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Norton Internet Security 4

24.04.2009 | 12:50 Uhr |

Drei Programme von Symantec als Rundumschutz für den Mac leisten im Test aber nicht, was der Hersteller verspricht.

Grundkonfiguration Norton Internet Security 4
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Norton Internet Security enthält drei Programme: Norton Antivirus 11, Norton Confidential 1.2.1 und Norton Firewall 4. Oder übersetzt: Virenschutz, Phishing-Schutz und einen Ersatz für die Apple-eigene Firewall von Mac-OS X 10.4 und 10.5.

Virenschutz am Mac ist eine zweischneidige Angelegenheit; da es praktisch keine Viren für Mac-OS X gibt, sucht Software wie Norton Antivirus in erster Linie nach Windows-Viren. Der Mac wird damit zum guten Nachbarn, der virenverseuchte Dateien zwar entgegennimmt, aber im Zweifelsfall nicht an Kollegen, Freunde und Bekannte weiterschickt. Norton Antivirus 11 arbeitet dabei relativ unauffällig, selbst wenn man große Mengen an Dateien kopiert, steigt die CPU-Belastung nur auf die üblichen Werte von etwa 50 Prozent (Macbook Pro 2,2 GHz Core 2 Duo). Das ändert sich nur, wenn man die Verschlüsselung des Benutzerordners aktiviert ("Filevault") - dann prüft die Software nach dem Start des Rechners relativ lange die geänderten Dateien.

Norton Firewall 4 bekommt von uns fast eine Empfehlung, wenn nicht eine Fehler in der Ortserkennung wäre: Wenn man beispielsweise zwischen zwei WLANs wechselt, kann man nur als Administrator die Einstellungen sofort ändern und einen neuen "Ort" mit passenden Sicherheitseinstellungen definieren. Als Benutzer ohne Verwaltungsrechte läuft man in eine Falle, weil sich die Änderungen nicht speichern lassen und die Software deshalb immer wieder nach Einstellungen für diesen Ort fragt.

Weit zurück hinter der Qualität der anderen Programme ist dagegen Norton Confidential 1.2.1. Die Software sollte eigentlich als Phishing-Filter (= Schutz gegen die heimliche Umleitung des Browsers auf eine gefährliche Internetseite) in Safari und Firefox arbeiten und zusätzlich aufpassen, dass wichtige Informationen (oder Dateien) nicht im Hintergrund übertragen werden. Beides funktioniert bei uns im Test mehr schlecht als recht; der Phishing-Schutz zum Beispiel nur in Safari 3, aber nicht in Firefox 3. Der Schutz wichtiger Informationen (zum Beispiel der Kreditkartennumer) funktioniert überhaupt nicht, wir können die Nummer als E-Mail oder in unsicheren Browser-Formularen verschicken, ohne dass die Software eingreift.

Minuspunkte gibt es außerdem ganz generell für die Ausstattung und die Hilfe: Die Hilfe für Norton Internet Security funktioniert nicht ohne Internetverbindung; mitgeliefert wird nur ein winziges Installationshandbuch auf CD. Auf den Internetseiten von Symantec.com ist praktisch keine Information in Deutsch erhältlich; lediglich die englischen Foren sind mit guten Tipps und Anleitungen bestückt.

Empfehlung

Norton Internet Security 4 bekommt von uns keine uneingeschränkte Empfehlung, weil die Schutzsoftware Confidential noch viel zu wacklig arbeitet. Virenschutz und Firewall arbeiten rund, doch weite Teile dieser beiden Schutzprogramme kann man - mit eingeschränktem Komfort - auch mit kostenloser Software wie iAntivirus oder Clamxav erreichen. wm

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