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WLAN-Router

05.02.2007 | 13:30 Uhr |

Nicht alle auf dem Markt verfügbaren Router unterstützen das Mac-System im vollen Umfang, zudem fallen im Test erhebliche Ausstattungsunterschiede auf. Wie sich Apples Rechner mit den WLAN-Routern vertragen, untersuchen wir anhand von fünf aktuellen Produkten. Zusätzlich nimmt die Airport-Express-Basisstation als Apple-Referenz am Vergleichstest teil.

Apple ist zwar Vorreiter der drahtlosen lokalen Netze. Spärlich fällt allerdings sein Angebot an weiterführenden Produkten zum Anschluss zusätzlicher Geräte oder an das Internet aus. Einzig die Basisstation Airport Express steht als Kommunikationspartner bereit. Da diese nicht gerade mit einer üppigen Zahl von Anschlüssen glänzt, sehen sich Mac-Besitzer immer häufiger nach Alternativen um, die der Markt in Hülle und Fülle bietet. Einen zusätzlichen Anreiz zum Fremdgehen bieten die beim Einstieg in die DSL-Technik von den meisten Providern angebotenen Bundles, über die sich ein WLAN-Router zum Schnäppchenpreis ergattern lässt. So bekommt man bei T-Online den WLAN-Router Speedport W501V oder bei Anbietern wie 1&1, Tiscali oder AOL unseren Testsieger Fritz!Box Fon WLAN 7170 meist für rund 30 Euro extra.

Ohne Turbo

Überall-Router: Die üppig ausgestattete Fritz!Box Fon WLAN gibt es bei vielen DSL-Providern als günstiges Bundling-Angebot.
Vergrößern Überall-Router: Die üppig ausgestattete Fritz!Box Fon WLAN gibt es bei vielen DSL-Providern als günstiges Bundling-Angebot.

Einen Wermutstropfen müssen Mac-Anwender in Kauf nehmen. Da die Airport-Express-Karten ausschließlich nach dem WLAN-Standard 802.11g arbeiten, ist die maximal erreichbare Transferrate auf 54 MBit/s beschränkt – obwohl die meisten Router deutlich mehr bieten. So sind die Geräte von D-Link und Zyxel mit geeigneten Client-Adaptern bis zu 108 MBit/s schnell, die Fritz!Box Fon WLAN erlaubt theoretisch sogar bis zu 125 MBit/s. Die Spitze markiert der WPNT834 von Netgear mit theoretisch bis zu 240 MBit/s. Lediglich der von T-Online angebotene Speedport W501V beschränkt sich wie Apples Airport Express auf die Standard-übertragungsrate von 54 MBit/s. Da es sich dabei jeweils um Bruttodatenraten handelt, liegt die effektiv erzielbare Geschwindigkeit bei rund 27-30 MBit/s, die bei optimalen Bedingungen auch mit allen Routern erreicht wird. Die schnelleren Übertragungsraten sind indes für den reinen Internet-Zugang ohne Bedeutung, da selbst flotte Internet-Zugänge bei weitem nicht an die Geschwindigkeit des Standards 802.11g heranreichen.

Deutlich zeigt sich der Fortschritt, den Apples integrierte Adapter gemacht haben. Während das im Test verwendete iBook bereits bei mittlerer Entfernung zum Router Einbrüche bei den Transferraten verzeichnet, können wir uns mit dem Macbook ohne spürbaren Geschwindigkeitsverlust problemlos deutlich weiter von den Routern entfernen.

Von den Routern selbst verschuldet ist eine andere Einschränkung: Zwar sind alle neuen Macs ab Werk mit einer 1000 MBit/s schnellen Gigabit-Ethernet-Schnittstelle ausgestattet, doch lediglich der D-Link DGL-4300 bietet passende Anschlüsse. Die restlichen Router im Testfeld begnügen sich mit Fast-Ethernet-Schnittstellen und bieten damit eine maximale Geschwindigkeit von 100 MBit/s im drahtgebundenen Netz. Erschwerend kommt bei Airport Express und Speedport W501V hinzu, dass nur ein LAN-Port vorhanden ist. Üblicherweise bieten die Router vier Anschlüsse. Beim Airport Express ist dieser Anschluss zusätzlich entweder als Schnittstelle zum lokalen Netz oder zum Anschluss des DSL-Modems zu konfigurieren. Für den Einsatz als Bindeglied zwischen Internet und lokalem Netz erlaubt Airport Express daher keine Anbindung von LAN-Geräten, was den Aufbau eines gemischten Netzwerks erheblich erschwert. Beim Speedport W501V lässt sich das Problem durch den Einsatz eines externen Switches entschärfen, der aber zusätzliche Anschaffungskosten verursacht.

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