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Topaz Texture Effects: Fotos eindrucksvoll bearbeiten

18.01.2016 | 09:27 Uhr |

Über 150 anzuwendende Effekte mit Licht und Texturen bietet Topaz Texture Effects. Vor allem die einfache Bedienung beeindruckt im Test.

Topaz Texture Effects 1.0.1 konzentriert sich darauf, digitale Fotos mit interessanten Effekten, Texturen und Rahmen zu versehen. Der Fokus auf diese Funktionen macht die Bildbearbeitung für die ersten Schritte recht übersichtlich und einfach zu bedienen, ohne auf Kosten der oft beeindruckenden Effekte zu gehen. Auch das Programmmenü selbst ist sehr schlicht geraten, man beginnt einfach, indem man ein unterstütztes Foto per Dialogbefehl öffnet oder direkt auf das Arbeitsfenster zieht. Sofort beginnt Topaz Texture Effects damit, die Filter und Texturen in einem Browser oder Seitenfenster einzuarbeiten und als Vorschau darzustellen. Diese sind entweder bereits auf der Festplatte mit dem Programm vorhanden, oder sie lassen sich flott vom Anbieter respektive der Community herunterladen. 
Auch auf unserem älteren iMac (2010, i3 mit 12 GB RAM) geht die Live-Vorschau eines Filters und die direkte Anwendung verblüffend schnell. Die meisten Felder verfremden das Bild stark und dabei oft thematisch, wie etwa in alten Zeiten, gemäß den neunziger Jahren oder nach Lichteffekten und Ähnlichem.


Einige der Effekte im Überblick
Vergrößern Einige der Effekte im Überblick

Effekte flott und vielfältig

Spannend wird es, wenn man das Bild den eigenen Bedürfnissen anpasst, etwa mit den Basic Adjustments (wie Helligkeit, Sättigung oder Transparenz), Texturen anwendet, von denen es schlichte bis ”abgedrehte” gibt. Auch spezielle Lichteffekte und Farben lassen sich zusätzlich auf ein Foto übertragen, sodass der Kreativität in dieser Hinsicht kaum Grenzen gesetzt sind.
 Dazu kommen viele weitere Filter und Effekte, wobei man dann doch rasch den Überblick verlieren kann – aber das Programm ist für das spielerische Ausprobieren wie geschaffen und wohl auch so gedacht und konzipiert.

Mit der Maskierung lassen sich insbesondere und mit unterschiedlichen Pinseln und Stärken ”unterhalb” der Verfremdungen die originalen Ursprünge hervorzaubern, womit sich beispielsweise in einem (nach Filterwirkung auf das farbige Original) Sepia- oder Schwarz-Weiß-Foto Gesichter oder andere Details hervorheben und betonen lassen. Der Vergleich zwischen dem Originalfoto und dem gefilterten ist jederzeit per Knopfdruck möglich. Ebenen finden aber keine Unterstützung.
 Speichern lässt es sich in den Formaten JPEG, TIF und PNG. Auch eine Kombination von selbst gefundenen und angelegten Effekten kann man unter passenden Namen und Tags für die spätere Wiederverwendung sichern – außerdem können sie in der Topaz Community abgelegt werden, wo man sich auch jederzeit die Effekte anderer User herunterladen kann.

Was uns beispielsweise etwas fehlt, ist die heutzutage eigentlich schon fast selbstverständliche Möglichkeit, seine Bilder direkt in sozialen Netzwerken wie Facebook & Co. zu teilen. Dies geht dann eben nur indirekt über die selbst gespeicherten Fotos. Auch eine Anbindung an Apples Fotos gibt es leider nicht.

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

Das komplette Programm inklusive Steuerung, Hilfestellungen, Tutorials und Tipps sind leider nur auf Englisch verfügbar. Angesichts der Komplexität, die Texture Effects in der Tiefe aufweist, ist das an sich schade, sofern man sich im Englischen nicht ganz so zu Hause fühlt.

Auf dem Mac wird mindestens OS X 10.8 (64 Bit) vorausgesetzt. Das Programm gibt es als Standalone oder als Plug-in für verbreitete Bildbearbeitungen wie Photoshop , auch Elements, Corel Paintshop Pro oder Lightroom und andere. Die Kosten für die Einzelplatzlizenz liegen bei 70 US-Dollar, eine Demoversion ist nach Angabe der E-Mail-Adresse ebenfalls erhältlich.

Empfehlung


70 US-Dollar für eine Applikation, die Bildeffekte, Filter und ein wenig Feinbearbeitungen für Fotos liefert, erscheinen teuer, insbesondere wenn man schon über Programme wie Photoshop (Elements) oder Lightroom verfügt. Die Stärke von Texture Effects liegt freilich im spielerischen, dabei oft überraschenden Umgang und den bereits ausgezeichneten Vorlagen der Entwickler sowie der Community. Ob einem der Stil und die Richtung dieser manchmal auch etwas grellen Effektensammlungen liegt – dezente gibt es aber durchaus ebenso – lässt sich zum Glück leicht mit der kostenlosen Testversion erkunden.

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