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Final Cut Pro X

01.07.2011 | 10:22 Uhr |

Apple hat mit Final Cut Pro X seine Videoschnittsoftware quasi neu erfunden und damit viele Anwender von Final Cut Pro vor den Kopf gestoßen. Dabei ist Final Cut Pro X eigentlich ein wirklich gutes Schnittprogramm, wie unser Test zeigt.

Final Cut Pro X
Vergrößern Final Cut Pro X
© Apple

"iMovie-On-Steroids", "iMovie Pro" und "Final Cut Home Edition" sind nur einige der Verballhornungen, die man in einschlägigen Blogs und Foren nachlesen kann, denn Apples Final Cut Pro X ist alles, nur nicht für die professionelle Film- und Fernsehproduktion zu gebrauchen. Zu viele Funktionen fehlen, zu wenige Möglichkeiten der Projektorganisation stehen zur Verfügung. Doch wie sieht die neue Fassung wirklich im Vergleich zu Final Cut Pro 7 aus?

Der ehemalige Browser ist der von iMovie bekannten Ereignis-Mediathek zum Opfer gefallen, die Clips erscheinen nur noch als Filmstreifen, Viewer und Canvas sind einem einzigen Vorschaufenster gewichen, und die Timeline besteht jetzt aus "Handlungen". Material lässt sich auch nicht mehr von Band einspielen (es fehlt das "Loggen- und Aufnehmen"), sondern nur noch von bandlosen Kameras oder als Dateien importieren.

Die Benutzeroberfläche von Final Cut Pro X ist komplett neu gestaltet und erinnert stark an iMovie.
Vergrößern Die Benutzeroberfläche von Final Cut Pro X ist komplett neu gestaltet und erinnert stark an iMovie.

Im Gegenzug unterstützt Final Cut Pro X neue, beliebte Formate wie AVCHD oder Material von Spiegelreflexkameras (DSLR) in H.264 nativ. Weggefallen ist jedoch das RED-Format, welches vor allem in der Kino- und Werbeproduktionen häufig eingesetzt wird.

Man kann Projekte nicht mehr frei auf der Festplatte anlegen, sondern bestimmt bereits beim Import ein neues "Final Cut Pro Event" wo sowohl die Medien als auch eine "CurrentVersion" abgelegt wird. Diese wiederum stehen (bis zum Löschen) in der Mediathek zur Verfügung.

Ähnlich wie bei iMovie lassen sich importiere Clips analysieren und automatisch nach der Anzahl der Personen oder der Art der Einstellung (eine Person, eine Gruppe, Nahaufnahme, Totale) sortieren. Das klappt im Test erstaunlich gut. Außerdem kann man mehrere ähnliche Einstellungen zu "Alternativen" zusammenfassen und später in der Timeline entscheiden, welchen Clip man nutzen will.

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