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iPod-Soundsysteme

09.05.2011 | 16:15 Uhr |

Die Beatbox der 80er Jahre kommt wieder, zwar ohne Plattenspieler, dafür aber mit Anschluss für die beliebten Apple-Spieler. Beim Philips findet sogar das iPad ein Zuhause - das passt sogar mit Schutzhülle.

Philips Fidelio Primo DS9000/12
Vergrößern Philips Fidelio Primo DS9000/12
© Philips

Über ein langweiliges Design muss man sich heute nicht mehr beklagen. Vor allem die klassischen Hifi-Hersteller wie Philips und Teac sind hier stark. Auch bei der Verarbeitung und Haptik gibt es nichts zu meckern. Das feine Echtholz beim Philips Fidelio Primo DS9000/12 wirkt sehr edel, da fällt das ansonsten tadellos gefertigte Kunststoffgehäuse des halb so teuren Teac SR-100i naturgemäß ab.

Doch Design ist nicht alles. Man möchte heute vor allem auch Komfort haben. Und so ist eine Fernbedienung für die komplette Steuerung inklusive des iPod-Menüs Pflicht. Wem ein iPod als Abspieler zu wenig ist, dem bietet der AUX-Anschluss Zugang für weitere Quellen. Das kann dann auch ein iPod Shuffle , ein beliebiger MP3-Player oder ganz im Retro-Style ein Tape-Deck sein.

Wem das noch zu wenig an Ausstattung ist, bekommt beim Teac SR100i ein CD-Laufwerk für Audio- und MP3-CDs, ein RDS-Radio und einen USB-Anschluss für einen USB-Stick. Der Philips Fidelio Primo DS9000/12 begnügt sich mit einem AUX-Anschluss, kann dafür aber mit einer speziellen Fidelio+ App glänzen, die neben Toneinstellungen, eine Uhr und einen Wecker bietet. Auch das Teac bietet eine Uhr und einen Wecker, aber klassisch am Gerät selbst und ist dadurch nicht ganz so komfortabel zu bedienen.

Philips der Edle

Durch das Echtholzgehäuse merkt man schon beim Tragen der 6,5 Kilogramm, dass man hier etwas Feines hat. So wirkt der Philips perfekt verarbeitet und die großen Abmessungen - immerhin ist er 56 Zentimeter breit und 21 Zentimeter tief - schreien förmlich nach einem vollen Klang. Die beiden zehn Zentimeter Tieftöner machen auch mächtig Druck und sorgen so für einen voluminösen Klang. Die 25 Millimeter Hochtöner stehen dem in nichts nach und zaubern einen sehr feinen und stressfreien Hochtonbereich. Stimmen werden wunderbar und etwas feiner wiedergegeben als beim Teac. Bei hohen Lautstärken macht sich allerdings etwas Schärfe breit, die gerade bei elektronischer Musik störend werden kann. Nicht ganz unschuldig an dem exzellenten Klang dürfte auch die digitale Audioausgabe der Apple-Player sein, normalerweise wird hier nur analog abgegriffen.

Auch bei der Bedienung gefällt der edle Philips-Lautsprecher mit voller Menüsteuerung bei den kleinen Apple-Playern und beim iPad zumindest mit einfacher Pfeil-Navigation. Die Fidelio+ App fällt hier etwas ab, obwohl sie auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Aber der Wecker ist nicht in der Lautstärke regelbar und fährt bis zum Anschlag hoch - so kann man auch wach werden. Die iPad-Version kann schon mal abstürzen. Dafür ist die Uhr schön anzusehen und das Internetradio ist auch ein großer Mehrwert.

Teac der Moderne

Der Teac SR-100i ist ein Hingucker, doch auch klanglich wird beim Starten des ersten Titels sofort klar, wer die Zielgruppe ist: Anspruchsvolle Musikhörer und nicht nur Designfreaks. Der Klang ist trotz minimal zurückhaltenden Höhen sehr gut, Sprache und Gesang kommt sehr präzise. Dazu kommt ein Bass, der bei aktivierter Bassanhebung sehr satt und souverän steht. Das alles gilt aber nur für die leicht gehobene Lautstärke. Also auf der Skala der Anzeige ab Stufe 7, darunter ist der Klang nicht so voluminös und etwas gepresst. Bei hoher Lautstärke kommt der SR-100i, wie alle seine Mitbewerber, an seine Grenzen und quittiert dies mit typischer Zunahme an Aggressivität und Dröhnen. Somit empfiehlt sich der Teac SR-100i für aktive Musikhörer, die gerne Jazz oder Pop genießen wollen, aber auch für eine kleine Büroparty. In seiner Preisklasse ist er mit Abstand das beste Gerät.

Die große Fernbedienung liegt recht gut in der Hand und erfreut durch viele Direkt-Tasten zum Beispiel für die Musiksteuerung oder den Equalizer. Das erspart großes Nachdenken oder die Vertiefung in das Handbuch. Schade ist nur, dass die Tasten bei Dunkelheit nicht zu sehen sind. Die wichtigsten Tasten für Ein/Aus, Steuerung, Quelle und Lautstärke sind auch am Gerät selbst zu finden. Wie bei den meisten Geräten gleicht die Navigation durch einen USB-Stick oder CD mit MP3s einem Blindflug, weil einzig das kleine Display mit Nummer zur Verfügung steht.

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