Test: iPhoto 11
iPhoto 11 im Praxistest
Schicker ist iPhoto geworden und es bietet mehr Vollbildmodi sowie weitere schöne Vorlagen für Fotobücher, Diashows und Karten. An den grundlegenden Funktionen hat Apple jedoch kaum etwas geändert, einiges ist sogar weniger komfortabel als beim Vorgänger.
Die größten und augenfälligsten Neuerungen bei iPhoto sind die neue Oberfläche sowie der gelungene Vollbildmodus für Ereignisse, Fotos, Gesichter und Orte. Stark überarbeitet hat Apple zudem die Oberfläche zum Gestalten von Druckprodukten wie Fotobücher und Einladungskarten. In Haptik und Aussehen nähert sich iPhoto 11 deutlich dem iPad an, so wie das kommende Mac-OS X 10.7 (Lion).
Abgesehen von zwei neuen Themen für Bücher und sechs neuen Themen für Diashows hat Apple iPhoto nach immerhin eineinhalb Jahren keine zusätzlichen Funktionen spendiert. Man konzentriert sich vielmehr auf eine elegantere und größtenteils bessere Bedienung. Im Test bemerken wir noch häufig englischsprachige Hilfe-Seiten, auch lassen sich Ende Oktober keine Kalender erstellen sowie bestellen. Dies will Apple nach eigenem Bekunden schnell korrigieren. Struktur und Organisation der Bilder hat Apple nicht geändert. So lassen sich die Fotos in der Mediathek ebenso organisieren wie zuvor, auch kann man weiterhin Alben und intelligente Alben anlegen.
Einzig das Anlegen der Alben funktioniert nun anders, dazu muss man in der unteren rechten Bildschirmleiste den entsprechenden Eintrag unter „Hinzufügen“ wählen. Startet man iPhoto 11, aktualisiert die Bildbearbeitung als erstes die Mediathek. Ist dies geschehen, lässt sich diese Mediathek nicht mehr mit iPhoto 09 öffnen.
iPhoto 11 im Detail
Beim ersten Starten von iPhoto 11 muss die Mediathek aktualisiert werden. Ist dies geschehen, lässt sie sich später nicht mehr mit iPhoto 09 öffnen.
Die größten und augenfälligsten Neuerungen bei iPhoto ist die neue Benutzeroberfläche sowie...
...der gelungene Vollbildmodus für Ereignisse (siehe Abbildung), Fotos, Gesichter und Orte.
Über die untere, rechte Schaltfläche "Erstellen" lassen sich ausgewählte Fotos als Album, Diashow, Buch oder Karte gestalten.
Zu den sechs Diashow-Themen von iPhoto 09 gesellen sich sechs weitere Themen - allesamt sehr schick anzusehen. Interessant ist vor allem die Diashow Orte für Fotos, die mit Ortsinformationen verbunden sind.
klickt man mit der zweiten Maustaste auf ein Foto, gelangt man zu diesem Menü. NAch wie vor lässt sich ein Foto auch mit einem externen Editor, beispielsweise Photoshop Elements, bearbeiten.
Gesichter erkennt iPhoto 11 wie sein Vorgänger automatisch. Bietet iPhoto 09 eine eigene Schaltfläche „Name“ in der unteren Leiste an, kann man bei iPhoto 11 die Gesichter direkt im Informations-Fenster, das auf der rechten Seite eingeblendet werden kann, mit entsprechenden Namen versehen. Gut gefällt, dass nun in der Mediathek „Gesichter“ zunächst nur die bereits erkannten Fotos der jeweiligen Person aufgelistet sind und auf Wunsch die noch nicht benannten Gesichter eingeblendet werden können. Bei iPhoto 09 sind diese durch ein einklappbaren Abschnitt getrennt.
Wie zuvor erkennt iPhoto zudem Fotos, die mit Ortsinformationen versehen sind.
Die entsprechende Orte werden auf einer nun im Vollbild-Modus einblendbaren Google-Maps-Karte angezeigt.
In iPhoto 11 ist es deutlich unkomfortabler als in iPhoto 09, einem Foto nachträglich einen Ort zu zuweisen. Denn statt bisher direkt eine größere Karte dazu aufrufen zu können, muss man die entsprechende Stecknadel in der kleinen Karten-Ansicht im Info-Fenster zu dem gewählten Bild verschieben.
Die Einstellungen der Bearbeiten-Funktion erscheinen nun lediglich als rechtes Einblendfenster und teilen sich auf in "Einfache Korrekturen"...
..."Effekte"...
...und das wichtigste Bearbeitungs-Fenster "Anpassen"
Auch im Vollbildmodus gelangt man nur durch dieses rechte Einblendfenster zu den Einstellungen, zudem stören eine obere und untere Leiste, die sich nicht wie beim Vorgänger ausblenden lässt. In der Vorgängerversion kann man dagegen das Bild komplett bildschirmfüllend darstellen lassen sowie das Effekte-Fenster mit der Taste „E“ und das Anpassen-Fenster mit der Taste „A“ ein- beziehungsweise ausblenden.
Zudem kann man Fotos nur vergrößern, wenn man sich in einem der drei Bearbeiten-Modis befindet. Neue Werkzeuge sind übrigens nicht dazu gekommen, sieht man von sechs neuen Schaltflächen im Effekte-Bereich, mit denen man lediglich entsprechende Regler im Anpassen-Fenster verschiebt.
Im den wohl wichtigsten Bearbeitungs-Modus „Anpassen“ fehlen die Schaltflächen für Kopieren und Einsetzen der gewählten Einstellungen. Will man die Korrektureinstellungen auf ein anderes Bild übernehmen, muss man nun die Tastenkombination Wahl-Befehl-C für das Kopieren und Wahl-Befehl-V für das Einsetzen der Korrekturen in ein anderes Bild wählen.
Alle im Internet veröffentlichten Fotos, also wie zuvor auf Flickr, Facebook oder Mobile Me, werden nun unter einem gemeinsamen Menü namens „Web“ angezeigt.
Sehr schön ist, dass man nun Alben für Facebook (hier abgebildet), Flickr und Mobile Me neu erstellen oder auswählen kann, zuvor hat iPhoto immer ein neues Album für die ausgewählten Fotos angelegt. Außerdem lassen sich in Flickr ein Fotostream anlegen und Fotos auf die Pinnwand von Facebook laden.
Die im Internet veröffentlichten Fotos lassen sich über iPhoto verwalten. Indes: iPhoto erkennt keine Alben und Fotos, die auf andere Weise zu den jeweiligen Diensten geladen wurden.
Übernimmt man fertig gestaltete Fotobücher von iPhoto 09, werden auch diese aktualisiert. In unserem Test haben wir hierbei keine Probleme festgestellt.
In einem Karussell lassen sich nun die nun 18 verschiednen Fotobuch-Themen auswählen, hier sind die beiden sehr schicken Themen Tagebuch und Fotoreportage neu dazu gekommen.
Die Buchgestaltung ist nun komfortabler geworden...
...auch hier gibt es eine Vollbild-Darstellung. Übrigens lässt sich weiterhin ein Fotobuch durch Rechtsklick auf den Hintergrund der Fotobuch-Darstellung als PDF exportieren und so für andere Fotobuch-Dienstleister nutzen.
Wie zuvor kann man das Buch automatisch füllen lassen. Dabei hat man nach wie vor keine Möglichkeit zu bestimmen, wieviele Fotos pro Seite verteilt werden sollen und wieviel Seiten man füllen möchte. Dies bietet beispielsweise die Gestaltungssoftware von Cewe Fotobuch. Vielmehr verteilt iPhoto beim automatischen Füllen die Fotos selbstständig auch auf mehr als die eigentlich gewünschten Seiten. Dafür passt iPhoto sein Layout recht gut auf hoch- und querformatige Fotos an.
Schicker, aber auch umständlicher, ist die Auswahl der Layouts für Gruß- beziehungsweise Postkarten: Hatte man in iPhoto 09 noch alle Themen dem Ereignis nach in einer Liste zur Auswahl, muss man sich nun von einem Ereignis zum nächsten durchklicken, bis das passende kommt.
die Buchgestaltung im Detail
Neu im Programm sind so genannte Letterpress-Karten, bei denen man Fotos und Text auf Karten mit vorgeprägten Designs drucken lassen kann.
Noch lassen sich keine Kalender bestellen, dies soll aber bald wieder funktionieren.
Möchte man mehrere Druckprodukte bestellen, kann man dies nicht in einem Auftrag machen. So muss man für jeden Auftrag separat Versand- und Bearbeitungskosten bezahlen.
Einige Hilfe-Seiten in iPhoto sind noch auf Englisch.
Gesichter und Orte
Gesichter erkennt iPhoto 11 wie sein Vorgänger automatisch. Bietet iPhoto 09 eine eigene Schaltfläche „Name“ in der unteren Leiste an, kann man bei iPhoto 11 ein Gesicht direkt im Informationsfenster, das auf der rechten Seite eingeblendet werden kann, mit einem Namen versehen. Gut gefällt, dass in der Mediathek „Gesichter“ zunächst nur die bekannten Personen aufgelistet sind und auf Wunsch die noch nicht benannten Gesichter eingeblendet werden können. Bei iPhoto 09 sind diese durch ein einklappbaren Abschnitt getrennt.
Wie zuvor erkennt iPhoto Fotos, die mit Ortsinformationen versehen sind. Die entsprechenden Orte werden auf einer nun im Vollbildmodus einblendbaren Google-Maps-Karte angezeigt. Allerdings ist es nun deutlich aufwendiger, einem Foto nachträglich einen Ort zu zuweisen. Denn statt bisher direkt eine größere Karte dazu aufrufen zu können, muss man die entsprechende Stecknadel in der kleinen Kartenansicht im Info-Fenster zu dem gewählten Bild verschieben. Lädt man übrigens Fotos mit Ortsinformation zu Flickr, wird der Ort auf der Flickr-Seite in einer Landkarte angezeigt.
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