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Ulead DVD Pictureshow

08.09.2003 | 12:22 Uhr |

Normalerweise sind wir äußerst skeptisch, wenn ein Hersteller von Windows-Software eine Mac-Version eines seiner Programme ankündigt. Nicht so bei Ulead, denn die haben sich in der PC-Welt einen Namen für besonders einfach zu bedienende Multimediatools gemacht.

DVD Pictureshow ist eine Umsetzung der bereits in der Windowswelt bekannten gleichnamigen Software und ist mit einem Preis von 49 Euro eine Kampfansage an Apples iDVD. Auf der "DVD Pictureshow"-CD befinden sich zwei Programme: DVD Pictureshow und der Photo Explorer, mit denen der Anwender Multimediaarchive betrachten, verwalten und als Präsentationen auf DVD und CD brennen kann. Anders als mit iDVD können auch Video-CDs erstellt werden, und anders als die Apple-Software unterstützt Ulead nahezu jeden internen oder externen CD- beziehungsweise DVD-Brenner. Während iDVD aber auch Video-DVDs erzeugen kann, beschränkt sich DVD Pictureshow auf Diaschauen.

DVD Pictureshow

Mit diesem Programm können Fotos für DVD und Video-CD vorbereitet werden. Die Benutzeroberfläche erinnert stark an iPhoto. Diaschauen werden in drei Schritten erstellt: Im Modus "Organize" werden die Inhalte der entstehenden Video-CD beziehungsweise DVD importiert und vorbereitet. Ein Klick auf die Schaltfläche "Make Menu" bringt die Gestaltungsoptionen für Oberfläche zum Vorschein, und "Burn" sorgt für die Speicherung auf den Silberlingen.

Organize

Ordner und Einzelbilder werden per Drag-and-Drop in die "Diaschau-Liste" importiert. Der Ordnername wird dabei automatisch als Name der Diaschau übernommen, kann aber jederzeit geändert werden. Ein Projekt kann beliebig viele Diaschauen haben, wiederum bestehend aus beliebig vielen Einzelbildern. Zum Test haben wir in einer einzigen Diaschau über 1700 Bilder importiert, ohne dass die Software damit Schwierigkeiten gehabt hätte. Im Vorschaufenster können die Bilder einer Diaschau mit der Maus beliebig platziert, gedreht, gelöscht und individuell hinzugefügt werden. Den Anzeigeintervall kann der Benutzer zwischen einer und 99 Sekunden festlegen, jede Diaschau bekommt auf Wunsch einen Soundtrack in den Formaten MP3, WAV oder AIFF. Als Bildformate unterstützt DVD Pictureshow JPEG, TIFF, BMP und das Photoshop-Format in allen Auflösungen. Präsentationen rechnet die Software automatisch auf das gewählte Ausgabeformat (PAL oder NTSC) um. Praktisch sind dabei die "Füllstandsanzeige", die ständig darüber informiert, wieviel Platz auf dem Medium noch verbleibt, und die Möglichkeit, jederzeit zwischen Video-CD und DVD als Endprodukt eines Projektes umschalten zu können.

Make Menu

Nachdem die Inhalte der Diashows organisiert wurden, werden die Menüs der künftigen DVD erstellt. Dazu stellt DVD Pictureshow insgesamt 43 Vorlagen bereit, die alle Themenbereiche von seriös über romantisch bis verspielt abdecken. Eigene Vorlagen können leider ebensowenig hinzugefügt wie die vorhandenen geändert werden, nicht einmal das Ändern von Schriftart und Schriftgröße ist möglich. Lediglich Hintergrundbilder lassen sich anstelle der vorgeschlagenen Layouts einfügen. Das macht die Erstellung der Menüstruktur zwar zu einer Sache von Sekunden, ein wenig mehr Flexibilität wäre bei einem solch kreativen Themenumfeld sehr wünschenswert. Im selben Programmbereich ist auch eine Voransicht verfügbar, in dem die gerade erstelle Menüoberfläche mit einer simulierten Fernbedienung am Mac getestet werden kann.

Burn

Hier bietet DVD Pictureshow deutlich mehr als der Kontrahent iDVD von Apple, denn es werden praktisch alle internen und externen CD- und DVD-Brenner unterstützt. Auch an Optionen mangelt es nicht: Man kann ein Image des Projektes sichern, mehrere Kopien in einem Arbeitsgang erzeugen und die Originaldateien eines Projektes in einen Ordner auf das Medium kopieren lassen. Gesicherte Disk-Images lassen sich später mit Toast oder dem zu DVD Pictureshow gehörenden Hilfsprogramm "Disk Image Recorder" beliebig brennen.

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