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Adobe Premiere Elements 9

13.10.2010 | 09:53 Uhr |

Wer selbst aufgenommene Videos für den Hausgebrauch schneiden will, kam bisher kaum um Apple iMovie herum. Dessen Handhabung und Medienverwaltung ist indes eigenwillig und teils sperrig. Konkurrenz kommt nun von Adobe mit Premiere Elements.

Premiere Elements 9
Vergrößern Premiere Elements 9

Hat Adobe das Schnittprogramm Premiere für den Mac über Jahre hinweg schleifen lassen, so zeigt Apple in letzter Zeit wenig Interesse, Final Cut Pro (und somit auch Final Cut Express) weiter zu entwickeln. Grund genug für Adobe, Premiere nicht nur in der Pro-Version CS5 neu aufzulegen, sondern auch eine Elements-Version für den Hausgebrauch auf den Markt zu bringen. Premiere Elements kann man einzeln kaufen oder für 50 Euro mehr im Bundle mit Photoshop Elements 9 .

Der Organizer

Was in der Creative Suite die "Bridge" leistet, übernimmt in Premiere Elements der Organizer. Als eigenständiges Programm dem Workflow von Premiere Elements quasi vorgelagert, ermöglicht der Organizer die Aufnahme von Videoclips aus Band- und Festspeicher-basierten Kameras, oder den Import von der Festplatte und direkt aus iPhoto . Neben der Benennung stehen dem Anwender hierbei auch so genannte Tags zur Verfügung, das heißt Schlagwörter und Bewertungen für Orte, Personen oder Motive, die man einfach per Drag-and-Drop auf einen Clip oder ein Foto zieht, um diese später besser auffinden zu können. Neben den rein organisatorischen Aufgaben kann der User auch einfache Fotoarbeiten wie Tonwert- und Kontrastkorrekturen tätigen, sowie die Weitergabe von Fotos und Videos auf CD/DVD oder ins Web, namentlich unter anderem auf YouTube und Facebook, durchführen. Möchte man mit dem Videomaterial zum Schnitt, also zu Premiere Elements, reicht ein einfacher Klick um das Programm inklusive aller geladenen Medien zu starten.

Schnitt in Premiere Elements

Adobe hat das Konzept für Premiere Elements schon recht schamlos von Apples iMovie abgekupfert: Rechts ein Fenster mit Piktogrammen, links das Vorschaufenster, unten der Filmschnitt, ebenfalls mit großer Vorschau (Szenenfenster), und dazwischen die Übergänge. Ebenso findet sich eine alternative Timeline, im Vergleich zu iMovie jedoch mit beliebig vielen statt nur einer Videospur. Der eigentliche Schnitt einzelner Clips, das heißt das Setzen von In- und Out-Punkten, findet in Elements entweder in einem (sehr kleinen) zusätzlichen Vorschau-Fenster statt, welches sich per Doppelklick auf einen Clip öffnet, oder direkt per Drag-and-Drop in die Timeline. In unserem Test arbeiteten wir primär mit Videomaterial aus dem iPhone 4G, also MPEG-4 Material in 1280x720 bei 29,97 Frames pro Sekunde, das von Premiere Elements problemlos erkannt und nativ verarbeitet wurde.

Der Nachschnitt, also das bildgenaue Trimmen von Material, kann sowohl in der Timeline (Schnittfenster) als auch im Szenenfenster durchgeführt werden, wo man mittels ziehbaren In- und Out-Punkten oder über ein Scherenwerkzeug Schnittpunkte nachbearbeitet. Premiere zeigt hierbei sowohl das Ausgangs- als auch das Eingangsbild an, sodass man den Schnitt bereits während der Arbeit beurteilen kann.

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