Videokomprimierer
Videokomprimierer für Profis
Wir testen die wichtigsten Videokomprimierern für den professionellen Einsatz
Videokompremierer
Mittels QuickTime-Informationsfenster kann der Anwender schnell Größe, Dauer und Format/Codec eines Films ersehen.
uickTime X liefert nur eine geringe Auswahl an Größen und nur das MPEG-4 Format; dafür ist die Handhabung denkbar einfach.
MPEG Streamclip ist kostenlos und sehr hilfreich wenn es darum geht, nicht schneidbare Formate wie MPEG-4 oder DVD-Material in Video zur Weiterverarbeitung umzuwandeln.
Das kostenlose Handbrake liefert viele Voreinstellungen für MPEG-4, ist relativ einfach in der Anwendung und erstellt sogar MKV-Filme.
Sehr viele Formate und Einstellungen liefert auch das kostenlose ffmpegX. Allerdings neigt die Open Source Software zu häufigen Abstürzen.
Im Gegensatz zu QuickTime X erlaubt das ältere QuickTime 7 Pro noch die Kompression eines Films in viele unterschiedliche Formate und Größen.
Der Grinder eignet sich vor allem für Anwender, die Videos mit einer Spiegelreflex-Kamera, zum Beispiel der Canon Eos 5 oder 7, drehen.
Elgatos turbo.264 ist einfach in der Anwendung und liefert gute Qualität. Mit Hardware-Beschleunigung geeignet vor allem für Anwender, die häufig lange Filme erstellen.
Der Compressor als Beipack des Final Cut Studio genügt auch professionellen Ansprüchen durch viele Funktionen, Filter, speicherbare Einstellungen und der Stapelverarbeitung.
Auch der Media Encoder von Adobe umfasst beinahe alle notwendigen Funktionen für Profis, und unterstützt dabei auch das Flash- und MXF-Format.
Viele, übersichtlich angeordnete Voreinstellungen und Formate liefert Sorenson Squeeze. Stapelfunktionen und Bildbearbeitung finden in einem Fenster statt.
Episode umfasst sehr viele Formate und Voreinstellungen und besticht vor allem durch die grafische Oberfläche.
Die Codecs vom MovieExport werden als QuickTime-Komponente installiert und sind unter anderem aus dem QuickTime Player (Version 7) und aus Final Cut Pro heraus zu nutzen.
Reference ist kostenfrei und umfasst viele professionelle Funktionen. Der Anwender bezahlt nur die Codecs, die er wirklich nutzt.
Eine generelle Empfehlung für einen oder mehrere Komprimierer auszusprechen ist quasi unmöglich, da die Wahl der richtigen Applikation doch sehr von den individuellen Bedürfnissen abhängt. Aus der eigenen (Produktions-)Erfahrung können wir sagen, dass der kostenlose MPEG Streamclip für das Transcodieren beispielsweise von DVD-Material sehr hilfreich ist, und dass man mit Quicktime 7 Pro schon sehr viele Aufgaben des Umrechnens erledigen kann. Wer häufig und/oder lange Filme in MPEG-4 encodiert, für den lohnt sich die Investition in Elgatos Turbo.264 mit Hardware-Beschleunigung, während man Flash-Filme sehr gut mit Sorenson Squeeze (for Flash) erstellen kann. Anwender von Final Cut Studio sind mit dem Compressor ebenfalls meist ausreichend bedient, während man für die Erstellung professioneller Bluray DVDs auf Episode oder Reference zurückgreifen kann. Besonders gefallen hat uns auch die grafische Oberfläche von Episode 6, welche bei häufig auftretenden, komplexen Kompressionsvorgängen sehr hilfreich ist.
Apple Compressor 3.5
Teil des Final Cut Studio-Pakets ist der Stapelkomprimierer Compressor, der es ermöglicht, einen Film in viele Formate oder viele Filme in ein Format umzurechnen. Der Compressor bietet hierbei eine Vielzahl an mitgelieferten Einstellungen, unter anderem für Web (MPEG-4), DVD (MPEG-2) sowie Blu-ray (H.264), und ermöglicht die Eingabe und Speicherung individueller Einstellungen, um diese jederzeit erneut nutzen zu können. Seit der Version 3.5 verfügt der Compressor zudem über so genannte Jobs, die bestimmte Aufgaben automatisch erledigen, zum Beispiel den Upload auf YouTube oder MobileMe, oder das Brennen von Video-DVD und Blu-ray Disks. Der Compressor greift zudem auf installierte Quicktime-Komponenten zurück, sodass das Kompremieren auch fremder Formate wie WMV oder DivX sowie Codecs anderer Hersteller, zum Beispiel Elgato, möglich ist. Der Compressor ist leider nur als Bestandteil von Final Cut Studio und nicht als separates Programm erhältlich.
Adobe Media Encoder CS5
| Hersteller | Apple | Adobe |
|---|---|---|
Produkt |
Compressor 3.5 |
Media Encoder CS5 |
Preis |
Teil von Final Cut Studio |
Teil u. a. von Production Premium CS5 |
Gesamtwertung |
1,8 gut |
2,0 gut |
Einzelwertungen |
||
Geschwindigkeit (20%) |
1,8 |
1,8 |
Ausstattung (30%) |
1,6 |
2,0 |
Encoder-Qualität (30%) |
1,8 |
1,9 |
Handhabung (20%) |
1,8 |
2,4 |
Testurteil |
||
Vorzüge |
Ausreichend für die meisten professionellen Ansprüche, viele Formate, speicherbare Presets, Stapelfunktion, viele Filter |
Als Teil der Production Premium CS5 Suite, ausreichend für viele professionelle Ansprüche. Unterstützt auch Flash und MXF (P2) |
Nachteile |
Keine Live-Preview beim Encoding, Fehlermeldungen werden nicht erklärt |
Etwas unübersichtlich in der Handhabung, nur als Bundle-Produkt erhältlich, nur ein Filter |
Technische Angaben |
||
Stapelfunktion |
ja |
ja |
Video-Eingangsformate |
Quicktime, MPEG-4, AVI, DV, Flash, MPEG-1 |
QuckTime, MPEG-4, AVI, DV, Flash, MPEG-TS |
Video-Ausgangsformate (ohne 3rd Party Quicktime-Komponenten) |
Quicktime, MPEG-4, Blu-ray H.264, MPEG-1, MPEG-2, AVI |
Quicktime, MPEG-2 (DVD und Blu-ray), MPEG-4, Flash, DPX, MXF (P2) |
Größe, Daten- und Bildrate |
Beliebige Größe und Framerate, durchschnittliche und höchste Bitrate, CBR und VBR (1- und 2-pass) |
Verschiedene Bildgrößen festgelegt, durchschnittliche und höchste Bitrate, CBR und VBR (1- und 2-pass) |
Speicherung von Presets |
ja |
ja |
Filter |
Farbkorrektur, Deinterlacing, Weich- und Scharfzeichnen, Timecode-Überlagerung |
Weichzeichner |
Live-Preview |
ja |
nein |
Watchfolder |
ja, über Droplets |
nein |
Benachrichtigungen über E-mail oder SMS |
ja |
nein |
Direkter Upload oder Web-Service |
MobileMe, YouTube, FTP-Server |
FTP-Server |
Website |
Auch Adobe liefert in dem Production Premium Paket CS5 einen eigenen Stapelkomprimierer mit. Dieser ist zwar bei weitem nicht so übersichtlich wie der Compressor, umfasst aber eine Menge nützlicher Funktionen. So ist es beispielsweise möglich, nicht nur Standards wie Quicktime oder MPEG-2 und MPEG-4 zu enkodieren, sondern auch Flash-Filme (optional sogar mit Que-Points), oder professionelle Formate wie DPX oder MXF für P2. Auch die Einstellungen umfassen (fast) alle notwendigen Optionen wie Bildgröße (allerdings nur als formatspezifische Vorgaben, nicht frei einstellbar), Datenrate und Qualität, sowie den direkten Upload auf einen FTP-Server. Der Media Encoder wird ausschließlich als Bestandteil andere Pakete mitgeliefert und ist nicht als Einzelprodukt erhältlich.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 1 von 4
Nächste Seite




Login über einen Foren Account
Gastposting
Gastbeiträge müssen erst freigeschaltet werden, bevor Sie auf der Seite erscheinen.