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Test HP Officejet Pro 8500A Plus

26.11.2010 | 12:35 Uhr |

Als ernsthafte Konkurrenz zu Laserdrucker-basierten Multifunktionsgeräten schickt HP den Officejet Pro 8500A ins Rennen. Seine Vorteile: Geringer Stromverbrauch, geringe Druckkosten und viele Funktionen.

Auf den tägliche Gebrauch in kleinen Büros zugeschnitten ist der Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker HP Officejet Pro 8500A Plus. Das Gerät bietet die Grundfunktionen Drucken, Kopieren, Scannen und Fax. Diese Funktionen sind auf Büroanwendungen zugeschnitten. Zudem bietet das Gerät einige Extras.

An der Vorderseite des Geräts sind zwei Kartensteckplätze, die außer Compact Flash alle gängigen Speicherkarten aufnehmen können (teilweise mit Adapter). Zudem findet man hier eine USB-Schnittstelle für USB-Speichersticks sowie dem Anbinden von Pictbridge-fähigen Kameras beziehungsweise Camcorder. Auf den USB-Stick lässt sich scannen und man kann Fotos, die auf dem Stick gespeichert sind, ausdrucken. PDF-Dokumente lassen sich allerdings nicht direkt ausdrucken.

Der Drucker kommt mit einem von vorne zugängigen Papierfach, das 250 Blatt fasst. Man kann ein zweites Papierfach für ebenfalls 250 Blatt dazu kaufen ( CM759A, 40 Euro ). Die Papierablage nimmt bis zu 150 Blatt auf. Über demFlachbettscanner ist ein automatischer Dokumenteneinzug untergebracht, der in der Plus-Variante Vorlagen auch beidseitig einlesen kann.

Mac-Unterstützung

Die große Stärke des Officejet Pro 8500A Plus ist wie bei anderen von uns getesteten HP-Multifunktionsdruckern auf Tintenstrahl-Basis die hervorragende Mac-Unterstützung. Durch die Installation führt selbsterklärend Schritt für Schritt ein Assistent.

Alle Funktionen des Geräts werden gut unterstützt. Dabei nutzt HP (wie auch Lexmark) beim Druckertreiber beispielsweise die von Apple vorgegebene Funktion des doppelseitigen Drucks. Bei anderen Druckertreibern wie etwa von Epson und Canon muss man hier umständlich ins eigene Druckermenü des Herstellers vordringen. Besonders gut (ebenfalls wie bei Lexmark) gefällt die Unterstützung des Fax. Man kann Kontakte aus Apples Adressbuch zu der Kurzwahltaste am Gerät zufügen, eine SPAM-Liste anlegen oder den Mac zum Faxempfang und zum versenden verwenden. Der Scannertreiber beschränkt sich indes nur auf die nötigsten Funktionen und der Scanner ist nicht für Fotoaufgaben gedacht. Man kann den TWAIN-Scannertreiber entweder über Apples Digitale Bilder oder über einen Canon-eigenen Scanprogramm aufrufen. Die WLAN-Schnittstelle lässt sich unproblematisch einrichten und funktioniert in unserem Test anstandslos.

Drucken

Die recht großen Tintenpatronen finden hinter einer vorderen Klappe am Gerät Platz. Per Schlauch wird die Tinte zu den beiden auswechselbaren Druckköpfen für Schwarz und Farbe geführt. So bewegt der Druckkopf zwar weniger Masse, allerdings vibriert der Drucker dennoch recht heftig während seiner Arbeit. Auch ist er beim drucken laut, insbesondere der Papiereinzug.

Die Druckkosten sind vergleichsweise niedrig. So kostet eine Textseite gerade mal 1,36 Cent Tinte. Günstiger ist nur Lexmark bei dem Rückgabe-Programm mit den Modellen Pinnacle Pro 901 und Platinum Pro 905, hier kostet eine Textseite 0,98 Cent. Dafür ist der HP Officejet Pro 8500A Plus beim Farbdruck deutlich günstiger als bei der Konkurrenz, hier verbraucht man Tinte im Wert von 7,08 Cent pro Farbseite, üblich sind zehn bis 15 Cent pro Farbseite.

Die Druckqualität ist trotz seines sehr schnellen Textdrucks von 16,5 Seiten pro Minute (eigene Messung) sehr gut. Die Schrift wirkt klar abgegrenzt und ist auch in sehr kleiner Punktzahl noch gut zu lesen. Auch der Grafikdruck gelingt dem Drucker bis auf sehr feine Striche in der Standard-Auflösung gut. Beim Fotodruck erreicht der Drucker noch befriedigende Ergebnisse. Man bemerkt im Detail die Rasterung, auch wirken die Ausdrucke etwas kontrastarm.

Scannen und kopieren

Zwar arbeitet der Scanner zwar recht flott, bietet aber eine vergleichsweise mäßige Qualität eingescannter Fotos. Allerdings ist dies auch nicht das Einsatzgebiet des Officejet Pro 8500A Plus. In anstandsloser Qualität liest er dagegen Dokumente und Schriften ein. Auch die Qualität der Kopien ergeben keinen Anlass zur Kritik.

Air Print und ePrint

Air Print wird künftig mit vielen Druckern funktionieren , so wie heute schon Apples Bonjour-Protokoll für das konfigurationsfreie Einbinden in ein lokales Netz Standard bei den meisten Druckerherstellern ist. Doch noch unterstützen nur wenige HP-Drucker (von denen diese Technik stammt) direkt Air Print. Laut HP gibt es am 27 Dezember ein Firmware-Upgrade für den HP Office Jet 8500A Plus sowie für weitere neue Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte.

Doch mit ePrint bietet HP eine weitere sehr nützliche Möglichkeit zum Ausdrucken an: Der Office Jet 8500A Plus kann eine eigene E-Mail-Adresse erhalten. Schickt man an diese Adresse eine E-Mail, wird der Inhalt ausgedruckt. Das funktioniert sowohl im lokalen Netz als auch per Internet weltweit. Man bekommt eine Bestätigungsmail, ob das Dokument ausgedruckt wurde. Zum Schutz lässt sich übrigens eine Liste von E-Mail-Adressen anlegen, die diesen Dienst benutzen dürfen, sehen Sie dazu die Bildergalerie. Im Test arbeitet diese Funktion reibungslos. So lässt sich beispielsweise problemlos am iPad ein Brief mit Page erstellen und die Datei im Word-Format zum ausdrucken an den Office Jet 8500A Plus senden. Einrichten lässt sich diese Funktion über einen Internet-Dienst von HP per Webbrowser. Eine Cloud von HP wandelt den Druckjob um und sendet die Druckdaten zum Gerät.

Über den Web-Service von HP kann man zudem Apps auf den Drucker laden. Dertzeit ist das Angebot noch sehr übersichtlich, doch das dürfte sich bald ändern. HP bietet ein SDK (Software Developer Kit) für interessierte Entwickler an.

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