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iWork 09 - Feinkost aus Cupertino

03.03.2009 | 12:39 Uhr |

Dienstag: iWork 09 im Test: Eine Officesuite hat es schwer, sich mit dem Boliden von Microsoft zu messen. Statt auf Konfrontation geht Apples Büropaket neue Wege, die schneller und schöner nach Rom führen

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Viel Neues gab es nicht zu sehen auf der Macworld Expo 2009. Das führte dazu, dass seit langer Zeit wieder mal eine Software im Rampenlicht stand - wenn auch nicht von Big-Steve-himself präsentiert.

Büroorganisation von Apple

In der Verkaufsstatistik liegt es nicht gerade auf Platz eins und selbst in Apples Online-Store ist es nur weit hinter Microsofts Office zu finden: Trotzdem ist iWork trotz des günstigen Preises von gerade einmal 79 Euro ein vollwertiges Büropaket. Noch dazu eines, das der Mac-Philosophie "Einfach und Ästhetisch" folgt und vom Look and Feel stets auf dem neuesten Stand der Betriebssystementwicklung ist.

Während sich die Officesuite aus Redmond über fast zwei Dekaden entwickelt hat und mittlerweile als ein mit Funktionen überladener Bolide darstellt, versucht iWork mit gut gestalteten Ergebnissen für jeden Benutzer, vom Laien bis zum Profi, zu punkten. So sind zwar mit Word, Excel und Co. alle noch so abwegigen Varianten der Gestaltung möglich, doch braucht man bereits für viele alltägliche Handgriffe eine Schulung oder zumindest gute Literatur. Bei iWork hingegen steht nur ein Bruchteil der Funktionen zur Verfügung. Jedoch genau jene, die der Anwender in 90 % der Fälle benötigt.

Die Installation von iWork 09 mit dem Layout- und Textverarbeitungsprogramm Pages, der Tabellenkalkulationen Numbers und der Präsentationssoftware Keynote dauert knapp eine Viertelstunde. Damit dauert es erheblich länger als beim kostenlosen Open Office, das man lediglich per Drag-and-drop ins Anwendungsverzeichnis kopiert. Im Gegensatz zur fast 50-minütigen-Aufspielprozedur bei Microsoft Office 2008 liegt das Paket jedoch gut im Rennen.

Ein kleiner aber feiner Schritt in Richtung Benutzerfreundlichkeit ist, dass iWork 09 in der Box-Version keine Seriennummer mehr verlangt. Lediglich die Download-Variante wird per Kennung von der 30-Tage-Demo zur Vollversion freigeschaltet.

Bereits beim ersten Start zeigen sich die Anpassungen der 9er-Version gegenüber den Vorgängern. So ist die Integration in die Leopard-Umgebung besser realisiert als zuvor. Vorlagen kommen nun bei der Auswahl nicht mehr im drögen grauen Kasten daher, sondern - ähnlich wie eine Fotoübersicht in Aperture oder iPhoto - auf schwarzglänzendem Hintergrund mit angedeutetem Spiegelbild. Zudem lässt sich - wie auch bei den beiden Fotoverwaltern - die Größe der Voransicht variieren, was es ermöglicht, mehr oder detailliertere Previews anzuzeigen. Und ebenso wie bei Aperture und iPhoto zeigen sich sämtliche Seiten einer Vorlage, sobald der Mauszeiger darüber bewegt wird. Einziges Manko: Mit Multitouch-Gesten von den Trackpads neuerer Macbooks kann iWork auch in der 09er Version nichts anfangen.

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