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Neue iPods im Test

02.11.2011 | 13:51 Uhr |

Jedes Jahr, rechtzeitig vor Weihnachten bringt Apple seine iPod-Flotte auf Vordermann. Diesmal gibt es jedoch kaum Neues

Apples stellt dem schwarzen iPod Touch eine weiße Version zur Seite. Damit sind die Neuerungen technischer Natur aus der letzten Produktvorstellung schon aufgezählt - selbst die Speichergröße hat Apple bei keinem Gerät geändert. Interessant sind einige der neuen "alten" iPods dennoch, denn Apple hat die Preise für den iPod Nano und den iPod Touch gesenkt, zudem profitieren diese beiden Player vom neuen iOS 5 .

iPod Touch und iPod Nano im Test

Das Zugpferd der iPod-Familie ist der iPod Touch. Auch dieser Player profitiert - wie jeder iPod Touch ab der dritten Generation - von iOS 5. Es erlaubt dem iPod Touch die iCloud-Dienste zu verwenden sowie drahtlos mit iTunes zu synchronisieren.

Musik und Spiele sind die häufigsten Anwendungen auf dem iPod Touch. Doch der Player eignet sich für viele weitere Aufgaben, beispielsweise als mobiles Videoabspielgerät, das man auch an den Fernseher anschließen kann oder als mobiles Büro mit Adressbuch, Terminkalender (über iCloud oder Mobile Me mit mehreren Geräten synchronisierbar) und zum senden und empfangen von E-Mails. Zudem ist der Empfänger des Sport-Kit Nike+iPod bereits in den Touch eingebaut. Wer beim Joggen mit dem iPod seine Wege vermessen und protokollieren will, muss sich allerdings noch einen Sender für den Schuh anschaffen.

Der iPod Touch verwendet ein eben so hoch auflösendes Retina-Display wie das iPhone 4. Allerdings ist das Display nicht so hell und kontrastreich wie das des iPhone. Apple behält den iPod in drei Varianten im Angebot, die Ausstattung mit 8, 32 und 64 GB Speicher hat sich gegenüber ihren Vorgänger nicht geändert. Dafür sind die Modelle deutlich günstiger geworden.

iPod Touch

Produkt

iPod Touch

Hersteller

Apple

Preis

8 GB: € 189, CHF 199 32 GB: € 289, CHF 299; 64 GB: € 389, CHF 399

Gesamtwertung

1,7 gut

Leistung (30?%)

1,8

Ausstattung (30?%)

2,1

Handhabung (20?%)

1,3

Ergonomie (20?%)

1,5

Vorteile

Schöne und intuitive Bedienoberfläche, hoher Funktionsumfang, vielfältiges Software-Angebot, hohe Akku-Laufzeit

Nachteile

Ohrhörer ohne Steuerung, kein Ladegerät im Lieferumfang, geringe WLAN-Reichweite

Testergebnisse

Display-Helligkeit / Kontrast bei 50 % Helligkeit

147 cd/m2 / 146:1

Display-Helligkeit / Kontrast bei 100 % Helligkeit

446 cd/m2 / 223:1

Akku-Betrieb Musik / Video

26:58 h / 6:53 h

Klirrfaktor in Prozent

0,068

Abweichung Frequenzgang 1 kHz bis 20 Hz/ 1 kHz bis 20 kHz 3

-4,6 / -2,0 dB

Farben

Schwarz, Weiß (jeweils mit Chrom-Rückseite)

Display

5,0 x 7,5 cm, Multitouch, 960 x 640 Punkte

Schnittstellen

USB 2.0, Wifi (802.11b/g/n), Bluetooth 2.1 +EDR, Unterstützung für Nike + iPod

Unterstützte Musikformate

AAC, Protected AAC, MP3, MP3 VBR, Audible, Apple Lossless, WAV, AIFF

Unterstützte Videoformate

H.264 und Motion-JPEG (bis 1280 x 720 Pixel); MPEG-4 (bis 640 x 480 Pixel)

Besonderheiten

Mit eingebauter Kamera (Video: 720p; Foto: 1024 x 768 Pixel)

Maße (B x H x T) in mm

58,9 x 111,0 x 7,2

Gewicht in g

101

Wie das iPhone 4 bietet auch der iPod Touch zwei Kameras, eine auf der Vorder- und eine auf der Rückseite des Geräts. Videoaufnahmen sind bis zu einer Auflösung von 720p möglich, Fotos nimmt der iPod Touch mit zwei Megapixel Auflösung auf (1024 x 768 Pixel). Dank seiner beiden Kameras kann der iPod Touch wie das iPad 2 und das iPhone 4(S) Facetime verwenden. Wegen der hohen Datenflut bei einer Video-Verbindung ist die Voraussetzung dafür, dass alle Geräte einen WLAN-Zugang nutzen. Wie das iPhone 4 verwendet auch das iPod Touch einen A4-Prozessor von Apple. So erreicht er meist nahezu die Geschwindigkeit des iPhone 4.

iPod Nano

Außer UKW-Radio, Musik, einen Schrittzähler sowie einen Bildbetrachter und eine Uhranzeige bietet der iPod Nano keine Funktionen. Auch das Update seines Betriebssystems auf Version 1.2 bringt keine Erweiterung, dafür etwas mehr Komfort:

Für den iPod Nano gibt es einige Armbänder, mit denen sich der Player als Armbanduhr tragen lässt. Hier kann man nun statt der bisher einheitlichen Darstellung zwischen 16 verschiedenen Zifferblättern wählen. Und wer die bisherige Aufteilung von vier Icons auf dem Bildschirm nicht mag, kann sich nach dem Update nur ein Icon anzeigen lassen.

Erweitert hat Apple die Funktion Schrittzähler, die nun neben "Gehen" den Eintrag "Laufen" beinhaltet. Hier kann man unter anderem die Trainingszeit oder die Strecke einstellen, die man laufen möchte. Da der iPod Nano jedoch nur einen Schrittzähler verwendet, sind die Streckenangaben wenig genau. Beim iPod Nano wie beim iPod Touch lässt sich wie schon mit den Vorgängern das 29 Euro teure Kit Nike+Sport ergänzen, ein kleiner Sender, der sich am Laufschuh befindet. Ist er aktiv, erscheint automatisch das entsprechende Menü im iPod Nano.

Auf einen Gyrosensor, der die Lage des Geräts erkennt, muss man beim iPod Nano verzichten und statt dessen mit zwei Fingern die Menüanzeige drehen - die einzige Multitouch-Geste, die der Nano versteht. Dafür ist weiterhin ein Beschleunigungssensor eingebaut. So lässt sich auch mit dem neuen iPod Nano durch Schütteln des Players per Zufall ein anderes Lied abspielen. Damit man auf holprigen Wegen nicht wahnsinnig wird, lässt sich die Funktion auch deaktivieren.

Der iPod Nano unterstützt wie der iPod Shuffle die Voiceover-Funktion. Dank dieser Technik kann man den aktuellen Musiktitel in 28 Ländern in der eigenen Sprache ansagen lassen. So wählt der Player für einen französischen Titel statt der eingestellten deutschen Sprache eine französische Stimme zum Vorlesen. In der Praxis funktioniert dies mit den meisten Titeln recht gut, allerdings ist der iPod Nano nur sehr unhandlich in der Bedienung, wenn diese Funktion unter Bedienungshilfen eingeschaltet ist: Dann liest der Nano nämlich den Namen jedes Objekts vor, das man berührt. Sinnvoller ist die Voiceover-Funktion mit einem Apple-Ohrhörer samt Kabelfernbedienung nutzen, gerade für sportliche Aktivitäten ist er so eine große Hilfe. Da Apple mit dem Nano nur einen Ohrhörer liefert, fallen zusätzliche 30 Euro an, wenn man Voiceover sinnvoll mit dem iPod Nano nutzen möchte.

Für die Radio-Funktion dient das Kopfhörerkabel als Antenne. Der Empfang ist in unserem Test mäßig aber für ein gutes Sendegebiet ausreichend. Favoriten lassen sich leicht speichern, allerdings nicht mit ihren mitgesendeten Sendernamen. Nett ist die Funktion des Timeshifts: Eine Radiosendung lässt sich bis zu 15 Minuten anhalten und an der gestoppten Stelle wieder fortsetzen. Wechselt man allerdings zu einem anderen Sender, geht dieser Zwischenspeicher verloren.

iPod Nano

Produkt

iPod Nano 2011

Hersteller

Apple

Preis

8 GB: € 129, CHF 139; 16 GB: € 149, CHF 159

Gesamtwertung

2,6 befriedigend

Leistung (30?%)

2,1

Ausstattung (30?%)

3,5

Handhabung (20?%)

2,2

Ergonomie (20?%)

2,0

Vorteile

Kompakt, mit Trage-Clip, gut funktionierendes Touch-Display, mit FM-Radio und Schrittzähler

Nachteile

Sehr kleines Display, kein Ladegerät im Lieferumfang, Ohrhörer ohne Steuerung, hoher Preis

Testergebnisse

Display-Helligkeit / Kontrast bei 50 % Helligkeit

235 cd/m2 / 152:1

Display-Helligkeit / Kontrast bei 100 % Helligkeit

548 cd/m2 / 163:1

Akku-Betrieb Musik / Video

16:22 h / nicht möglich

Klirrfaktor in Prozent

0,134

Abweichung Frequenzgang 1 kHz bis 20 Hz/ 1 kHz bis 20 kHz 3

-5,3 / -0,1 dB

Farben

Silber, Graphit, Blau, Grün, Orange, Pink (Rot nur im Apple Store)

Display

2,8 x 2,8 cm, 240 x 240 Punkte

Schnittstellen

USB 2.0

Unterstützte Musikformate

AAC, Protected AAC, HE-AAC, MP3, MP3 VBR, Audible, Apple Lossless, WAV, AIFF

Unterstützte Videoformate

keine

Besonderheiten

Quadratisches Touch-Display

Maße (B x H x T) in mm

38,7 x 90,7 x 6,2

Gewicht in g

21,1

Die Akkulaufzeit gibt Apple mit bis zu 24 Stunden an, wir messen bei voller Lautstärke 16:22 Stunden. Die Klangqualität ist mittelmäßig, allerdings wird man mit den mitgelieferten Ohrhörern keinen großen Unterschied zum qualitativ deutlich besseren iPod Touch hören. Der Klirrfaktor ist mit 0,143 Prozent sogar schlechter als beim iPod Shuffle und mit sehr guten Kopfhörern hörbar, im Bassbereich könnte der iPod Nano wie auch der iPod Shuffle mehr Druck machen.

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