URW++

URW++: Großer Bestand an eigenen Schriften

17.12.2008 | 13:05 Uhr | Günter Schuler

Der in Hamburg ansässige Anbieter URW++ unterscheidet sich von den beiden zuvor aufgeführten in mehrererlei Hinsicht.

Ähnlich wie Linotype hat URW++ einen großen Bestand eigener Schriften. Zum großen Teil basiert dieser auf Schriften, die die Vorläuferfirma URW in den Achtzigern mit ihrer Ikarus-Software digitalisierte. Ergebnis: Auch klassische Schriften im Angebot von URW++, etwa die Gill Sans, sind hausinterne Fertigungen. Ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Anbietern sind unterschiedliche Fontvarianten für Bodytype- und Display-Schriftgrößen. Die Display-Fontvarianten dürften ein nicht unmaßgeblicher Grund sein für die überdurchschnittliche Präsenz von URW-Schriften im Bereich Außenwerbung und Headline-Gestaltung. Besonders gut vertreten sind im URW-Angebot Schriften aus den Beständen der Designerlabels ITC und Letraset. Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmens sind Firmen-Hausschriften. Mit Schriften von URW++ operieren bekannte Konzerne wie Daimler, die Deutsche Bundesbahn sowie die Telekom.

Auch der Hamburger Hersteller distribuiert seine Schriften in unterschiedlichen Zusammenstellungen. Die Komplettbibliothek dürfte derzeit mehrere Tausend Fonts umfassen. Für Einsteiger sind wie bei anderen Herstellern vergleichsweise preisgünstige Schnupperpakete zu haben. Über die reguläre URW++-Bibliothek hinaus pflegt der Hersteller ambitionierte Spezialreihen, darunter das Angebot der Dutch Type Library. Die DTL-Schriftbibliothek ist auf Textschriften kapriziert und umfasst sowohl neue Entwürfe als auch Neuinterpretationen traditioneller niederländischer Schriftklassiker.

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