Von Chris Möller - 18.12.2012, 17:09

iMac 27 Zoll

Test: iMac 27 Zoll auf dem Prüfstand

Auch der 27-Zoll-iMac kommt im neuen Design und mit verbessertem Innenleben. Kurz vor der Weihnachtspause erreichen uns noch zwei Exemplare der Gigant-Macs. Wir checken sie im Macwelt-Testcenter ausführlich durch
Während der 21,5-Zoll-iMac, wie angekündigt, noch im November lieferbar war, stand sieben Tage vor Weihnachten die Lieferzeit des 27-Zoll-iMac im Apple-Online-Store auf „Januar“. Damit hat Apple sein Versprechen, den Mac-Giganten noch im Dezember 2012 auszuliefern, nicht einhalten können. Trotz der Lieferprobleme schafft es Apple, uns die zwei Basismodelle rechtzeitig vor Redaktionsschluss zuzustellen.
Bereits beim Auspacken merken wir: Der große iMac ist schlanker und leichter geworden. Der lediglich fünf Millimeter schmale Rand wirkt beim 27-Zöller noch eindrucksvoller als beim kleinen Bruder. Man hat nicht mehr das Gefühl, einen kompletten Computer vor sich zu haben, sondern nur noch einen edel design­ten, großen Monitor. Dennoch beinhaltet der iMac alles, was ein moderner Computer braucht.

Technische Herausforderung

Die technische Herausforderung bei der Fertigung des 27-Zoll-Modells ist das neue Display. Wie beim 21,5-Zoll-iMac ist das TFT-Panel auch hier vollständig mit der Frontscheibe aus Glas verklebt. Das winzigste Staubkorn, der geringste Lufteinschluss würden sich hier sofort deutlich sichtbar und unschön bemerkbar machen. Die hohen Qualitätsanforderungen seitens Apple sorgen offensichtlich dafür, dass derzeit nur wenige Stückzahlen die Fabriken verlassen können.
Im Test hinterlässt das Display einen sehr guten Eindruck. Die Farben sind knackig und brillant, das Bild gestochen scharf und sehr hell. Wir messen über 300 cd/m2. Der Farbumfang ist groß genug, um Basis-Anwendungen in der Druckvorstufe oder Fotografen zu genügen. Im professionellen Umfeld sollte man jedoch besser Hardware-kalibrierbare Displays einsetzen.
Beide Basis-Konfigurationen sind mit je einem Intel Core i5 als Hauptprozessor ausgestattet. Der Chip arbeitet mit vier Rechenkernen. Virtuelle Kerne, Stichwort „Hyperthreading“ gibt es beim Core i5 nicht. Gegen 200 Euro Aufpreis kann man sich jedoch beim teureren Modell einen Core i7 einbauen lassen, der dann mit vier realen und weiteren vier virtuellen Kernen arbeitet. Das bringt noch einmal ein paar Prozent mehr Rechenleistung, lohnt sich aber nur bei extrem rechenintensiven Anwendungen, beispielsweise beim 3D-Rendern oder in Final Cut Pro X.
Die Taktfrequenz der CPU liegt beim preisgünstigeren Modell bei 2,9 Gigahertz, der teurere iMac arbeitet mit 3,2 Gigahertz. Dank der Intel-Technologie Turbo Boost fahren die CPUs ihre Taktfrequenz je nach Auslastung der Kerne weiter hoch. Wird beispielsweise nur ein einzelner Kern beansprucht, kann dieser mit bis zu 3,6 Gigahertz arbeiten
Neben dem CPU-Takt unterscheidet die beiden iMacs noch der Grafikchip. Das Top-Modell kommt mit einem Geforce GTX 675MX. Das Einstiegsmodell hingegen arbeitet mit einem Geforce GTX 660M. Beide GPUs kommen von Nvidia. Apple hat den Anbieter der Grafikeinheiten also wieder gewechselt, denn in den Vorgängermodellen aus dem Jahre 2011 kamen durchwegs Chips vom Hersteller AMD zum Einsatz.
Die Ausstattung bezüglich Arbeitsspeicher, Festplatte und Schnittstellen ist bei beiden Modellen identisch, übrigens auch zum 21,5-Zoll-Modell. Einen wichtigen Unterschied zum kleinen iMac gibt es allerdings: Den 27-Zöller darf und kann man selbst aufrüsten. Dazu verbirgt sich auf der Rückseite eine Klappe. Ein Knopf in der Buchse für den Stromanschluss löst sie und man erreicht die insgesamt vier RAM-Steckplätze. Zwei davon sind bereits ab Werk mit je einem Vier-Gigabyte-Modul belegt, die anderen beiden kann man selbst bestücken. Insgesamt sind 32 Gigabyte möglich.

Der iMac im Testcenter

Die neue Intel-CPU aus der Ivy-Bridge-Reihe lässt den iMac etwas schneller rechnen. Besonders groß ist der Vorsprung zum Vorgänger mit Sandy-Bridge-Technologie aber nicht. Im Vergleich zur Core i7 CPU des Vorgänger-High-End-Modells müssen sich die aktuellen Core-i5-iMacs sogar geschlagen geben.
Auch die Grafikchips von Nvidia bringen nicht viel mehr Leistung, als die Vorgängergeneration von AMD. Insgesamt ist die Geschwindigkeit aber den meisten Anforderungen mehr als gewachsen. In Final Cut Pro X erreichen wir neue Rekordergebnisse, auch Photoshop läuft auf den iMacs angenehm flott.
Die 3,5-Zoll-Festplatten gehen spürbar flotter zu werke als die Notebook-Platten der 21,5-Zoll-iMacs. Dennoch wäre ein schnelles Fusion Drive eine Investition wert. Im Test bleiben die beiden iMacs fast unhörbar leise. Auch unter Last drehen die Lüfter nicht hoch.
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