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Überwachungskameras mit Bewegungsmelder

26.07.2016 | 14:50 Uhr |

Netzwerkkameras erhöhen zumindest subjektiv die Sicherheit in der Privatwohnung und im Büro. Drei Geräte im Vergleich.

Die Grundfrage bei der Überwachung mit einer Kamera ist: Möchte man eine Dauerüberwachung mit permanenter Aufzeichnung oder soll die Kamera nur bei einer registrierten Bewegung aufzeichnen? Gerade im privaten Umfeld ist letzteres meist die bessere Lösung. Wer einmal nach einem Urlaub eine Woche Aufzeichnungen durchforstet hat, um zu sehen, ob jemand durch den Garten gelaufen ist, der wird sich nämlich nach einer besseren Lösung sehnen. Und diese bieten Kameras, die erst aufzeichnen, wenn sich etwas in ihrem Blickfeld bewegt.

Hierfür haben sich zwei Techniken etabliert: Die elektronische Variante, die Änderungen auf Pixelbasis erkennt und der passive Bewegungsmelder, wie man ihn auch von Leuchten im Haus und Alarmanlagen kennt.

Die elektronische Variante auf Pixelbasis bedarf eines vom Anwender markierten Bereiches, der auf Pixeländerungen überprüft wird. In der Anwendung eigentlich sehr einfach, hat diese Variante den großen Nachteil, dass sie zwischen der Bewegung eines Schattens und der eines Menschen nicht unterscheiden kann.

Hier schlägt die Stunde des passiven Bewegungsmelders. Er löst nur bei Warmblütern aus, also Menschen und Tieren. Die Fehlalarme werden so auf ein Minimum reduziert. Nicht umsonst kommen diese Melder in Alarmanlagen zum Einsatz.

Eine weitere Funktion macht nur mit diesen Meldern Sinn: Push-Meldungen auf das Smartphone. Wenn sich der Sonnenstand ändert, möchte man keine Nachricht, wohl aber, wenn ein Einbrecher sich der Terrasse nähert.

Wir haben drei Überwachungskameras aus dem noch überschaubaren Angebot ausgewählt, die nicht nur einen passiven Bewegungsmelder haben, sondern auch Push-Meldungen senden können. Darüber hinaus verfügen sie über IR-LEDs für die Nacht und mindestens 1 Megapixel Bildauflösung.

Foscam C2 : Preisbrecher mit toller Schärfe und Cloud-Service

Wenn man die C2 von Foscam zum ersten Mal in der Hand hält, ist man ein wenig über die kompakten Abmessungen überrascht. Das runde Gehäuse ist gefällig und mit einem Durchmesser von sieben Zentimetern sowie einer Dicke von drei Zentimetern lässt es sich schön unauffällig unterbringen. Die weiße Farbe tut ein Übriges, damit die Kamera an der Wand oder der Decke nicht auffällt.

Foscam C2
Vergrößern Foscam C2
© Foscam

Für die Ausrichtung sorgen ein Ausleger mit zwei Gelenken und eine drehbare Bodenplatte. Die Plastikkonstruktion macht zwar auf den ersten Blick einen wackeligen Eindruck, erfüllt aber ihren Zweck.

Auf der Rückseite versteckt sich hinter einer Gummiabdeckung der Netzwerkanschluss. Das kompakte Netzteil findet Kontakt über einen Micro-USB-Anschluss. Super mitgedacht hat Foscam bei der Farbe: So macht es Sinn, bei einer weißen Kamera auch ein weißes Netzteil und ein weißes Anschlusskabel mitzuliefern. Auf diese Weise kann man auch das Kabel auf einer weißen Wand unauffällig verlegen. Dass die Stromversorgung mit einem USB-Kabel ausgeführt ist, kann praktisch sein, wenn man ein längeres Kabel benötigt, das vereinfacht die Auswahl. Klasse, dass das Kabel mit seinen zwei Metern schon in der Standardausführung eine ordentliche Länge hat.

Zuverlässiger Bewegungsmelder

Ein erstes Highlight findet sich mit dem Bewegungsmelder auf der Vorderseite der Kamera. So wird nur ein Alarm ausgelöst, wenn sich auch wirklich ein Lebewesen im Blickwinkel bewegt. Apropos Blickwinkel, dieser ist mit 120 Grad sehr groß. Typisch für solche Kameras ist aber die deutliche Fischaugenverzeichnung.

Das zweite Highlight ist die Auflösung von 2,0 Megapixeln, die sonst unter 200,- Euro nicht zu haben sind. Somit sind die Standbilder schön scharf und auch die Videos profitieren deutlich davon.

Für die Aufzeichnung stehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Verfügung, eine MicroSD-Speicherkarte oder ein FTP-Server. So lassen sich bei einer Bewegungserkennung neben Standbildern auch Videos ablegen – und zwar auch zeitabhängig. Da die C2 auch ein Mikrofon und einen Lautsprecher hat, ist sogar eine Alarmierung bei Geräuschen möglich.

Eine weitere sehr interessante Möglichkeit ist der Foscam-Cloud-Service. Dieser Dienst dient nicht nur zum Sammeln der Aufzeichnungen, sondern auch für den Zugriff auf die Kamera - Push-Meldungen bei Alarmierung auf das Smartphone inklusive. Als besonderes Feature kann man so auch Videos mit Freunden teilen. Das freut vor allem die Großeltern, wenn sie ihr Enkelkind sehen wollen.

Dieser Service ist allerdings nicht kostenlos. Abhängig vom Speicherbedarf kostet der Platz für sieben Tage Aufzeichnung € 49,99 und für 30 Tage pro Jahr € 129,99. Für Privatanwender, die den Service nur gelegentlich wie zum Beispiel für die Urlaubszeit benötigen, gibt es auch monatliche Buchungen. € 4,99 beträgt die Gebühr pro Monat für sieben Tage Aufzeichnung und € 12,99 für 30 Tage Aufzeichnungsplatz.

Wer den Foscam-Cloud-Service nicht nutzen möchte, muss zum Glück nicht auf die Push-Meldungen bei Alarmierung auf das Smartphone verzichten. Das lässt sich über die App aktivieren.

Wie üblich hat auch Foscam für die C2 eine passende App mit Einrichtungsassistenten parat. Wer diese einsetzen möchte, muss einen Nutzeraccount bei Foscam anlegen. Dann ist die Kamera aber auch über P2P aus dem Internet erreichbar. Über die App lassen sich neben grundlegenden Einstellungen wie Datum und Uhrzeit auch die WLAN-Verbindung sowie – ganz wichtig – die Alarmierung und die Push-Meldungen einstellen. Der Zugriff auf lokale Aufzeichnungen ist leider nicht möglich.

Über die App und im Web

Wer keine App benötigt, der kann im lokalen Netzwerk auch einen Webbrowser für den Zugriff verwenden. Dann sind viel detailliertere Einstellungen möglich wie zum Beispiel, ob die Alarmaufzeichnungen auf der internen MicroSD-Karte oder dem FTP landen. Ebenso wie ein Zeitplan für die Aufzeichnung oder Überwachung. Hier verstecken sich jedoch auch ein paar Fallstricke. Zum Beispiel wird für den Zugriff ein spezielles Plug-in benötigt und bei der manuellen Auslösung einer Aufnahme, landet diese nicht auf der Speicherkarte oder FTP-Server, sondern lokal auf dem Rechner. Das klappt nur nicht, da der Pfad nicht einfach angegeben werden kann. Das ist verwirrend, dafür hilft hier der Foscam-Service weiter. Das Handbuch schweigt hierzu nämlich.

Foscam C2 -Empfehlung

Foscam gibt sich Mühe, die Einrichtung seiner Netzwerkkamera so simpel wie möglich zu machen. Ein deutsche Kurzanleitung liegt bei und ein QR-Code auf der Kamera soll die Anmeldung im WLAN vereinfachen. Letzteres klappt bei uns mit einer FritzBox leider auf Anhieb nicht.

Nach dem Einrichten empfiehlt es sich, manuell die Uhrzeit in den Einstellungen zu überprüfen. Bei uns ist sie nicht synchron zur lokalen Uhrzeit. Zu finden ist das Ganze unter dem nicht ganz eindeutigen Stichwort „Sync-Zeit“. Dafür klappt das Synchronisieren mit dem Smartphone mit einem Klick auf den Button „Die Zeit“.

Was man sehr zu schätzen lernt ist die Frauenstimme, die zwar in Englisch, aber deutlich mitteilt, was die Netzwerkkamera gerade macht – zum Beispiel, dass sie sich mit dem WLAN verbunden hat.

Auffallend bei der App ist die fehlerhafte Übersetzung ins Deutsche. So werden zum Beispiel die Umlaute als Sonderzeichen dargestellt. Die Bedienung klappt trotzdem ganz gut und Abstürze sind nur selten. Auf den ersten Blick sind die Buttons für Bild- und Videoaufzeichnung in der App sehr praktisch. Extrem ärgerlich ist nur die Tatsache, dass diese auf dem Smartphonespeicher landen und nicht mehr gelöscht werden können.

Unnötig kompliziert ist der Testzugang für den Cloud-Service. Jeder C2-Nutzer erhält die Möglichkeit, einen Monat den Cloud Service für einen Cent zu testen, was eine Abrechnung über PayPal oder Kreditkarte zur Folge hat.

Ein wichtiges Kriterium ist die Bildqualität. Sie ist bei der Foscam C2 ganz ordentlich. Die Auflösung von zwei Megapixeln tut dem Auge gut, was gerade bei den Standbildern klasse ist. Leider sind die Videos bei schnellen Bewegungen nicht ganz so schön. Deutliche Kompressionsartefakte trüben das ansonsten gute Video. Das haben wir schon besser gesehen. Während bei gutem Licht die Bild- und Videoschärfe begeistern, ist das Bild bei schwachem Licht sehr stark verrauscht. Bei Dunkelheit wird es dank der IR-Leuchten wieder deutlich besser; Sie leuchten zwar nur wenige Meter, dafür ist das Bild sehr schön scharf.

Foscam C2 bei Amazon ansehen

Foscam C2

Hersteller:

Foscam

Preis:

127,- Euro

Note:

2,4 gut

Vorzüge:

sehr gute Bildschärfe, gute Bildqualität bei Tag und Nacht, günstiger Preis

Nachteile:

bei wenig Licht deutliches Rauschen, Videoformat mkv, starke Kompressionsartefakte bei Bewegung, App nicht ausgereift

Edimax IC-3140W: Günstige Netzwerkkamera mit Bewegungsmelder aber nicht ohne Schwächen

Zum Glück schon Standard: Überwachungskameras bieten eine Auflösung von mindestens einem Megapixel und per Smartphone den Zugriff über das Internet. So sind es andere Merkmale, die es braucht, um sich von der Masse abzuheben. Das wäre zum einen eine Nachtsichtfunktion mit Infrarot-LEDs und ein Bewegungsmelder. Beides hat die IC-3140W von Edimax . Vier Infrarot-LEDs filmen auch bei Dunkelheit bis in eine Entfernung von etwa fünf Metern ein ansehnliches Bild, auf dem man recht gut Personen erkennen kann. Der Bewegungsmelder ist ein Merkmal, welches man sonst nur bei hochpreisigeren Netzwerkkameras findet. Zwar haben die meisten Netzwerkkameras eine Bewegungserkennung, nur ist diese Software basiert und erkennt Bewegungen nur anhand  von Änderung im Bild. Das kann die IC-3140W auch, nur hier ist wie bei der oben beschriebenen Foscam C2 noch ein richtiger Bewegungsmelder verbaut, der die Bewegung von Menschen erkennt, ganz so wie man das von Alarmanlagen her kennt. Wer sich einmal darüber geärgert hat, das die Bewegungen von Bäumen einen Alarm ausgelöst haben, wird diese Technik zu schätzen wissen. Bewegungen richtig zu unterscheiden ist das eine, mit diesen Alarmmeldungen umzugehen das andere. Und so stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl: Aufzeichnung auf eine integrierte MicroSD-Karten, Versand per Mail, Speicherung auf FTP oder NAS und eine Push-Meldung auf das iPhone. Längere Videos von 1, 3 oder 5 Minuten, lassen sich leider nur auf MicroSD und NAS speichern, ansonsten werden kurze Clips mit 5 oder 10 Sekunden per Mail oder FTP verschickt.

Edimax IC-3140W
Vergrößern Edimax IC-3140W
© Edimax

Die IC-3140W bietet zwei Videokompressionen MJPEG bis VGA-Auflösung und h.254 bis 1280x720 Pixel. Und hier haben wir als Mac-Anwender das Nachsehen. Während man mit der iPhone-App auch die gute HD-Auflösung mit h.264 nutzen kann, ist die ältere iPad-App, die OSX-App und der Zugriff über den Webbrowser nur mit MJPEG und VGA-Auflösung möglich.

Edimax IC-3140W -Empfehlung

Der Funktionsumfang kann voll und ganz überzeugen, vor allem der richtige Bewegungsmelder und die Push-Benachrichtigung sind tolle Funktionen. Nicht ganz zu Ende gedacht ist eigentlich nur die Funktion der Videospeicherung, hier geht nur entweder NAS oder MicroSD-Karte. So kann eine MicroSD-Karte leider nicht als Notfallablage bei einem Problem mit dem NAS eingesetzt werden. Zwar gibt es auch das Speichern auf einen FTP-Server, nur ist hier die Videolänge auf 10 Sekunden begrenzt. Die Konfiguration ist nach einer kurzen Beschäftigung mit der Anleitung auch machbar und wenn alle Stricke reißen, gibt es einen deutschen Service. Bei dem mitgelieferten Fuß aus Metall hat Edimax auch mitgedacht, er ist mit Zusatzelementen verlängerbar und taugt so wunderbar als Wand- und Deckenhalter. Leider lässt sich der Kugelkopf nicht gut arretieren. Der größte Kritikpunkt ist leider die Bildqualität. Zwar ist der Nachtmodus sehr ordentlich im Vergleich zu allen bisher getesteten Netzwerkkameras, nur das Bild am Tage zeigt sehr starke Kompressionsartefakte und wirkt dadurch verwaschen.

Edimax IC-3140W bei Amazon ansehen

Edimax IC-3140

Hersteller:

Edimax  

Preis:

€ 90

Note:

2,6 befriedigend

Vorzüge:

echter Bewegungsmelder, guter Nachmodus, flexibler Umgang mit Alarmmeldungen, Decken- Wandhalterungen im Lieferumfang

Nachteile:

Bild mit starken Kompressionsartefakten, schwarzes Netzteil bei weißer Kamera

Instar IN-6012HD + IN-Motion und IN-6014HD: Schwenkbare Netzwerkkamera mit professionellen Features

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die IN-6012HD nicht von anderen HD-Überwachungskameras mit Schwenkfunktion. Eine Auflösung von 1280x720 Pixel bei maximal 25 Bildern pro Sekunde und H264 als Videokompression bilden eine gute technische Grundlage. Damit die Kamera nicht bei schwachem Licht schlapp macht, sorgen 10 IR-LEDs für die nötige Beleuchtung.

Für die Bedienung stehen Apps für das iPhone und das iPad bereit, die Konfiguration und Zugriff erfolgt über einen Browser. Instar macht es seinen Kunden einfach, die Kamera in Betrieb zu nehmen. Dank WPS ist die Verbindung zum WLAN-Accesspoint schnell hergestellt und eine deutsche Bedienungsanleitung – sie ist sogar gedruckt – erklärt die Schritte zur Einrichtung recht verständlich. Überhaupt kann der Lieferumfang voll überzeugen, so liegt der weißen Kamera auch ein weißes Netzteil bei – das ist nicht selbstverständlich – und an eine SD-Karte hat Instar auch gedacht. Beim ersten Aufruf über den Webbrowser führt ein „Setup Wizard“ durch die Ersteinrichtung. Für den Zugriff auf die Kamera aus dem Internet sieht Instar zwei Möglichkeiten vor: Direkt über eine feste DDNS-Adresse oder einen P2P-Service. Der P2P-Service ist für den einfachen Zugriff ideal, so muss man keine Einstellungen am Router vornehmen und dank QR Code auf der Kamera ist die Konfiguration der iOS-App schnell erledigt. Erfahrene Anwender bekommen mit DDNS einen direkten Zugang, da dieser nicht über einen weiteren Server läuft, sondern die Kamera über den eigenen Router verbindet. Wie der Router zu konfigurieren ist, erklären ausführliche Anleitungen für die gebräuchlichen Geräte von AVM, Telekom, D-Link, Netgear und Vodafone. Toll ist auch, das Instar für den P2P-Service ein deutsches Rechenzentrum nutzt.

© Instar

Standardmäßig deckt die IN-6012HD einen Blickwinkel von 45 Grad ab, reicht das nicht, bietet Instar ein Wechselobjektiv mit 90 Grad an. Das ist ein außergewöhnliches Feature in dieser Preisklasse. Ebenso überzeugend ist die Bildqualität, denn hier sieht man auch, dass das Bild HD-Auflösung hat. Standbilder und Videos sind scharf, die Farben sind etwas zu kräftig, was sich aber ein wenig runter regeln lässt. Kompressionsartefakte treten kaum störend in Erscheinung, erst bei schnell bewegenden Objekten fallen diese deutlich auf. Das ist in der Preis und Auflösungsklasse ein sehr respektables Ergebnis. Neben der Speicherung auf die integrierte SD-Karte, kann auch ein FTP-Server als Ablage konfiguriert werden, auf Wunsch auch Zeitgesteuert.

Empfehlung: Instar IN-6012HD

Instar bietet mit der IN-6012HD eine sehr überzeugende Überwachungskamera ab. Hier stimmt nicht nur die Ausstattung, sondern auch die Technik. Die Bedienung über die App gefällt und sehr praktisch ist die Unterstützung von Push-Meldungen bei einer Alarmierung. Die praxisnahe Ausstattung merkt man aber auch an Features wie einer zeitgesteuerten Alarmaktivierung, einen Eingang für einen externen Sensor – zum Beispiel für einen Bewegungsmelder – und der Ansteuerung über das Internet. Den passenden Bewegungsmelder IN-Motion 300 bietet Instar als Zubehör für 50 Euro an. Gegenüber einem eingebauten Bewegungsmelder hat dies den Vorteil, den Überwachungsbereich individuell an die Gebäudeverhältnisse anzupassen. Da die IN-6012HD die beste Bildqualität aller bisher getesteten Überwachungskameras bietet, sollte man sie sich näher ansehen.

Instar IN-6014HD

Hersteller:

Instar

Preis:

€ 160,-

Note:

1,7 gut

Vorzüge:

gute Bildqualität, Alarmein- und ausgang, sehr guter Lieferumfang, Push-Meldung, DDNS-Dienst

Nachteile:

Derzeit noch keinen Zugriff auf die SD-Karte von den Apps aus, geringe Reichweite der IR-LEDs, Schwenkbefehl reagiert stark verzögert

Instar IN-6014HD

Wer lieber eine Netzwerkkamera mit eingebauten Bewegungsmelder haben möchte, kann zum Modell IN-6014HD greifen. Bis auf wenige Ausnahme sind beide Modell identisch. So besitzt das Modell IN-6014HD standardmäßig einen Blickwinkel von 90 Grad. Auf was man verzichten muss ist der Alarm Ein- und Ausgang, dafür hat sie ja den eingebauten Bewegungsmelder. Ein wirklicher Verzicht dürfte aber die um zwei Meter reduzierte Reichweite der Nachsicht sein. Es sind nur noch zehn Meter, dafür fängt sie auch schon bei fünf statt acht Meter an.

Separat getestet: Netatmo Welcome (siehe Kasten)
Vergrößern Separat getestet: Netatmo Welcome (siehe Kasten)
© Netatmo

Netatmo Welcome

Die Netatmo Welcome funktioniert im Prinzip wie die drei Modelle im Vergleichstest. Ein Bewegungsmelder veranlasst die Kamera, ihr Blickfeld zu filmen (120 Grad), dank Infrarotsensoren auch nachts. Über den kostenfreien Webservice des Anbieters kann man die Videos der Kamera abrufen oder sie sich gleich auf seine Dropbox oder einen FTP-Server legen lassen. Der Clou der Netatmo Welcome ist jedoch die integrierte Gesichtserkennung, nach gut einer Woche Anlernzeit erkennt sie zuverlässig, welche der Bewohner zu Hause sind und welche nicht - und meldet per Push-Nachricht, wen die Kamera identifiziert hat. Netatmo verkauft zudem noch Bewegungsmelder für Fenster und Türen, die via Kamera melden, ob diese offen stehen oder an ihnen etwas ruckelt. Die Preise: 200 Euro für die Kamera, 100 Euro für den Dreierpack der Tags genannten Sensoren. Lesen Sie hier den ausführlichen Testbericht der Netatmo Welcome .

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