Test: Virtualisierungen
Fusion 3 gegen Parallels 5 im Test
Mit Parallels 5 und Fusion 3 sollen die beiden großen Rivalen der Virtualisierung jetzt Windows 7 und Mac-OS 10.6 Snow Leopard unterstützen. Wir vergleichen Geschwindigkeit und Handhabung.
Da immer mehr Mac-Nutzer als Umsteiger aus dem Windows-Bereich kommen,benötigen sie im Berufsalltag auch Software, die unter Mac-OS nicht funktioniert. Mit Hilfe von Boot Camp können diese speziellen Windows-Anwendungen auf der Apple-Hardware ausgeführt werden. Allerdings muss dann vor dem Start des Rechners die Entscheidung für Mac-OS X oder Windows fallen. Mit Hilfe von Parallels oder Vmware Fusion lassen sich virtuelle PCs unter Mac-OS X im Fenster darstellen.
Installation
Die Installation ist bei beiden Programmen simpel gelöst. Nach dem wenige Minuten dauernden Setup wird die Installations-DVD, -CD oder ein Disk-Image von Windows oder einem anderen Betriebssystem, etwa einer Linux-Distribution benötigt. Alternativ dazu können beide Systeme das Betriebssystem auch aus einer Boot-Camp-Partition oder einer früheren virtuellen Maschine gewinnen. Darüber hinaus kann Parallels die Vmware-Images und Fusion von Parallels importieren, wodurch der Wechsel jederzeit und ohne Verluste der Installationsdaten und Systemeinstellungen möglich ist. Im Test funktioniert diese Variante jedoch nur teilweise. So werden ehemals freigegebene Ordner bei Parallels in der importierten Vmware-Variante nicht mehr gefunden. Für die nachträglich praxisorientierte Arbeit ist also Handarbeit nötig.
fusion01
Flotter Neubeginn: Mit einem ISO-Image der Installations-DVD ist Windows bei Fusion schnell installiert
Flotter Neubeginn: Mit einem ISO-Image der Installations-DVD ist Windows bei Fusion schnell installiert
fusion02
Fusion bietet ein reichhaltiges Angebot an Windows-Versionen
Fusion bietet ein reichhaltiges Angebot an Windows-Versionen
fusion03
Die Parameter des virtuellen PCs lassen sich bei Fusion dezidiert einstellen
Die Parameter des virtuellen PCs lassen sich bei Fusion dezidiert einstellen
fusion04
In den Systemeinstellungen von Fusion lassen sich sämtliche Parameter anpassen
In den Systemeinstellungen von Fusion lassen sich sämtliche Parameter anpassen
fusion05
Selbst die Anzahl der Prozessorkerne für die virtuelle Maschine ist bei Fusion variabel
Selbst die Anzahl der Prozessorkerne für die virtuelle Maschine ist bei Fusion variabel
fusion06
Windows startet – hier im Fenstermodus.
Windows startet – hier im Fenstermodus.
fusion07
Das Startmenü von Windows steht mit Fusion stets zur Verfügung. Dort kann man Programme direkt aus Mac-OS heraus starten.
Das Startmenü von Windows steht mit Fusion stets zur Verfügung. Dort kann man Programme direkt aus Mac-OS heraus starten.
fusion08
Man kann die virtuelle Maschine anhalten und später fortsetzen.
Man kann die virtuelle Maschine anhalten und später fortsetzen.
fusion09
Auch im Vollbildmodus von Windows 7 ist das Systemmenü von Fusion stets oben am Bildschirmrand sichtbar.
Auch im Vollbildmodus von Windows 7 ist das Systemmenü von Fusion stets oben am Bildschirmrand sichtbar.
fusion12
Fusion schwächelt beim Cinebench im OpenGL Test.
Fusion schwächelt beim Cinebench im OpenGL Test.
unity
Im Unity-Modus werden Windows-Programmfenster in der Mac-Oberfläche dargestellt. So wirkt es, als liefen die Windows.Programme nativ unter Mac-OS, das virtuelle Windows im Hintergrund fällt so kaum noch auf.
Im Unity-Modus werden Windows-Programmfenster in der Mac-Oberfläche dargestellt. So wirkt es, als liefen die Windows.Programme nativ unter Mac-OS, das virtuelle Windows im Hintergrund fällt so kaum noch auf.
Die aktuellsten Varianten beider Programme bieten nun die Übernahme eines realen Windows-PCs an. Dazu wird auf dem nativen Windows-Rechner eine Software gestartet und das Abbild am Mac über das Netzwerk oder – bei Parallels – über eine USB-Verbindung hergestellt. Für Letzteres ist jedoch ein spezielles Kabel notwendig.
Systemeinstellungen und USB-Geräte
Die eigentliche Installation von Windows 7 läuft nahezu automatisch ab. Sämtliche Treiber, die für die Mac-Hardware benötigt werden, stellen Vmware und Parallels direkt zur Verfügung. So ist das Windows-typische Einspielen von Online-Treiber-Dateien überflüssig. Auch die Auflösung der Grafikkarte wird auf das Display optimiert.
Im Test prüfen wir die ressourcen- und systemintensive Spracherkennung mithilfe eines Plantronics USB-DECT-Headsets. Während es erfahrungsgemäß auf Windows-Systemen immer wieder zu Fehlfunktionen kommt, läuft dieser Test auf beiden Systemen unter Windows XP und unter Windows 7 problemlos. Das von Mac-OS X durchgeschleuste Ein- und Ausgabe-Soundsystem übermittelt die Sprache zur Windows-Anwendung in hervorragender Qualität.
Bei Vmware Fusion müssen neu angeschlossene USB-Geräte zunächst über das stets eingeblendete Systemmenü für die virtuelle Maschine aktiviert werden. Parallels hingegen fragt bei einer neu erkannten Hardware ob diese für den Mac oder die virtuelle Maschine zur Verfügung stehen soll. Auf Wunsch kann etwa ein Datenträger sowohl für Mac-OS X als auch unter Windows genutzt werden. Er erscheint unter Windows dann als Netzwerk-Laufwerk.
Darstellungsvarianten und Datenaustausch
Grundsätzlich nutzen sowohl Fusion als auch Parallels drei verschiedene Arten, wie sie das Gastbetriebssystem unter OS X darstellen. Zum einen kann Windows in einem Mac-OS-Fenster laufen. Besonders in Kombination mit Spaces bietet es sich jedoch an, die virtuelle Maschine in einem separaten Bereich im Vollbild-Modus laufen zu lassen, dies wäre die zweite Option. Als letzte Variante nutzen beide Systeme die Integration in die Mac-Oberfläche. So lassen sich Windows-Programme direkt auf dem Schreibtisch, also ohne den typischen Windows-Hintergrund ausführen.
Sämtliche Funktionen, wie die Startschaltfläche oder die Task-Leistenelemente werden nahtlos in die Mac-Oberfläche eingebunden. Während es bei Vmware hier aufhört, bietet Parallels noch weitere verspielte Varianten, wie beispielsweise im modalen Fenster, bei dem die Windows-Oberfläche stets als oberstes Fenster über dem Mac-OS-Schreibtisch dargestellt wird. Selbst die Verwandlung von Fenstern, Schaltflächen und sonstigen Elementen in das Look-and-Feel der Mac-Optik ist möglich.
Sollen Daten zwischen Mac-OS X und der virtuellen Maschine getauscht werden, bietet sich zunächst Drag-and-drop an, das sowohl bei Parallels Desktop 5 als auch bei Vmware Fusion 3 problemlos funktioniert. Über die Zwischenablage lassen sich Texte und sogar Grafiken zwischen Mac und Windows hin und her kopieren. Lediglich das Kopieren von Dateien funktioniert mit dieser Methode weder bei Parallels noch bei Fusion.
Alternativ zum direkten Tausch einzelner Dateien funktioniert der Datenträgeraustausch in beiden Fällen über freigegebene Ordner. In der Praxis zeigt sich Parallels jedoch flexibler und lässt den Zugriff auf beliebige Mac-Ressourcen zu.
Auf der nächsten Seite lesen Sie den Geschwindigkeitsvergleich zwischen Parallels 5 und Fusion 3
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 1 von 2
Nächste Seite







Login über einen Foren Account
Gastposting
Gastbeiträge müssen erst freigeschaltet werden, bevor Sie auf der Seite erscheinen.