951226

Windows läuft im Fenster

15.05.2006 | 13:58 Uhr |

Zeitgleich zu Apples Vorstellung von Boot Camp hat der Hersteller Parallels eine Software vorgestellt, die auf den ersten Blick das Gleiche ermöglicht - die Installation von Windows auf einem Mac mit Intel-Prozessor. Die Virtualisierung gaukelt dem Betriebssystem direkten Zugriff auf Prozessor und andere Bauteile vor, Windows XP arbeitet auf einem virtuellen PC.

Neben dem Preisunterschied des kostenlosen Boot Camp zum 40 US-Dollar teuren Parallels entdeckt man bei genauem Studium aber mehr und mehr Unterschiede: Parallels Workstation lässt Windows oder eines von vielen anderen Betriebssystemen parallel zu Mac-OS X laufen; ein bisschen vergleichbar mit Classic oder mit Virtual PC von Microsoft. Deshalb muss man bei Parallels Workstation den Mac nicht neu starten, um Windows zu nutzen.

Langsamer als Boot Camp

Dieser Parallelbetrieb bringt weitere massive Unterschiede mit sich. Einer der wichtigsten ist der Speicherbedarf. Da jetzt zwei oder noch mehr Betriebssysteme parallel auf dem Intel-Mac laufen, sollte man wenigstens 1 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung haben, 2 GB sind wünschenswert. Den zweiten wichtigen Unterschied merkt man im Betrieb: Parallels Workstation bremst Windows und jedes andere Betriebssystem im Vergleich zu Apples Boot-Camp-Methode spürbar. Es ist aber deutlich schneller als Virtual PC von Microsoft auf einem Mac mit Power-PC-Prozessor.

0 Kommentare zu diesem Artikel
951226