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Wacom Graphire 3 Studio

14.11.2003 | 11:10 Uhr |

Das günstige Tablett erlaubt mit seinen beiden Software- und Größenvarianten ergonomisches Arbeiten. Besonders gefällt die angenehm aufgeraute Zeichenfläche.

Über die blaue Farbe kann man geteilter Meinung sein, doch abgesehen davon ist der erste Kontakt mit dem Zeichentablett Graphire 3 angenehm: Der leichte, batterielose Stift schreibt gut über die etwa Postkartengroße Zeichenfläche; Links- wie Rechtshänder kommen auf Anhieb gut zurecht - zumindest, solange es ums Zeichnen geht. Anders sieht es im Finder aus. Ohne die Hand zu bewegen, lassen sich die Befehle nicht wählen, Icons zu verschieben oder gar einen Doppelklick auf ein Symbol zu machen, wird zur artistischen Einlage. Hier hilft das zusätzliche Kontrollfeld (unter Mac-OS X ein Unterpunkt von Systemeinstellungen), in dem man die Tasten des Stiftes oder der Maus mit Funktionen belegt. Über den Punkt "Stift-Modus > Details" lässt sich genau definieren, wie die Monitorfläche in Bezug auf die Fläche des Tabletts stehen soll. Reduziert man beispielsweise den aktiven Tablettbereicht, lässt sich bei Bildschirmgrößen von 1280 x 1024 und höher einigermaßen entspannt arbeiten.
Das Graphire 3 unterscheidet sich von der Vorgängerversion im wesentlichen durch die höhere Auflösung des Zeichentablett, 2032 dpi statt 1000 dpi. Die Zeichenfläche liegt jetzt in einer kleinen Mulde der stabilen, transparenten Abdeckung, unter die man die Zeichenvorlagen steckt.
Die Softwareausstattung ist nur bei der kleinsten Systemvariante gleich geblieben: Graphire 3 Classic kommt mit Procreate Painter Classic. Die von uns getestete Ausführung Studio kommt mit deutlich mehr Software: Photoshop Elements 2, ACD See 1.5 und Penpalette LE. Allerdings fehlt dafür die Maus, die bei der Variante Classic zum Lieferumfang gehört. Die dritte und teuerste Ausgabe ist das ziemlich genau doppelt so große Graphire 3 Studio XL, das mit der gleichen Software ausgeliefert wird und bei dem wiederum Maus und Stift in der Packung stecken.

Fazit

Graphire bleibt weiter einiges der günstigsten Zeichentabletts, die mit Software für Macs ausgeliefert wird. Die Unterschiede in der Ausstattung der drei erhältlichen Varianten sind für uns nicht nachvollziehbar, ärgerlich wirkt zudem, dass die Wacom-Treiber sich im Moment nicht ohne weiteres unter Mac-OS X, Version 10.3 installieren lassen.

Wertung: 2,4 gut
Vorzüge: ergonomische Arbeitsweise, angenehm aufgeraute Zeichenfläche
Nachteile: veraltete Software im Lieferumfang, Voreinstellungen nicht nach Programmen getrennt, Inkompatibilitäten mit Mac-OS X, Version 10.3.x
Alternativen: Wacom Intuos
Preis: Graphire Classic € (D) 99, € (A) 103, CHF 136, Graphire Studio € (D) 135, € (A) 140, CHF 185, Graphire Studio XL € (D) 239, € (A) 248, CHF 328

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