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Adobe Premiere CS4

25.09.2008 | 12:53 Uhr |

Mit CS3 versuchte Adobe, Premiere Pro nach langer Abwesenheit erneut im Mac-Markt zu positionieren; mit mäßigem Erfolg. Den Nachfolger CS4 erwartet ein ähnliches Schicksal, denn er schließt mit den neuen Funktionen gerade mal knapp zum Wettbewerb auf.

Zu den bemerkenswertesten Neuerungen von Premiere Pro CS4 zählt die Unterstützung der mehr oder minder neuen, bandlosen Formate wie P2 für DVCPRO, AVC, oder XDCAM EX und XDCAM HD. Der Anwender hat über den Medien-Browser direkten Zugriff auf die externen Speichermedien der Kameras, kann in einer Vorschau entscheiden, welche Clips auf die Festplatte importiert werden sollen, und hat sogar die Möglichkeit, In- und Out-Punkte vor dem Import zu setzen. Kurzum, was bei anderen Editing-Programmen seit langem Standard ist, wird jetzt auch in Premiere Pro CS4 unterstützt.

Weiter verbessert hat Adobe die Zusammenarbeit der CS4-Produkte untereinander, speziell in der Verbindung aus On Location und Premiere. Hierdurch kann der Anwender alle in On Location aufgenommen Clips direkt in CS4 übernehmen und dabei die Metadaten-Informationen beibehalten. Weitere Verbesserungen sind die Übernahme von Photoshop CS4-Dateien mit integriertem Video in Premiere sowie die optimierte Zusammenarbeit mit Encore CS4.

Editing und Ausgabe

Die Oberfläche von Premiere CS4 besteht aus den üblichen Elementen wie Browser, Quell- und Zielfenster sowie einer Timeline. Die Werkzeuge sind jedoch sehr klein und unübersichtlich gehalten.
Vergrößern Die Oberfläche von Premiere CS4 besteht aus den üblichen Elementen wie Browser, Quell- und Zielfenster sowie einer Timeline. Die Werkzeuge sind jedoch sehr klein und unübersichtlich gehalten.

Ein eigenes Suchfenster im Projekt-Browser vereinfacht das Auffinden von Medien speziell bei komplexen Projekten, was auch die neue Speech-Search Funktion, also das Umwandeln von gesprochenem Text in Metadaten, beinhaltet, während ein optimierter Projekt-Manager die Konsolidierung von Projekten, zum Beispiel beim Offline/Online-Redigitalisieren, vereinfacht.

Weitere Verbesserungen der Schnitt- und Effekt-Techniken sind das Drag-and-Drop mehrerer Clips an eine beliebige Position in der Timeline mit angepasster Playhead-Position, das Einrasten von Keyframes an Sequenz-Markern, die Überlagerung von Timecodes im Video-Fenster, die Erstellung von Subclips via Drag-and-Drop, sowie die Ansicht detaillierter Audio-Waveforms im Quellfenster. Einen Vorteil gegenüber so ziemlich allen Wettbewerbern behält Premiere CS4 noch immer bei: Die nahtlose Übergabe von Schnittsequenzen zu Encore und die damit einhergehende Ausgabe als Bluray-Diss oder Flash-Video.

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