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The Elder Scrolls Online in der Angespielt-Preview für OS X

11.02.2014 | 12:00 Uhr |

Bethesdas Idee von einem Elder Scrolls-Onlinespiel funktioniert prima, wenn man eigentlich nur Skyrim will. Bis ESO allerdings die MMO-Fraktion glücklich machen kann, muss noch einiges passieren.

Puh, wie lange dauert das denn alles? Denken wir uns nach den ersten Stunden The Elder Scrolls Online und ahnen: lange! Eigentlich ist das vergleichsweise gemütliche Leveln in ESO ja erst mal keine schlechte Sache, so rasend flott wie in Guild Wars 2 muss es echt nicht sein. Aber fast 26 Stunden für die ersten 15 von 50 Stufen, ohne groß Zeit auf Crafting oder Materialiensammelei zu verplempern - das ist schon eine Hausnummer.

Was längst nicht so dramatisch wäre, wenn man nicht erst mit Stufe 15 die Möglichkeit für einen fliegenden Waffen- und somit Fähigkeitenwechsel bekäme. Denn das ist einfach gut, das macht die so schon recht dynamischen Kämpfe in ESO noch mal einen entscheidenden Schwung dynamischer. Aber ach, es dauert so lange, bis man endlich mitten in einer zünftigen Klopperei vom Bogen auf zwei Klingen schalten darf.

© 2015

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Wer's jetzt noch nicht vermutet, dem sagen wir's deutlich: The Elder Scrolls Online ist zwar per se kein schlechtes Spiel, aber nach unserem Empfinden auch nicht der Überflieger, den wir uns nach den ersten Presse-Events erhofft hatten. Der Entwickler Zenimax Online hat jedoch noch etwa zwei Monate, um nachzubessern. Und nach unserer Einschätzung sind die meisten Probleme und Problemchen in diesem Zeitrahmen durchaus zu beheben. Gesetzt den Fall, Zenimax sieht die Probleme auch als solche an.

Tolle Aufträge

Wir wollen also keine Weltuntergangsstimmung schüren. ESO rockt in einem Punkt nämlich große Zeit, wenn wir das mal so sagen dürfen. Und zwar im für Fans der Solospiele wohl wichtigsten: Die Quest sind die meiste Zeit ohne Mühe auf dem Niveau eines Skyrim . Klar, auch The Elder Scrolls Online schickt uns mal los, um vier davon oder sechs hiervon zu sammeln, aber das passiert so selten, dass man fast schon erschrickt, wenn's mal passiert.

Viel, viel häufiger müssen wir einem echten Helden angemessene Taten vollbringen. Wir zerschlagen beispielsweise erst ein groß angelegtes Komplott, indem wir helfen, einen Feuerdämon zu beschwören, um nicht allzu lange darauf den Dämonen zu zerschlagen, bevor der irgendwelchen Unfug anstellen kann. Oder wir stärken den Ebenherz Pakt, indem wir beispielsweise mit den Nord erst saufen und ihnen dann aufs Fressbrett hauen. Oder wir befreien legendäre Helden aus Molag Bals finsterem Seelengefängnis, indem wir sie an ihre längst vergessen geglaubte Vergangenheit erinnern.

Auch wenn Entwickler Zenimax Online offiziell kein "Online-Skyrim" entwicklen wollte, geht gerade das EInzelspielererlebnis klar in Richtung Skyrim.
Vergrößern Auch wenn Entwickler Zenimax Online offiziell kein "Online-Skyrim" entwicklen wollte, geht gerade das EInzelspielererlebnis klar in Richtung Skyrim.
© Zenimax Online

Viele Quests von ESO laufen mehrstufig ab, nur selten gibt's mal was im Stile von »Geh da hin, hau Typ X aufs Maul und komm dann wieder, um deine Belohnung einzustreichen«. Aber jede Quest, egal wie groß oder klein, wird von zumindest in der englischen Version ausgezeichnet vertonten Monologen eingerahmt. Wir schreiben Monologe, weil wir zwar auch unseren Senf zum Gespräch beitragen dürfen, aber nur, indem wir auf Antworten oder Fragen klicken, die dann unausgesprochen bleiben.

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