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HP Officejet Pro 8000 – Tintenstrahldrucker für kleine Büros

15.01.2010 | 17:17 Uhr |

Beim ersten Anblick ist einem sofort klar: Hier steht kein kleiner Freizeit-Drucker, bei dem der Hersteller an jeder Ecke den Rotstift angesetzt hat. Der Officejet Pro 8000 setzt Profi-Akzente mit seiner stabilen Konstruktion, guten Verarbeitung und - das freut den Geldbeutel - seinen großen Tintentanks.

Hinter einer Klappe an der Vorderseite des Geräts gelangt man zu den großen Tintentanks, die sich denkbar einfach tauschen lassen. Es gibt zwei Patronengrößen für die schwarze Tinte, die normalen für bis zu 1100 Seiten und die XL-Ausgabe für bis zu 2.200 Seiten. Die Farbpatrone sind nur als XL-Version für bis zu 1400 Seiten erhältlich. Die Reichweite gilt nur für einfache Farbdokumente nach ISO-Messung. In unserem Test konnten wir zirka 700 A4 Seiten mit Grafiken, Farbflächen und Bildern drucken. Eine Anzeige der verbleibenden Seiten erfolgt über den eingebauten Webserver.

Bei der Bauart bleibt HP sich treu - und führt das Papier wie immer aus einem von vorne zugänglichem Papierfach um eine 180 Grad-Rolle. Das spart zwar Platz, ist aber bei schwerem Papier problematisch. Neben dem serienmäßigen Papierfach mit 250 Blättern gibt es für günstige 30 Euro noch ein Zusatzfach für weitere 250 Blätter. Die Schnittstellenausstattung ist praxisgerecht aufs Büro ausgelegt. Neben einer USB- ist eine Ethernet-Schnittstelle serienmäßig vorhanden. Darüber hinaus bietet HP ein zusätzliches Modell mit WLAN-Schnittstelle an. Die Einrichtung geht einfach und schnell von der Hand, Nutzer von Mac-OS X 10.6 müssen nicht einmal die Treiber von der CD zu installieren, sie können direkt loslegen. Einzig zu beachtender Punkt für sie ist, dass der Drucker bei der automatischen Erkennung immer das optionale Papierfach als installiert markiert.

Handhabung

Im normalen Druckalltag verhält sich der Officejet Pro 8000 unproblematisch. Die Druckgeschwindigkeit ist sehr gut und auch der Tintenverbrauch angenehm niedrig. Dank des automatischen Ruhezustands spart der Drucker Strom. Die serienmäßige Duplexeinheit ist praktisch, aber nicht immer frei von Tücken. Bei festem 180-Gramm-Papier kann es passieren, dass der Duplexer streikt. Die Papierbreitenbegrenzer im Papierfach sind sehr leichtgängig. Und so passiert es zuweilen, dass sich diese bei schweren Papieren verschieben und alle Folgeseiten schräg eingezogen werden. Ebenso ist der Drucker nicht geeignet für die Kontrolle von Layouts.

Das Zusammenspiel von Papiereinzug und Treiber ist hierfür zu ungenau, denn man kann die Layouts nicht exakt auf den Millimeter positionieren. Im Büro spielt dies jedoch eine untergeordnete Rolle. Von hoher Relevanz ist hingegen die Druckqualität. Sie ist speziell im Modus "hoch" sehr gut - auch beim Druck von Flyern und Broschüren mit Bildern. Im Modus "normal" ist der Drucker etwas schneller, hat aber ein Qualitätsproblem, weil sich in Farbflächen und Bildern alle 2,2 cm Streifen zeigen. Der Textdruck ist im Normalmodus ebenso fehlerfrei wie im Tintensparmodus "schnell". Bei letzterem sind Bilder und Grafiken jedoch sehr blass und fehlerhaft und der Text erscheint statt vollschwarz eher etwas gräulich - so wie das im Sparmodus üblicherweise der Fall ist.

Empfehlung

Der Officejet Pro 8000 eignet sich als Arbeitstier für kleine Arbeitsgruppen im Büro. Texte, gestaltete Dokumente und was sonst noch so an einfachen Drucken im Büro anfällt, erledigt er gut. Auch Klebeetiketten verarbeitet er trotz des nicht geraden Papierwegs problemlos. Auch das gelegentliche Drucken von Fotos geschieht in guter Qualität. Hier sollte aber nur das HP eigene Advanced Photopaper zum Einsatz kommen, da dieses besser von der Druckzuführung verarbeitet wird. Bei doppelseitigem Druck auf festem Broschürenpapier kann es zum Abrieb der Papierzuführung kommen.

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