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UPDATE: Zyxel NSA325 v2 Media Server im Test

02.04.2014 | 12:15 Uhr |

Ein Netzlaufwerk mit zwei Einbauschächten bietet mehr Sicherheit, da man es als RAID 1 einrichten kann und so alle Daten doppelt gespeichert sind. Und viel Geld ausgeben muss man im Falle des NSA325 v2 von Zyxel auch nicht

Das aus Kunststoff gefertigte Gehäuse des Netzlaufwerks NSA 325 v2 von Zyxel nimmt zwei Festplatten mit je maximal 4 TB auf (entweder 3,5 Zoll oder 2,5 Zoll), die man als RAID 1, RAID 0 oder als zusammenhängender Speicher ( JBOD ) einrichtet. Die Platten werden mit vier Schrauben in Kunststoffrahmen befestigt und diese in das Gehäuse eingeschoben. Zum Einrichten öffnet man im Browser die Einstellungsseiten der NAS-Software, wozu man aber zuvor die IP-Adresse des Laufwerks ermitteln muss. Denn das von Zyxel mitgelieferte Programm NAS Starter Utility, das eigentlich diese Aufgabe übernimmt und die Verbindung herstellt, gibt es nur für Windows.

UPDATE: Zyxel hat uns freundlicherweise mitgeteilt, dass die Mac-Version inzwischen verfügbar ist. Die Mac-Version des Tools lässt sich von einem FTP-Server unter diesem Link herunterladen. 

Viele Funktionen

Das Zyxel-NAS ist nicht nur ein Netzwerkspeicher, für den sich Freigaben und Benutzer einrichten lassen, sondern auch ein Medienserver. Hierfür ist der Twonky Media Server installiert, der mit vielen Geräten kommunizieren kann, die UPnP unterstützen. Auf dem Mac kann man beispielsweise VLC zum Abspielen der Videos und der Musik über UPnP verwenden, oder man öffnet die Medien direkt in einem Programm, wenn das NAS-Volume im Finder aktiviert ist. Die Wiedergabe von Bildern und Musik ist auch über einen Browser möglich, bei Filmen funktioniert dies auf dem Mac nicht. Denn die NAS-Software besteht auf einem älteren Quicktime-Plug-in als demjenigen, das auf dem Mac installiert ist, oder auf einem VLC-Plug-in, das es aber für den Mac nicht gibt. Außerdem lässt sich der iTunes-Server auf dem NAS aktivieren, in iTunes kann man aber nur Musiktitel wiedergeben. Das ist jedoch auch bei Netzlaufwerken anderer Hersteller der Fall.

Time Machine wird vom Netzlaufwerk ebenfalls unterstützt und funktioniert im Test problemlos, und es gibt einen Druckserver für per USB an das NAS angeschlossene Drucker. In der Systemeinstellung „Drucken & Scannen“ wählt man den Drucker dann unter „Windows“ aus. Auch das funktioniert einwandfrei. Das Betriebssystem des NAS lässt sich um weitere Software (Pakete) erweitern. Dazu gehören unter anderem ein Modul für die Überwachung der internen Festplatten durch S.M.A.R.T. , ein Backup-Modul, um Daten vom NAS auf ein anderes Laufwerk zu sichern sowie Optionen, um von iOS- oder Android-Geräten auf den Mediaserver zuzugreifen. Hierfür setzt Zyxel auf eigene Apps für iOS (Zugriff im lokalen Netz) oder auf den Dienst Polkast . Dieser ermöglicht es, auch über das Internet auf das NAS zuzugreifen.

Lauter Lüfter

Der Lüfter des Netzlaufwerks ist gut hörbar, weshalb man im Betrieb das Laufwerk gerne in einen anderen Raum verbannt. Direkt per Ethernet mit einem Mac verbunden gehen die Festplatten nach einiger Zeit in den Ruhemodus, bei dem nur rund 7 Watt verbraucht werden. Auch der Lüfter fährt herunter, geht jedoch nicht ganz aus. Ist das NAS im Test jedoch mit einer Airport-Extreme-Station verbunden, läuft es ständig, was sowohl die Geräuschkulisse als auch den Stromverbrauch erhöht. Die Geschwindigkeitsmessung über eine direkte Ethernetverbindung mit einem Mac Mini ergibt bei einer großen Filmdatei rund 43 MB/s beim Lesen und 58 MB/s beim Schreiben. Bei einen Ordner mit rund 2800 Einzeldateien liegen die Werte bei 19 MB/s und 21 MB/s. Verbaut haben wir für den Test zwei 3,5-Zoll-Festplatten von Hitachi (7200 U/min) mit jeweils 2 TB und diese als RAID 1 eingerichtet.

Empfehlung und Fazit

Das Netzlaufwerk punktet mit einem sehr günstigen Preis und einer umfangreichen Funktionsausstattung. Nicht gefällt uns vor allem der laute Lüfter sowie der fehlende Ruhemodus beim direkten Anschluss an eine Airport-Station.

Zyxel NSA 325 v2

Hersteller: Zyxel

Preis: € 100, CHF 122

Note: 2,1 gut

Leistung (50%):                                   1,6             

Ausstattung (20%):                             2,5    

Handhabung (20%):                            1,5    

Ergonomie (10%):                                4,6    

Vorzüge: Preisgünstig, umfassende Funktionen

Nachteile: Lauter Lüfter, kein Ruhemodus an Airport-Station

Anschlüsse: Gigabit-Ethernet, 1x USB 3.0, 2x USB 2.0; Maße (H x B x T) 164 x 123 x 207 mm, Gewicht (Leergehäuse) 1195 g; Stromverbrauch: Festplattenzugriff 19 W, Ruhemodus 7 W, ausgeschaltet 0,3 W

Alternativen: Synology Disk Station DS213j , WD My Cloud EX2

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