1012815

Garageband 5.0 in der Praxis

09.02.2009 | 08:05 Uhr |

Das Zeitalter der Laptop-Musik neigt sich dem Ende entgegen. Mit Garageband 5.0 ist in iLife 09 eine Software enthalten, die den handwerklichen Aspekt der Musik mehr denn je vermittelt.

Garageband 5.0 in iLife 09: Los
Vergrößern Garageband 5.0 in iLife 09: Los

"Ich habe das Lick von Steve Cropper geklaut," räumt der Gitarrist und Sänger John Fogerty freimütig in der Künstlerlektion ein, die er für Apples Garageband 5.0 aufgenommen hat. Mit "Danke Steve!" beschließt der Gründer von Creedence Clearwater Revival (CCR) so den Teil des Filmes, der sich an etwas fortgeschrittene Gitarristen richtet. Es ist damit einmal nicht der Apple-CEO gemeint sondern der langmähnige und bärtige blonde Musiker, den die meisten von Fogerty angesprochenen Hobbymusiker aus dem Blues-Brothers-Film von 1980 kennen dürften. Einem "Danke, Apple!" von Anwenderseite her würden wir aber nicht widersprechen, hat sich doch Garageband in seiner Inkarnation in iLife 09 wieder weg vom Produktionsstudio für Filme und Podcasts hin zu einer Software für Musiker und solche, die es werden wollen, gewandelt.

Garageband kann Spaß machen, hangelt man sich einfach nur durch die zahlreichen Loops und Samples und stellt sich damit mehr oder weniger individuelle Tracks zusammen, die sich nicht zuletzt als iPhone-Klingelton eignen. Wer Garageband nur in dieser Weise einsetzt, verschwendet aber einen Großteil des Potentials der Software. Anders als etwa Steinbergs Sequel richtet sich Apples Musikprogramm nicht an Laptopmusiker und Hobby-DJs sondern eher an solche, die ein Instrument spielen oder es erlernen möchten. Und gerade für die letztere Klientel hat Apple eine echte Innovation in Garageband integriert.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1012815