Von Thomas Armbrüster - 25.07.2011, 12:45

Test: WLAN-Router mit Dual-band-Unterstützung

Dual Band Router im Vergleichstest

WLAN-Router mit zweitem Frequenzband sind aufgrund der zusätzlich verfügbaren Kanäle weniger anfällig für Störungen benachbarter Hotspots. Wir haben sechs Dual Band Router gestestet.
Viele Internet-Provider stellen mit dem Anschluss auch einen WLAN-Router mit DSL- beziehungsweise Kabelmodem zur Verfügung oder bieten ihn zum Kauf oder gegen eine monatliche Gebühr zur Miete an. Nicht immer handelt es sich dabei aber um ein Oberklassenmodell, das die momentan schnellste Funktechnik nach dem Standard 802.11n unterstützt und auf den Frequenzen 2,4 GHz und 5 GHz funken kann (Dual Band Router). Oder es handelt sich um ein älteres Modell, wenn der Router schon seit längerer Zeit seinen Dienst verrichtet, bei dem neuere Entwicklungen noch nicht verfügbar waren. In vielen Fällen lohnt sich deshalb die Anschaffung eines aktuellen WLAN-Routers.
Wir haben sechs WLAN-Router mit Dual-Band-Unterstützung einem Praxistest unterzogen und dabei nicht nur die Leistungsdaten begutachtet, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit am Mac unter die Lupe genommen.

Funken im Doppelpack

Fünf der Testgeräte funken auf beiden Frequenzen gleichzeitig, nur bei der Fritzbox 3370 muss man sich für eine der beiden Frequenzen entscheiden. Diese hat dafür den anderen Routern das integrierte DSL-Modem voraus, sonst benötigt man für den Zugang zum Internet zusätzlich ein DSL- oder Kabelmodem. Airport Extreme, Fritzbox und Linksys E4200 unterstützen die momentan schnellste Übertragungsgeschwindigkeit mit bis zu 450 Mbit/s, während die anderen drei Router bei 300 Mbit/s Schluss machen. Bei diesen Werten handelt es sich jeweils um einen theoretischen Höchstwert, der in der Praxis meist deutlich unterschritten wird.
Der Simultanbetrieb mit beiden Frequenzen bietet zwei Vorteile: Zum einen kann man beispielsweise eine Frequenz für den Internetzugang verwenden und gleichzeitig auf der anderen im lokalen Netz mit einem anderen Mac auf ein Netzlaufwerk zugreifen, um Daten zu transferieren oder Medien wie Musik und Filme abzuspielen. Zum anderen ermöglicht es der Doppelfunk, die Frequenz mit 5 GHz für die Geräte zu verwenden, die den schnellsten Funkstandard 802.11n unterstützen, und die 2,4-GHz-Frequenz für ältere Geräte einzurichten, die sich weder auf 5 GHz noch auf 802.11n verstehen. Damit bremsen die langsameren Geräte die schnelleren nicht aus.
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