Von Walter Mehl - 26.09.2008, 12:30

Web-Editor

Dreamweaver CS4

Mit der CS4 bekommt auch Dreamweaver ein Update. Wir zeigen, was sich bei dem bekannten Web-Editor geändert hat.
Es wirkt wie eine Nebensache, aber in der täglichen Arbeit ist es enorm hilfreich: Dreamweaver CS 4 zeigt oberhalb des Inhalts einer Datei (unabhängig von der Ansicht oder des Dateiinhalts) in einer Zeile alle Dateinamen an, die Aussehen oder Inhalt der aktuellen Seite beeinflussen. Ein Klick und die entsprechende Datei, beispielsweise die CSS-Formatierung, ist geöffnet. Ergänzt wird diese Referenz mit "code navigator", einem schwebenden Fenster, in dem alle Skripte und Formatierungen sichtbar sind, die die aktuelle Zeile beeinflussen.
An die neue Oberfläche muss man sich gewöhnen, da die Zahl der Paletten weiter zugenommen hat. Adobe liefert vordefinierte Ansichten mit (für die Arbeit am Design oder am Code einer Datei), die aber in unseren Augen trotz aller Versuche zu viele Details zeigen. Deshalb wird man in den meisten Fällen wie bisher eine eigene Aufteilung der Fenster und Paletten anordnen müssen und das Ergebnis als Ansicht speichern. Für den Wechsel zwischen diesen Ansichten lässt sich leider keine Tastenkombination vergeben. Die Tastaturbedienung ist weiter an manchen Stellen mühsam, da Adobe an alten Gewohnheiten festhält (die Voreinstellungen öffnet man mit "Befehltaste-U") und sich einige der Dienste von Mac-OS X mit den Tastenkombination von Dreamweaver überschneiden (Spaces, Exposé, Dashboard).
Wer in Dreamweaver mit HTML-Code (gilt analog für Javascript, CSS, PHP, Coldfusion und andere) arbeitet, sieht zuerst wenig Unterschiede. Zum Beispiel erscheint wie bisher ein Menü mit den Befehlen, die in der aktuellen Datei und an dieser Stelle einfügbar sind. Neu ist aber, dass Dreamweaver diesen Service auf selbst konzipierte Frameworks ausdehnt, zum Beispiel auf externe Javascript-Bibliotheken.

Live View und Live Code

Passend dazu gibt es eine deutlich verbesserte Vorschau auf die Internetseiten. Dreamweaver verwendet Webkit (die Basistechnik von Safari), um HTML-Seiten inklusive aller Javascript- und XML-Objekte auf den Bildschirm zu bringen. Das funktioniert bei uns im Test gut, nur mit groben Verstößen gegen die HTML-Verschachtelungsregeln bringen wir diese Vorschau aus dem Gleichgewicht, so dass sie den betreffenden Abschnitt nicht mehr anzeigt. Umgekehrt lassen sich dynamische Seiten "einfrieren"; im einfacheren Fall zum Beispiel bei einem Javascript-Effekt (zum Beispiel "roll over menu"), aber auch mit komplexen Anwendungen, bei denen Ajax-Objekte Teile einer Seite im Hintergrund laden und verändern. Das hilft bei der Fehlersuche enorm, weil man nach einem Ladefehler anhalten und den Code prüfen kann.
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