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iPhoto 11 im Praxistest

28.10.2010 | 11:25 Uhr |

Schicker ist iPhoto geworden und es bietet mehr Vollbildmodi sowie weitere schöne Vorlagen für Fotobücher, Diashows und Karten. An den grundlegenden Funktionen hat Apple jedoch kaum etwas geändert, einiges ist sogar weniger komfortabel als beim Vorgänger.

Die größten und augenfälligsten Neuerungen bei iPhoto sind die neue Oberfläche sowie der gelungene Vollbildmodus für Ereignisse, Fotos, Gesichter und Orte. Stark überarbeitet hat Apple zudem die Oberfläche zum Gestalten von Druckprodukten wie Fotobücher und Einladungskarten. In Haptik und Aussehen nähert sich iPhoto 11 deutlich dem iPad an, so wie das kommende Mac-OS X 10.7 (Lion).

Die Oberfläche von iPhoto ist nun vereinfacht und mit deutlich überarbeiteter Funktionsleiste.
Vergrößern Die Oberfläche von iPhoto ist nun vereinfacht und mit deutlich überarbeiteter Funktionsleiste.

Abgesehen von zwei neuen Themen für Bücher und sechs neuen Themen für Diashows hat Apple iPhoto nach immerhin eineinhalb Jahren keine zusätzlichen Funktionen spendiert. Man konzentriert sich vielmehr auf eine elegantere und größtenteils bessere Bedienung. Im Test bemerken wir noch häufig englischsprachige Hilfe-Seiten, auch lassen sich Ende Oktober keine Kalender erstellen sowie bestellen. Dies will Apple nach eigenem Bekunden schnell korrigieren. Struktur und Organisation der Bilder hat Apple nicht geändert. So lassen sich die Fotos in der Mediathek ebenso organisieren wie zuvor, auch kann man weiterhin Alben und intelligente Alben anlegen.

Einzig das Anlegen der Alben funktioniert nun anders, dazu muss man in der unteren rechten Bildschirmleiste den entsprechenden Eintrag unter „Hinzufügen“ wählen. Startet man iPhoto 11, aktualisiert die Bildbearbeitung als erstes die Mediathek. Ist dies geschehen, lässt sich diese Mediathek nicht mehr mit iPhoto 09 öffnen.

Gesichter und Orte

Gesichter erkennt iPhoto 11 wie sein Vorgänger automatisch. Bietet iPhoto 09 eine eigene Schaltfläche „Name“ in der unteren Leiste an, kann man bei iPhoto 11 ein Gesicht direkt im Informationsfenster, das auf der rechten Seite eingeblendet werden kann, mit einem Namen versehen. Gut gefällt, dass in der Mediathek „Gesichter“ zunächst nur die bekannten Personen aufgelistet sind und auf Wunsch die noch nicht benannten Gesichter eingeblendet werden können. Bei iPhoto 09 sind diese durch ein einklappbaren Abschnitt getrennt.

Wie zuvor erkennt iPhoto Fotos, die mit Ortsinformationen versehen sind. Die entsprechenden Orte werden auf einer nun im Vollbildmodus einblendbaren Google-Maps-Karte angezeigt. Allerdings ist es nun deutlich aufwendiger, einem Foto nachträglich einen Ort zu zuweisen. Denn statt bisher direkt eine größere Karte dazu aufrufen zu können, muss man die entsprechende Stecknadel in der kleinen Kartenansicht im Info-Fenster zu dem gewählten Bild verschieben. Lädt man übrigens Fotos mit Ortsinformation zu Flickr, wird der Ort auf der Flickr-Seite in einer Landkarte angezeigt.

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