2039402

Externe USB-SSD

USB SSD im Test: Samsung Portable SSD T1 am Mac

20.01.2015 | 15:00 Uhr |

Als interne Massenspeicher haben sich die schnellen SSD-Laufwerke längst etabliert, nun kommen immer mehr externe Modell auf den Markt. Mit der Samsung T1 steigt nun einer der ganz großen Player im Markt ein.

Erst wenn man die T1 in der Hand hält, wird einem bewusst wie klein und leicht das Laufwerk ist, vor allem im Vergleich zu herkömmlichen externen USB-Festplatten im 2,5-Zoll-Format. 30 Gramm wiegt der Zwerg, das ovale Kunsstoffgehäuse in Schwarz macht einen stabilen Eindruck. Ausgerüstet ist die T1 mit einem USB-3-Mini-Anschluss. Ein kurzes Kabel (11 cm) liegt bei. Samsung bietet die Portable SSD T1 mit 250, 500 GB sowie 1 TB an. Die Preise liegen bei 190, 300 sowie 600 Euro

Samsung T1 Anschluss
Vergrößern Samsung T1 Anschluss
© Samsung

Bei ersten Anschluss an den Mac zeigt es sich, dass die T1 anders ist als die meisten externen Festplatten. Auf dem Schreibtisch erscheint zunächst eine lediglich 128 MB große installations-Partition. Dort findet sich Software für Windows und OS X. Erst nach Installation dieser Software erscheint das eigentliche Laufwerk auf dem Schreibtsch. Der Grund für dieses Verhalten ist die integrierte Hardware-Verschlüsselung (AES 256 Bit), die man mit einem Passwort aktivieren muss. Ohne diese Treibersoftware ist die Verschlüsselung nicht möglich. Ist sie aktiv, erscheint auf anderen Macs zunächst ebenfalls nur die Installations-Partition, bei aktiver Verschlüsselung muss man sie also auf allen beteiligten Macs (oder PCs) installieren. So fortschrittlich dieses Verfahren ist, so umständlich ist es auch. Zumal mit File Vault jeder Mac eine Verschlüsseltungstechnik an Bord hat. Außerdem kann man von einer verschlüsselten T1 nicht booten.

Im Test

Die T1 ist ab Werk im Format exFAT eingerichtet, lässt sich aber jederzeit mit dem Festplattendienstprogramm ins Mac-übliche Format HFS+ umformatieren. Samsung verspricht Datenraten von 450 MB/s, allerdings nur unter Windows mit einem zusätzlichen UASP-Treiber . Unter OS X wird UASP bereits ab Version 10.8 unterstützt, dennoch messen wir nur 360 MB/s sowohl beim Lesen, als auch beim Schreiben. Auch wenn die T1 nicht die versprochenen Datenraten erreicht liegen sie im Vergleich zu anderen USB-SSD-Laufwerken (beispielsweise Elgato SSD Drive + ) etwas höher. Die Zugriffszeit messen wir mit 0,15 ms - ebenfalls ein guter Wert.

Empfehlung

Klein, leicht und schnell. Die T1 von Samsung hält weitgehend, was der Hersteller verspricht. Auch wenn sie am Mac die angegebenen Datenraten nicht erreicht, die Geschwindigkeit ist gut. Der Umgang mit dem kleinen Laufwerk macht in der Praxis Freude. Wenn man auf die Verschlüsselung verzichten kann, lässt sie sich wie jede andere externe Platte auch als flotter Massenspeicher für den Datenaustausch benutzen. Mit Verschlüsslung ist man jedoch auf den umständlichen Prozess der Software-Installation angewiesen.

Samsung T1

Hersteller: Samsung
Preis (500 GB): € 300, CHF 304
Note: 1,7 gut
Leistung (60 %)                                1,9               
Qualität/Ausstattung (20 %)            1,2      
Handhabung (10 %)                         1,5
Ergonomie (10 %)                            1,5      
Vorzüge: Kleines und leichtes Gehäuse, hohe Datenraten, Kabel im Lieferumfang
Nachteile: Verschlüsselung nur mit zusätzlichem Treiber möglich
Größe (B x H x T) 71 x 9,2 x 53,2 mm; Gewicht 30 g
Alternativen: Freecom mSSD , Angelbird SSD 2 go

0 Kommentare zu diesem Artikel
2039402