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Von Andreas Zerr - 18.04.2012, 10:06

Video-Apps im Vergleich

iMovie vs. Avid Studio - Videoschnitt im Vergleich

Mit Studio bietet der Videospezialist Avid einen direkten Konkurrenten zu Apples iMovie fürs iPad. Die Preise sind identisch - wir zeigen, wo die Unterschiede liegen.
iMovie vs. Studio, Apple vs. Avid! Ein Wettbewerb, der schon seit gut einem Jahrzehnt im professionellen Film- und Videobereich beständig schwelt. Nun ist die App Avid Studio (3,99 Euro) nicht Media Composer, und iMovie (3,99 Euro) schon gar nicht Final Cut Pro. Nichtsdestotrotz haben wir uns den Spaß gemacht, die beiden Apps am iPad direkt miteinander zu vergleichen.

iMovie und Avid Studio: Der erste Eindruck

Stilistisch etwas anspruchsvoller kommt der Startbildschirm von Avid Studio daher, mit altem Filmprojektor und liebevoll gestaltetem Filmstreifen, während iMovie die Projekte auf dem schon ziemlich angestaubten Kinoeingang präsentiert. Bei beiden Apps reicht ein Tippen, um ein Projekt anzulegen oder einen bestehenden Film zu öffnen, und beide laden den Programminhalt ohne unangenehme Wartezeit. Im Unterschied zu iMovie kann man in Avid Studio nur Filme erstellen, keine sogenannten Trailer (kurze Stücke mit vorgefertigten Text- und Grafikanimationen). Dafür fragt Avid den Anwender gleich zum Start nach einem Projektnamen, während iMovie zunächst nur stumpf mit "Mein Projekt" beginnt.
Vom Aufbau her geben sich beide Apps nicht viel: Links oben befindet sich die Medienübersicht der Videos und Fotos, rechts die Vorschau und unterhalb beider Fenster die Zeitleiste. Während iMovie jedoch nur eine Timeline vorweist, enthält Avid Studio zwei, nämlich eine Piktogrammansicht (das sogenannte Storyboard) zum Aufbau des Films und eine Zeitleiste mit der bekannten Balkenansicht professioneller Schnittprogramme.
Während iMovie sich ziemlich zickig anstellt, was den Import von Clips anbelangt, die nicht mit dem iPad gefilmt wurden (hier muss eine vorherige Synchronisation der Videos über den Fotobereich von iTunes erfolgen), greift Avid Studio direkt auf alle kompatiblen Clips in der Videobibliothek zu, was erheblich Zeit und Aufwand spart. Beide Apps haben jedoch gleichsam Zugriff auf die iPhoto-Bibliothek des iPad und auf die Musik von iTunes inklusive aller Playlisten. Etwas nervig ist die Tatsache, dass Avid Studio ständig die Medienbibliothek aktualisieren will, auch wenn man nur kurz das Programm wechselt.
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