1076942

Mac Spiel The Next Big Thing

29.06.2011 | 11:01 Uhr |

An dem Adventure The Next Big Thing aus dem Hause Pendulo Studios ("Runaway") lässt sich manches kritisieren - aber sicherlich ist es in Stil und Humor eins der ganz großen Abenteuerspiele, das für Spaß und Stimmung auf dem Mac sorgt.

The Next Big Thing - Adventure-Spaß auf dem Mac: 28 Extravagante Tanzbar
Vergrößern The Next Big Thing - Adventure-Spaß auf dem Mac: 28 Extravagante Tanzbar

"What a guy" - was für ein Typ, lautet immer wieder das interne Urteil der Spielfiguren über den ultracoolen Star-Reporter Dan Murray, der neben seiner exzentrischen Kollegin Liz Allaire, beide vom "Quill", die Hauptrolle in diesem furiosen Adventure spielt. "Hauptrolle" bedeutet, dass man im Spielverlauf die Perspektive zwischen diesen beiden Figuren immer wieder wechselt und aus ihrer Sicht heraus agiert. Dabei hat die reichlich überdrehte Liz insgesamt etwas mehr Anteile. Die Story spielt in den Fünfzigerjahren in einer Hollywood-artigen Parallelwelt in Los Angeles voller echter Monster - nein, nicht die gewöhnlichen Produzenten und Darsteller aus unserem Universum, sondern in The Next Big Thing (TNBT) geht es um reale Monster. Ähnlich wie die X-Men gehören sie einer eigenen Spezies an, sind aber im Gegensatz zu diesen von den normalen Menschen voll akzeptiert. Vor allem, so lange sie sich aufs Horrorfilmemachen konzentrieren.

Liebe, Dialoge, schräge Charaktere

Bei einer Monsterfilmpreisverleihung im Hause des Magnaten Fitz Randolph, Chef von MKO und seines Zeichens ebenfalls Monster, bricht nun Big Albert in dessen Büro ein - aber warum? Für ihr Blatt sind Liz und Dan gerade vor Ort und versuchen dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Eine recht komplexe Geschichte um letztlich überraschende politische Ambitionen entfaltet sich auf komische und spannende Weise. Wobei der Witz vor allem von den Dialogen zwischen Dan und Liz lebt, die nach dem Motto miteinander umgehen: Was sich liebt, das neckt sich, ohne dazu freilich anfangs auch stehen zu wollen. Zur Not hält die durchgeknallte Liz die Dialoge in wechselnden Rollen auch mit sich selbst. Dass sie tatsächlich zu Drillingsschwestern gehört, macht die Geschichte im Spielverlauf nur noch interessanter. Herrlich sind zudem Figuren wie der existenzialistisch-depressive Roboter vor der Villa des Magnaten Fitz Randolph, der fliegenartige, aber geniale Wissenschaftler Dr. Fly oder das poetische Monster der Schmerzen mit masochistischen Zügen: ihm fallen neue Reime nur ein, wenn man ihm neue Wege zur Selbstqual aufzeigt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1076942