiden eines Videos möglich, man kann Wasserzeichen und Timecodes ergänzen. Untertitel unterstützt die Software ebenfalls, man kann gezielt die Tonspuren eines Videos umwandeln und normalisieren. Für Einsteiger ist iFFmpeg trotz Presets aber zu komplex, empfehlenswert ist es eher für erfahrene Heimanwender. Die Erläuterungen sind spärlich und für die Nutzung der komplexeren Optionen ist viel Vorwissen erforderlich. Bereits die vereinfachte Übersicht setzt viel Vorwissen voraus. Die laufend an ffmpeg angepasste Software bietet in der aktuellen Version einige neue Optionen für Pro-Res-Exporte und unterstützt H.264-Profile wie High 10, High 422 und High 444.

Empfehlung: iFFmpeg

iFFmpeg bietet einen großen Funktionsumfang und kann als Konverter für Spezialformate überzeugen. Die Zielgruppe ist aber recht klein: Interessant ist iFFmpeg vor allem für erfahrene Privatanwender, weniger für Einsteiger und Video-Profis. Um Videos mit iPhone und iPad kompatibel machen, ist iFFmpeg zu komplex, die Unterstützung von Profi-Formaten dagegen zu unausgereift und lizenzrechtlich problematisch.

iFFmpeg

Preis: € 15
Note: 2,3 gut
Leistung: (50 %)   2,0
Ausstattung: (30 %)   2,0
Bedienung: (10 %)    2,5
Dokumentation: (10 %)    4,0
Vorzüge: Unterstützt viele Formate, gute Bildqualität
Nachteile: Einige Exportformate problematisch, komplexe Oberfläche, wenig Erläuterungen
Alternative: Miro Converter, Turbo 264, Episode, Adobe Media Encoder
Ab OS X 10.6
OS X Soft
www.iffmpeg.com

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