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Final Cut Pro 7

18.08.2009 | 10:54 Uhr |

Etwas später als erwartet bringt Apple eine neue Version von Final Cut Studio. Enthalten sind neben Final Cut Pro 7 auch neue Releases von Motion, Soundtrack Pro und Compressor. Diesmal widmen wir uns zunächst den Neuerungen von Final Cut Pro.

Final Cut Pro 7
Vergrößern Final Cut Pro 7

Zu den spektakulärsten der eigentlich eher unspektakulären Neuerungen von Final Cut Pro 7 gehört eine erweitere Pro-Res-Codec-Familie. Gab es vorher nur die beiden Varianten "normal" mit etwa 145 Mbit/s und "HQ" mit zirka 220 Mbit/s Datenrate (immer bei 1920 mal 1080i und 29,97 fps), hat Apple den Codec nun um drei weitere Qualitätsstufen erweitert.

"Pro Res LT "liefert rund 100 Mbit/s und ist damit vor allem für den News- und Doku-Schnitt geeignet, wo es weniger auf brillante HD-Bildqualität ankommt, da meist nur in Standard-PAL gesendet wird. "Pro Res Proxy" mit 45 Mbit/s ist ein neues Offline-Format, das speziell geschaffen wurde, um einen Vorschnitt in geringer Qualität für mobile Anwendungen zu erhalten. Mit "Pro Res 4444" erweitert Apple die Codec-Familie nach oben, so dass High-End-Anwender nicht nur mit einer Sampling-Rate von 4:4:4 arbeiten können, sondern auch einen Alpha-Kanal für Transparenzen bekommen. Dieser Codec eignet sich vor allem für die Arbeit mit der im Profibereich bekannten RED-Kamera, und für hochwertige Compositings aus Motion oder After Effects.

Die Pro-Res-Codec sind auch aus anderen Programmen heraus nutzbar, sofern diese Renderings in Quicktime erlauben. Das Encoding kann allerdings nur auf einem Mac erfolgen. Decoder gibt es hingegen auch für Windows.

Weiterhin hat Apple im Codec-Bereich die Unterstützung von AVC-Intra verbessert, so dass Anwender Material direkt importieren können. Auch das Transfer-Werkzeug wurde optimiert. Man überträgt Videomaterial bereits beim Mounten des Mediums, ohne es vorher loggen oder auswählen zu müssen.

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