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Wacom Cintiq Companion Hybrid im Test

27.02.2014 | 16:04 Uhr |

Das Wacom Cintiq Companion Hybrid kombiniert Skizzentablett für unterwegs und Zeichendisplay am Mac. Wir haben getestet, ob dieses Konzept in der Praxis aufgeht.

Wer mit einem Mac richtig zeichnen möchte, war schon immer Kandidat für ein Wacom-Tablett. Den Anfang machten die Grafiktabletts, später kamen Pen Displays dazu, bei denen direkt auf dem Bildschirm gezeichnet werden kann und die digitale Tinte aus dem Stift fließt. Mit dem Cintiq 13 HD wurden die Pen Displays deutlich erschwinglicher, jedoch sind Kreative damit immer noch an den Computer "angekettet". Die neuen Cintiq Companions werfen die Kabel-Verbindungen ab und können unterwegs als Kreuzung aus Pen Display und Tablett genutzt werden.

Mac- und iOS-Benutzer müssen dabei in einen sauren Apfel beißen: Entweder greifen sie zum Creative Companion Hybrid und lassen sich auf Android, oder mit dem Creative Companion auf Windows 8 als Betriebssystem ein. Wer nicht unbedingt Photoshop , Painter & Co braucht, fährt mit der preislich günstigeren Hybrid-Variante nicht schlecht: Zusätzlich kann es per USB an den Mac angeschlossen und dort als Pen Display genutzt werden. Allerdings ist man damit unterwegs auf Android kompatible Zeichenapps wie Sketchbook Pro , Photoshop Touch , Art Rage und die von Wacom vorinstallierten Zeichen-Apps beschränkt. Doch erstens sind diese auf die Touch-Bedienung optimiert und zweitens dürften sie für die meisten Anwendungen, vom Skribble bis zu ausgefeilten Zeichentechniken mehr als ausreichen. Das Android-System fällt kaum auf, denn es erscheint nur kurz zum Starten der Apps, hochladen von Zeichnungen oder kurz dem Aufruf von ein paar Webseiten.

Digitaler Zeichenblock

Für ein Tablet bringt der Cintiq Companion Hybrid einiges auf die Waage und der matte Bildschirm ist zunächst ungewohnt. Doch beim Zeichnen erweist sich das als sehr praktisch. Seinen Zauber entfaltet das Hybrid bei den ersten Bleistiftstrichen, bei denen das typische Wacom-Gefühl einsetzt. Man hat auf dem 13,3 Zoll großen Full-HD-Display reichlich Platz für großzügige, schwungvolle Striche. Mit 2048 Druckstufen, Neigungserkennung und Multitouch fühlt sich das Zeichnen so präzise und fast so natürlich wie auf Papier an. Dies ist deutlich besser als das Malen auf dem iPad , bei dem auch mit Stiften immer ein wenig die Präzision und ein Gefühl des Zeichnens auf einer Glasscheibe bleibt. Der bekannte und bewährte Stift in Profiqualität wird ebenso mitgeliefert wie ein stabiler Aufsteller für mehrere Winkel, zehn Austauschspitzen, Neopren-Tasche für den Transport und ein Kabel für den Anschluss an Mac oder Macbook .

Zusammenarbeit mit dem Mac

Mit dem Mac über ein einziges Multi-Kabel per HDMI und USB verbunden, wird der Mac-Bildschirminhalt auf dem Cintiq Companion Hybrid gespiegelt. Auf diese Art stehen alle Desktop-Programme mit Stiftpräzision und in der gewohnten Umgebung von OS X bereit. Mit dem auf dem Tablett vorinstallierten Astro File Manager können Skizzen aus den Apps übertragen und mit der Kombi aus Mac und Creative Companion Hybrid in Photoshop, Painter, Illustrator & Co verfeinert werden. Am Mac angeschlossen verhält sich das dem Cintiq Companion Hybrid wie ein normales Wacom Zeichentablett, mit dem Zusatz dass direkt auf dem gespiegelten Bildschirminhalt gezeichnet werden kann.

Empfehlung WacomCintiq Companion Hybrid

Für Zeichner ist der Cintiq Companion Hybrid ein sehr komfortables Werkzeug, das ein natürliches Zeichengefühl bei hoher Präzision bietet. So ist eine digitale Zeichenumgebung für unterwegs möglich, der den Kompromiss mit Android lohnend macht.

Cintiq Companion Hybrid

Wacom

Preis: € 1200, CHF 1464

Note: 1,4 gut

Leistung (50%) 1,2

Ausstattung (20%) 2,0

Handhabung (20%) 1,2

Verbrauch (10%) 1,3

Vorzüge: Geniales Zeichengefühl, hohe Präzision, Profi-Qualität bei Stift und Display, auch Betrieb am Mac möglich

Nachteile: Mobil auf Android-Apps beschränkt

Alternativen: Wacom Cintiq 13 HD

Ab OS X 10.6.8

www.wacom.com/de

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